Kettenradversatz

Alex

Well-known member
Wieviel Kettenradversatz ist maximal tolerierbar? 2mm sind auf jeden Fall zuviel, das hat deutlich Spuren am Ritzel hinterlassen.

Hintergrund ist folgender: Anno Domina 2000 haben wir meinen Hinterrad so ausgeführt, daß ich mit der langen Getriebe-Ausgangswelle von der ZZR 1100D ein normales gerades Ritzel fahren konnte. Irgendwelche Probleme damit sind mir nicht in Erinnerung.

Irgendwann, so um 2005, glaub ich, kam ich dann auf die glorreiche Idee, eine Metmachex-Superbikeschwinge zu verbauen. Damit ging der Spaß erst los. Da das Mopped zu der Zeit irgendwie gerade bei meinem damaligen Schrauber war, konnten wir uns das dann auch gleich zusammen ansehen.

Die Kettenflucht paßte nun gar nicht mehr. Schlußendlich half ein Ritzel der ZZR 1100 C, allerdings nach innen gekröpft. Vermessen haben wir damals die Schwinge allerdings daraufhin nicht.

Beim nächsten Kettensatzwechsel viel mir wieder starker Abrieb am vorderen Ritzel und zwischendrin auch Abrieb an der Reifenflanke auf. Ein Vermessen mit einer Stahl-Winkelstange ergab immer noch einen starken Versatz. Wenn ich das aber versuchen wollte auszugleichen, wäre die Kette dem Unterzug ziemlich nahe gekommen.

Also habe ich gleichzeitig mit dem Ausgleichen das Hinterrad um einige Millimeter nach rechts aussermiitig versetzt. Eine Scheibe von 4mm brachte dann das Ritzel noch nach aussen.

Dieser Tage bin ich nun wieder mit dem Kettensatz beschäftigt. Wieder auf der Innenseite am Ritzel starker Abrieb. Mittlerweile bin ich aber im Besitz eines Kettenlasers.

Wollt Ihr raten?

Genau! Besagte 2mm Versatz. Das Ritzel muß weiter raus. Nach einigem Messen mit verschiedenen Ritzeln ist die Lösung jetzt ein TomCat-Ritzel nach innen ohne die Scheibe.

Nun bin ich aber am Überlegen, ob ich wieder versuche das Hinterrad wieder mittig zu setzen. Ich kann mit den Rad nun maximal 4mm nach links. Allerdings fehlt mir dann noch 1mm für eine 100%ige Ausrichtung. Um den müßte das Ritzel noch nach innen.

Daher: Ist 1mm Ritzelversatz noch tolerierbar? Die Kette gibt es ja eigentlich auf den Rädern her...

Oder ich fahre halt weiter mit dem aussermittigen Rad und hab's nun 100-Laser%ig. Merken tut man das beim Fahren ja eh nicht.

Ich habe den Laser nun mal auf die Schwingenachsenschrauben gehalten und nach hinten gelasert. Bis auf 1-2mm Toleranz vom Auflegen, weil die Schrauben nicht ganz eben sind, ist die Schwinge scheinbar mittig.

Gruß, Alex
 
Tja, ist nun mal ne Scheiß Schwinge, hatte die auch Jahrelang ohne das die Kette sauber laufen konnte. Umbau auf Normale Schwingenform ohne Unterzug und schon steht das Rad Mittig, gute Kettenflucht...
 
Meiner Meinung nach brauchen wir bei unseren Mühlen auf paar mm nicht achten . Wer kann denn von sich sagen einen 100%igen Rahmen zu fahren . Hat den original Rahmen denn mal jemand auf Herz und Maße geprüft ? Ich kann mir nicht vorstellen das die alle gleich und auf mm gerade sind . Son Ritzel kost doch nicht die Welt und da die meisten nicht jedes Jahr 30000km auf den Tacho bekommen , kaufst halt alle Jahre mal ein neues🙁 Mein Ritzel war nach 20000km ziemlich fertig , gemerkt hab ich das beim Fahren aber nicht , nur beim Schrauben gesehen.
 
