Motorrevision nach Lagerschaden

Aber es ist doch so großartig gar nix abgerieben. Kann das noch vom ersten Schaden sein?
Hast Du die Innereien damals nicht gewaschen? Schlamm heißt ja auch, da ist richtig Material abgetragen und dann mit dem Öl vermischt. Nach den Fotos dürfte höchstens ein Schimmer auf dem Altöl sein. Irgendwas stimmt da nicht, denk noch mal genau nach. Hast Du das Altöl noch?

Gruß Micha

Eigentlich hatte ich alles, soweit möglich, gespült. Und ich habe das Öl ja auch nach dem Zusammenbau nach 1500Km noch durch ein Stück Stoff gefiltert.
Das Altöl habe ich wohl nach dem Umzug entsorgt, bzw. wüsste ich auch nicht, in welchem Kanister es ist. Der graue Schlamm war aber in dem Auffangbecken von meiner Ecotanica deutlich zu sehen. Und der Öldruck muss ja auch irgendwo hin sein...
 
Vielleicht sieht es im Original ja anders aus als auf den Fotos, aber so besorgniserregend finde ich die Fotos nicht. Es ist ja bei keiner Lagerschale die 2. Schicht sichtbar.
Ich würde alles so wieder zusammenbauen und zur Beruhigung eine andere Ölpumpe nehmen, meinetwegen die angegriffene Lagerschale noch austauschen. Die Ölpumpe an sich macht mir einen sehr langlebigen Eindruck und meine km-Leistung ist der Beweis, was nicht heißt, das nicht auch mal eine kaputt gehen kann.

Gruß Micha
 
Moin
Was ist nun aus der Sache geworden?
Gruß Michael

Die Kurbelwelle ist bei c-de-villes Kumpel zum Vermessen und Schlagrichten ( wenn nötig ), ebenso die Lagerschale vom 3.Pleuel.

Wir werden uns nochmal die Kupplung anschauen, ob der Abrieb vielleicht von da durch die Kevlar-EBC-Beläge kommt. Das also die Druckplatte sich abarbeitet.
Ansonsten gibt es zur Vorsicht eine neue Lagerschale für's 3. Pleuel, wo ja die Kratzer drin sind, was auf einen Span deutet, der da wohl durchmarschiert ist, neue Schaltgabeln, und gut ist... vielleicht noch eine andere Ölpumpe...

Es war ja nix zu finden...

Interessant ist, daß alle Motoren, die auf den 900R / RX-Motoren basieren, statt 2,7 - 3,3 Bar Öldruck nur noch 2 - 3 Bar fahren...

Gruß, Alex
 
Hallo Alex,
hat einer ein Indometer um die zusammengeschraubten Pleul ohne Lagerschalen auf Rundheit zu prüfen .Ich hatte schon mehrfach ovale untere Pleulaugen in der Hand .
Die Spuren in deinen Lagerschalen sind ja sehr verstreut , was die Bereiche angeht.
Weiterhin die Kurbelwelle mit Lagerschalen in die jeweils untere und dann mal obere Motorhälfte legen und mit Öl benetzten Lagern frei drehen lassen .
Habe so Motorgehäuse mit innerem Verzug aussortiert ,wohl durch Unfall entstanden .
Die Hauptlagerschalen halt auch mal genauer ansehen , ob die Gleichmäßig getragen haben .
Andere Frage , die Kurbelwelle und der Korb passen aber von den Zähnen her zusammen ?
Sollte ja , da du damit gefahren bist passen . Ist halt manchmal nicht nur die Zähnezahl entscheident , der Modul vom Zahn sollte passen.
Zu Kupplung und den Belägen.
Es gäbe die Möglichkeit jeweil die untere und obere Reibscheibe duch eine Weichere (Originale) zu ersetzen .Wird auch in Serie teilweise so verbaut.
Damit währe es an den 2 Aluteilen weniger gefräßig.

frohes Feiertagsschrauben :s072:
 
Moin MZ-Mann,

Der Motor wurde seinerzeit von einem ziemlich gründlichen Kawa-Schrauber umgebaut. Ich weiß, daß er die Kurbelwelle im Gehäuse hat frei drehen lassen, da war ich dabei. Nach dem Pleuellagerschaden allerdings hab ich mich damit beschieden, einfach nur die Lagerspiele der intakten alten und nachher der neuen Lager mit Plastigage auszumessen.

Ob die Pleuelaugen von ihm damals auf Rundheit geprüft wurden, weiß ich nicht. Da er sehr gewissenhaft war, denke ich ja. Ich nach dem Schaden jedenfalls nicht. Ich bin ja erst mal von einem Problem bei dem Ölwannenumbau ausgegangen, da ja auch sonst nichts zu sehen war.

Den Modul habe ich tatsächlich nicht geprüft, weil die Kombination RX-Kurbelwelle mit 900R-Korb ja hier schon einige fahren. Der Motor lief aber mechanisch völlig unauffällig.

Ich bin auch noch nicht zu gekommen, in die Kupplung zu gucken, da die Maschine bei einem Kumpel steht und ich mich die letzten Wochen auch mehr mit dem Pontiac beschäftigt habe.

