starker Leistungsverlust nach ca. 10 min fahrt.

HNocs

New member
Hallo,

bevor ich Euch mein Problem schildere, hier die Grunddaten.

900r Bj. 87
Vergaserbatterie und Ansaugstutzen erneuert (Stutzen für die 114PS Version sind auf meiner 98er verbaut.)
Ventilspiel eingestellt 18/23

Die Batterie hab ich einbauen lassen weil meine Standgasschraube defekt war und ein Ersatz einzeln fast so teuer war wie die komplette Batterie.

So, nun zu meinem Problem.
Sie kam also aus der Werkstatt und lief wieder sehr rund.
Auf den ersten Probekilometern war alles top und so beschloss ich sie auf die Autobahn zu führen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich sie 30 min warm gefahren.
Als sich dann die gelegenheit zum Beschleunigen bot zog sie erst super an um dann bei ~150 im 4ten plötzlich nichts mehr anzunehmen.

Mit gehaltener Kupplung bin ich dann die nächste Ausfahrt raus und hab sie kurz beruhigen lassen.
Erst bei gezogenem Choke wollte sie dann wieder starten und fuhr rellativ gut wieder im Stadtverkehr Heim.
Der einzige Unterschied war ein helles Klackern das ich seit dem wahrgenommen habe.

Am nächste Tag fuhr ich sie dann wieder normal warm und alles war total Problemlos, bis sie auf einmal wieder komplett ohne Leistung da stand. Nur mit Chokeregelung hab ichs noch bis zur Tür geschafft.

Gestern hab ich dann die Ventile eingestellt und wie bereits im letzten Jahr waren mal wieder 50% der Einlassventile und 40% der Auslasser dicht.
Mit neuer Hoffnung komme ich also gerade von einer Probefahrt aber leider hat sich auch dieses mal ein Leistungsverlust gezeigt.
Nicht komplett aber ich merke das sie mal 100%tig auf den Gaszug anspricht..mal 10%ig.
Das helle Klackern oder Klimpern ist immer noch zu hören und steigt in der Frequentz mit der Drehzahl.

Ich bin wirklich überfragt was diesmal wieder mit der Maschiene sein könnte also freue ich mich über jeden Hinweis/ tip.

Herzlichst, Euer Nocs
 
Gestern hab ich dann die Ventile eingestellt und wie bereits im letzten Jahr waren mal wieder 50% der Einlassventile und 40% der Auslasser dicht.

Wenn Du damit meinst, daß das Ventilspiel zu eng war, dann herzlichen Glückwunsch!

Dann sind Deine Ventile im Poppes. Das ist ein Problem, was sich quer durch alle Baujahre zieht. Die Ventilteller fangen an, sich an den Dichtflächen zu verformen. dabei drückt sich das Ventil immer weiter in den Kopf hinein und läßt dabei daß Ventilspiel schrumpfen. Kein Ventilspiel, keine Kompression, keine Leistung.

Abhilfe schafft hier nur ein anderer Zylinderkopf, oder, wenn man's vernünftig machen möchte, den alten Kopf mit neuen Ventilen bestücken.

Gruß, Alex
 
Klingt auch ein bisschen, wie Benzinmangel.
Als wenn Ihr der Saft fehlt, wenn Leistung abgerufen wird.
Aber Alex hat schon Recht, klingt nicht gut.

Stimmt, klingt eher nach beiden. Also auch vielleicht mal Benzinhahn und Vergaser prüfen. Direkt nach dem die Ventile eingestellt sind, sollte sie eigentlich erstmal problemlos laufen. Stell den Benzinhahn vielleicht beim Fahren auf "PRI", das ist die unterste Position. Da sollte der Hahn vollen Durchlaß haben, ohne von der Unterdruckmembran beieinflußt zu werden.

Gruß, Alex
 
Was auch nen gleichen Fehler hervorrufen kann ist ein abgeknickter Benzinschlauch.
Du sagst die Vergaserbatterie ist neu montiert worden.
Wenn Dein Schrauber es mit dem evtl. neuen Schlauch zu gut gemeint hat und dieser zu lang ist, läßt der sich zwar gut am Tank aufstecken, aber wenn man dann den Tank absenkt knickt das Teil ab.
Bei Stadtfahrt reichts dann noch so gerade mit der Benzinzufuhr und auf der BAB läuft der Vergaser leer, weil durch den Knick nicht genug Sprit nachkommt.
Ein zu kleiner oder zugesetzter Benzinfilter macht übrigens den gleichen Ärger.

Was da klackert weiss ich nicht.

PS: die 115PS erreicht man durch andere (innen höhere) Vergaserdeckel.
Die Ansaugstutzen sind bei allenLeistungsvarianten gleich. Nur zur Drosselung von 100PS auf 98PS ist im Stutzen ein Reduzierring drinnen.
 
Ich bedanke mich herzlichst für Eure zahlreichen und tollen Antworten.

Die Sache mit dem Schlauch wäre ja tatsächlich eine tolle Sache, also hoffe ich mal drauf und schau es mir gleich an.

Mal sehen ob ich Glück habe..drückt ruhig alle Daumen.
 
Der Benzinschlauch ist ok...dafür habe ich ein anderes Problem entdeckt das für dei Probleme verantwortlich sein könnte.

Der Stutzen rechts auf der Einlassseite des Verrgasers..ist geschmoltzen.
Einfach in sich zusammengekocht und durch unterdruck komprimiert.
Der zweite sieht auch schon matschig aus.

Außerdem habe ich eine der Rundfedern die um die Stuzten befetstigt sind weiter untern im Motorrad gefunden..
Zusammen, also verhakt..aber nicht mehr um den Stutzen.
Wie ist denn all das möglich?
Hat der Mechaniker eventuel ein etwas größeres Problem für mich geschaffen?

Von der Seite , also in Flucht gesehen sieht es auch nicht so aus als ob alle Stutzen gleich sitzen.

Was hat der denn da gemacht?
 
Kannst Du mal Bilder anhängen?

Für mich klingt das nach Rückschlagen in den Vergaser aber mit richtig Schmackes, sonst schmelzen die Dinger nicht.

Fürs Rückschlagen gibts aber mehrere Ursachen, aber auch hier sind Ventile ein heißer Tipp...

HAst Du keinen in der Nähe, der mal drüber schauen könnte (Alex z.B. in 30km Entfernung😉)?
 
Schade, ich hätte Dir gewünscht, dass es der Schlauch ist.
Aber Du bist ja schon dichter am Fehler dran.
Ich tippe jetzt, wo das einfachste ausgeschlossen ist. auch auf die Ventile.
Wobei sie bei eingeschlagenen Ventilen eigentlich schlecht anspringen müsste.
Aber wer kennt schon alle Macken der Dicken.
Der Tipp vom Sebastian mal den Alex anzuschnacken ist schon der gut.
Wenn Alex Zeit haben sollte, kann er Dir sicher bei der Diagnose weiterhelfen.
 
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