Wie Rüdiger auch schon sagte - ich bin auch von den Matchmex, ARC, WBO-Schwingen abgekommen, da die "nur" immer so um 240mm Weite haben. Da kommste schnell in Schwulitäten. Die Fischerfelgen seinerzeit haben gut gepasst, auch in 6". Das lag aber daran das Fischer (ggf. wie auch Wiwo, Phönix, PVM) recht schmale Kettenradträger bauen. Letztendlich hat mich auch gestört das die Kette fast immer irgendwie am Unterzug geschliffen hat in besonderen Fahrzuständen. Dabei war das Rad aber auch mittig eingebaut. Mehr wie ein 180er ging aber echt nimmer. Dann lieber ne ZZR-Schwinge und da nen Zug dranschweissen lassen - wenns optisch ein Unterzug sein muss. Und schon haste gute 20mm mehr Spielraum. Und spätestens auf anspruchvollen Strecken merkste 1-2cm Versatz und/oder Schrägstellung der Felge. Zumindest wenns Fahrwerk in Ordnung ist. Ansonsten geht so ein Versatz in den anderen Unzulänglichkeiten unter...
 
Meiner Meinung nach brauchen wir bei unseren Mühlen auf paar mm nicht achten . Wer kann denn von sich sagen einen 100%igen Rahmen zu fahren . Hat den original Rahmen denn mal jemand auf Herz und Maße geprüft ? Ich kann mir nicht vorstellen das die alle gleich und auf mm gerade sind . Son Ritzel kost doch nicht die Welt und da die meisten nicht jedes Jahr 30000km auf den Tacho bekommen , kaufst halt alle Jahre mal ein neues🙁 Mein Ritzel war nach 20000km ziemlich fertig , gemerkt hab ich das beim Fahren aber nicht , nur beim Schrauben gesehen.

Das Problem ist nicht so das Ritzel/ Kettenrad, auch die Kette war nach ein paar Tausend Kilometern für die Tonne durch die Seitenbelastung und Abrieb
 
Und spätestens auf anspruchvollen Strecken merkste 1-2cm Versatz und/oder Schrägstellung der Felge. Zumindest wenns Fahrwerk in Ordnung ist. Ansonsten geht so ein Versatz in den anderen Unzulänglichkeiten unter...

Naja, ich hab rund 5 mm Versatz nach rechts. Das siehst man auch nur, wenn man zum Kennzeichen peilt.

Ich werd mir jetzt mal neue Distanzen machen und das Rad mittig setzen. Dann schaue ich mal, was die Kette mit dem Unterzug in Verbindung mit der Kettenrolle und dem längeren Federbein so anstellt. Die jetzigen Distanzen bleiben auf jeden Fall für den Notfall liegen. Selbst den fehlenden Milimeter müßte ich noch raus bekommen, wenn ich am Kettenradträger den Bund für den Wellendichtring etwas abdrehe und statt des 7mm-Dichtringes einer 5mm nehme.

Raus bauen würde ich diese Schwinge eigentlich nur ungern.

Mucki hat da aber wahrscheinlich auch nicht unrecht: Das, was die alte Schwinge in die eine Richtung vom Nullpunkt stand, steht diese wahrscheinlich in die andere, und schon paßt nix mehr...

Gruß, Alex
 
So, nach dem ich nun einige Zeit damit verbracht habe, nochmals alles durch zu messen, steht folgendes fest:

Der Kettenradträger eiert an seiner Auflage für's Kettenrad um 0,7mm. Also eiert natürlich auch das Kettenrad. Durch das Eiern wandert der Laserpunkt am Ritzel um knapp 3mm. Ein genaues Einmessen ist daher also fast unmöglich. Durch das andere Ritzel sieht jetzt die Kettenflucht auf jeden Fall besser aus. Das ließ sich nun doch wieder mit einem Flachstahl halbwegs gut ausmessen.

Das Rad in die Mitte zu bekommen, ist in jeden Fall Utopie. Zum einen bekomme ich mit der langen Getriebewelle das Ritzel nicht richtig eingestellt, zum Anderen müßte ich mit der Felge mindestens 5mm nach links. Das klappt aber wegen dem Unterzug nicht, da jetzt schon nur 5mm Luft zwischen Kette und Unterzug sind.

Da ich lange nach dieser Schwinge gesucht habe, und mich mit einer ZZR-Schwinge noch nicht so richtig anfreunden kann, bleibt erst mal alles beim Alten. Der letzte Kettensatz hat jetzt 29T Km gehalten, da habe ich noch einige Zeit zum Überlegen.

Das Einzige, was ich wohl machen werde, ist mir noch mal den Kettenradträger anzuschauen. Da die Kettenradaufnahme nicht bearbeitet wurde, ist der Fehler entweder schon werksmäßig vorhanden, oder beim letzten Kugellagertausch ist was schief gegangen.


