Im Grunde ist es nicht schwer und ich bin der Meinung, dass das jeder Besitzer eines älteren Motorrades können sollte (alleine aus Kostengründen
😉 ).
Du brauchst eine geeignete Fühlerleere, das übliche Werkzeug und Geduld.
Ob die mittlere Verkleidung ab muss, weiß ich nicht (ich fahre ohne
😉 ).
Da solltest du mal vorher Augenmaß anwenden.
Den Lack der linken Unterkante der Maske (am ZyKo) solltest du mit Kreppband schützen.
Dann Tank und Zündspulen sowie Zündstecker entfernen. Dabei merken, welcher Stecker in welchem Zylinder war.
Danach die 6 Schrauben oben am Kopfdeckel lösen und den Deckel nach links rausziehen.
uU solltest du dazu die hintere untere linke Verschraubung der Maske lösen, sodass du diese an der betreffenden Stelle ein wenig bewegen kannst (vorsichtig, versteht sich).
Den Deckel ohne Kratzer rauszukriegen, erfordert ein wenig Sorgfalt.
Der Deckel hat 5 Dichtungen - einmal die Gummidichtung, die ihn nach außen abdichtet und dann noch 4 kleine Gummiteile, die zu den Zündkerzenschächten abdichten und nur von innen zu erreichen sind.
Das Einstellen selber (ganz unten, mit Bildern):
http://www.winni-scheibe.com/ta_technik/ventspiel.htm
da stehen auch paar Basics
Ventilspiel:
Einlass: 0,13-0,18mm
Auslass: 0,18-0,23mm
Den Motor durchdrehen kannst du entweder indem du das Motorrad auf den Hauptständer stellst, einen hohen Gang einlegst und das Hinterrad drehst, bis für einen Zylinder die Nocken "nach außen" zeigen - also keinen Druck mehr auf die Hebel ausüben (der Weg für Faule
😉 )
Oder du baust den kleinen runden Motordeckel auf der linken Seite ab (Vorsicht .. da kommt ein wenig Öl) und kannst dort sowohl ablesen, wann ein Zylinder auf OT steht, als auch den Motor mit Hilfe eines großen Schlüssels durchdrehen (dabei Gang raus).
Beim Zusammenbau Dichtungen kontrollieren und zusehen, dass die Gummidichtungen des ZyKoDeckels sitzen.
PS: Hast du ein Werkstatthandbuch? Wäre sicherlich hilfreich (nicht nur für die Ventile). Falls du eins brauchst, schick mir mal ne PN
😉