Gruß, Alex
 
Hallo Alex , gute Informationen .
An welcher Stelle das Pleul mit dem Lagerschaden verbaut war und wieder verbaut wurde ist hoffentlich bekannt .
Du hast den Motor wegen den Alufarbenen Öl oder Ölschlamm zerlegt und nicht wegen Laufgeräuschen oder Leistungsverlust ?? Hab ich das so Richtig herausgelesen ?
Von den abgebildenen Lagerschalen kann nicht viel dafür verantwortlich sein , die sehen eher wie zu Trocken aus-also öllos gelaufen -die Hauptlager ansehen und die Bohrungen im Block und die in der Kurbelwelle mal Reinigen . zB. mit Pfeifenbürste, haste ja bestimmt daliegen .alles auf ein weißes Tuch beim Reinigen legen .
Ich hatte leider schon Motoren mit vertauschten oder verdrehten Nockenwellenlagerdeckeln , die haben dann gefressen und liefen dann aber meist wieder.
Aluabrieb im Öl .
Ne komplett ander Richtung wenn dies alles nicht die Ursache für die Verfärbung des Öls ist, kanns am Öl selbst liegen. Es gibt-gab Öle mit Festschmierstoffen , aber für Motoren ohne Kat und mechanisch stark beanspruchtem Ventieltrieb .Die alten Löle bis ca. SL sind so aufgebaut, aber ob es heute noch so produziert wird ??
Deinen Ölkreislaufumbau würde ich gerne mal näher kennen lernen . also wie und was mit welcher Ölwanne , gefiltertes Öl und ungefiltertes Öl in welche richtungen zusammengebracht, Lager der Öldruchventile in Pumpe odr Wanne ,Anchluß Ölkühler .....
Wichtig währe ja rauszufinden , warum das erste Mal der Pleullagerschaden entstand .
Mir währen 3 Liter Öl zu wenig , da ich meist zu Drehzahlfreudig unterwgs war/bin.
 
So, der Motor ist wieder drinnen und läuft auch schon.
Letzten Endes war es doch tatsächlich das Getriebeausgangslager, was sich in seinem Sitz gedreht hatte. Gesehen hat man das aber nur im Gehäuse-Unterteil. Und was macht man mit dem, wenn man den Motor zerlegt? Richtig, zur Seite legen :s015:

Naja, Lehrgeld. Aber so wurde die Kurbelwelle noch mal von einem Motorenspezie genau geprüft und für gut befunden. Das dritte Pleuellager, was so komische Kratzer in der Oberfläche hatte, habe ich auch noch mal getauscht, dazu vorsichtshalber auch das Überdruckventil an der Pumpe.

Die Riefen in der Lagerfläche des Getriebelagers habe ich mit Kaltmetall ausgezogen und das neue Lager dann nachher mit Lager-Kleber eingesetzt.

Bei den 2-3T Km, was die im Jahr noch sieht, rupfe ich nicht den ganzen Motor auseinander, um ein anderes gebrauchtes Gehäuse einzubauen, wo man auch nicht weiß, ob das nicht irgendwo eine Macke hat.

Wie der Schaden entstanden ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Kettenspannung fahre ich ja eher zu lose, als zu stramm.

Auf jeden Fall hat mir das wieder gezeigt, daß man solche Arbeiten zu hause machen muss, damit man dran bleibt. Da ich ja grad für sowas keinen Platz habe, habe ich das bei einem Kumpel gemacht. Dadurch und auch durch andere Umstände sind dann aus vielleicht 6 Wochen fast 2 Jahre geworden.:s124:
 

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Das mit der Getriebeausgangswelle hatte ich bei fast jedem RX-Motor den der Mechaniker zerlegt hat. Auch bei 900er Motor war es teilweise so. Wenn das Spiel zugroß dann ist das nur noch altaluminium.... Falls du solche Gehäusehälften willst, habe hier einige liegen....
 
Das Ausgangslager wird doch zusätzlich auch mit einem Halbring gehalten und so gegen verdrehen gesichert (Ausgalngslager mit Nut für den Halbring). Hast den auch eingesetzt oder fehlte der?
 
Hallo Rüdiger , da haste ja Recht mit dem halben Ring.
Aber das Lager hat eine umlaufende Nut und dreht dann frei , wenns nicht mehr klemmt im Gehäuse.Denke auch da ist die vorangegangene Kettenspannung ein Anfangspunkt , den keiner mehr Nachvollziehen kann .

Hat schon wer die Nut im Gehäuse im Umfang nachgestochen ?
 
Das Ausgangslager wird doch zusätzlich auch mit einem Halbring gehalten und so gegen verdrehen gesichert (Ausgalngslager mit Nut für den Halbring). Hast den auch eingesetzt oder fehlte der?

Moin!

Nö, der ist da und sitzt in der oberen Gehäuse-Schale und hat auch kein spürbares seitliches Spiel, was ja auch schon einige hatten. Aber der ist ja nur da um ein axiales Wandern zu verhindern.
 
Ich denke der Kleber ist besser als Alu-Guss.
Keine Bedenken.

Ich hab vor 37 Jahren Ortgang-Ziegel auf Stoß geklebt,
die hängen immer noch.
Und würde einer brechen, dann nicht an der Klebestelle!
 
Komisch, muß ich wohl was verpasst haben .😮
Ich hatte vor 37 Jahren keine Ortgang Ziegel im Motor 😀😁😂😅😆
 
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