Soweit die Physik, jetzt zum Effekt.
Die Vorspannung der Feder fixiert (wie sich aus Patricks Darstellung logisch ergibt) die Höhe des Hecks. Nicht nur, dass sich das Ansprechverhalten bei gespannter Feder Richtung "hart" verändert (nicht weil die Feder härter wird, jedoch erst ab einer Mindestbelastung die Feder reagiert), Das Federbein sackt nicht soweit ein.
Aus der Federvorspannung ergeben sich der berühmte "Negativ"-Federweg und der "Positiv" Federweg. Was Patrick beschreibt ist der sogenannte "statische" Negativfederweg. Dazu kommt nämlich der "dynamische" Negativ Federweg, der sich aus der Belastung des Hecks mit Fahrer ergibt. Und diese vorgespannte Strecke nutzt das Federbein nämlich, um auszufedern (also eine Kule in der Strasse auszugleichen oder sich beim Beschleunigen aus der Feder zu heben).
Dieser Weg sollte nicht zu klein und nicht zu groß sein
Wie stellt man jetzt ein Federbein ein

?
Man geht nach der Faustformel vor, dass 30% des Gesamtfederwegs als Negativfederweg zur Verfügung stehen sollten. Beim Standardfederbein sind das 115 mm, also ergeben sich ca. 35 mm als SOLL-Wert für den Negativfederweg. Davon sollten wiedrum ca. 1/3 als statischer Federweg eingestellt werden.
Zusammengefasst also:
statischer Negativfederweg + dymischer Negativfederweg + Positivfederweg = Gesamtfederweg.
Vorgehen beim Einstellen

:
Man braucht einen zweite Person, einen Edding und einen Zollstock
1. Markierung am Heck mit einem Edding setzen
2. Krad aus den Federn heben und Maß nehmen zwischen Schwinge und Markierung (sagen wir mal es sind 500mm)
3. Krad einfedern lassen (ohne Fahrer) und wieder messen. SOLL-Wert: ca. 490 mm
4. Fahrer aufsetzen und wieder messen. Soll-Wert jetzt: 465mm
Soweit so gut. Wenn der Wert < als 465 mm ist, dann Feder weiter vorspannen; Wenn der Wert > 465mm Feder entspannen.
Und jetzt wirds spannend (Feder zu weich/zu hart)
Wenn die Feder insgesamt zu weich ist, dann merkt man es daran, dass man den Zielwert von 465mm mit Fahrer zwar erreicht (vorspannen, vorspannen, vorspannen......), aber der statische Federweg plötzlich gegen 0 geht (genau um dass heraus zu bekommen braucht unter anderem man den statischen Negativfederweg)
Das Problem liegt bei der GPZ dann darin (und allen Krädern mit einer Umlenkung am zentralen Federbein), dass man die Feder soweit vorspannen muß, dass man in den progressiven Bereich der Kinematik kommt. Folge ist nicht nur ein unkomfortables Fahren, sondern ein springendes Hinterrad bei Bodenwellen. Im Grenzfall gefährlich, weil jetzt nicht mehr das Federbein ausreichend federt, sondern der Reifen. In Schräglage kann das bedeuten, dass das Hinterrad wegtrampelt.......AUA
Wenn die Feder zu hart ist, erreicht man die 465 auch, aber der statische Negativfederweg wird auch immer größer, vermindert also den dynamischen Negativfederweg. Die Folge hier ist, dass das FB nur in geringen Maße Kulen in der Strasse ausgleichen kann. Das Rad kann dann den Bodenkontakt verlieren. Wieder: Insgesamt erstmal unkomfortabel, aber in Schräglage eventuell ein Grund, dass das Rad wegtrampelt
In beiden Fällen hilft alles nix: Ein neues Federbein, mindestens eine neue Feder muß her.
Alles klar

?
Robert