Gruß, Alex
 
So, nach dem ich nun einige Zeit damit verbracht habe, nochmals alles durch zu messen, steht folgendes fest:

Der Kettenradträger eiert an seiner Auflage für's Kettenrad um 0,7mm. Also eiert natürlich auch das Kettenrad. Durch das Eiern wandert der Laserpunkt am Ritzel um knapp 3mm. Ein genaues Einmessen ist daher also fast unmöglich. Durch das andere Ritzel sieht jetzt die Kettenflucht auf jeden Fall besser aus. Das ließ sich nun doch wieder mit einem Flachstahl halbwegs gut ausmessen.

Das Rad in die Mitte zu bekommen, ist in jeden Fall Utopie. Zum einen bekomme ich mit der langen Getriebewelle das Ritzel nicht richtig eingestellt, zum Anderen müßte ich mit der Felge mindestens 5mm nach links. Das klappt aber wegen dem Unterzug nicht, da jetzt schon nur 5mm Luft zwischen Kette und Unterzug sind.

Da ich lange nach dieser Schwinge gesucht habe, und mich mit einer ZZR-Schwinge noch nicht so richtig anfreunden kann, bleibt erst mal alles beim Alten. Der letzte Kettensatz hat jetzt 29T Km gehalten, da habe ich noch einige Zeit zum Überlegen.

Das Einzige, was ich wohl machen werde, ist mir noch mal den Kettenradträger anzuschauen. Da die Kettenradaufnahme nicht bearbeitet wurde, ist der Fehler entweder schon werksmäßig vorhanden, oder beim letzten Kugellagertausch ist was schief gegangen.


Gruß, Alex


Kannst Du nicht den Unterzug bearbeiten?
Hab ich auch schon mal wo gesehen, ne' Ecke raus genommen und wieder ordentlich verschweißt. Muss natürlich genug "Fleisch" dran sein.
 
Moin Alex,

~ 5mm Versatz ist ein bischen unschön. Warum drehst Du nicht die Kettenblattaufnahme soweit runter, daß nach dem zentrieren der Felge die Kettenflucht stimmt bzw. die Kette genügend frei am Unterzug läuft?


Grüße

Michael
 
Moin
Nimm nen 520er Kettensatz dann hast noch nen paar mm gewonnen.
Gruss Michael

Hmm... ist der mit den 125 PS und den 1100 ccm nicht etwas übervordert? Mal abgesehen davon, daß ich jetzt ja grad einen niegel-nagel-neuen Satz drauf hab.

Ansonsten ist die Idee auch eine Alternative. Das habe ich auch an einer GPZ schon mal gesehen. Die hatte ein 6" Fischerrad drin, da war das mit dem Reifen auch sehr eng.

Gruß, Alex
 
Also ich hab ja nun auch so eine Unterzug Schwinge in der 1
Dachte mir, die kann der Kawa Vertrags Jodler meines Vertrauens in meinem Urlaub schnell reinkloppen
Kiste war ja eh zur grossen Inspektion da....
Nun....einfach gedacht....aber längst nicht gemacht.
Waren reichlich Nacharbeiten zur Anpassung an meinen Rahmen nötig.
Da ich nur ne 5er Felge hinten habe ging das aber ganz gut. Kettenflucht passt.
Originalritzel 17er ( mit ner Unterlegscheibe ) und fertig. 16er ging nicht, schleifft und ZX 10 hat es nicht gebraucht.
In Verbindung mit einem ZZR 1200 Beinchen schleift auch nix.
Nur das Thema Kettenschleiffer selbst hab ich noch nicht entgültig gelöst.
Ich werde wohl eine Carbonplatte verkleben.

520er war auch eine Überlegung
Macht zwar nicht so viel aus....aber manchmal sind das eben nur mm
Und aushalten is kein Problem.
Warum auch.
Fahren doch genug leistungsstarke Flottmepetten in Serie mit rum.
Ne, das is kein Problem.
Wirst nur kein Ritzel / Kettenrad in 520 von der Stange kaufen können.
Aber da kann KJ weiterhelfen
 
Nur das Thema Kettenschleiffer selbst hab ich noch nicht entgültig gelöst.
Ich werde wohl eine Carbonplatte verkleben.
Carbonplatte,nee zu hart, Kettenschleifer baut man aus Frühstücksbrettchen aus schnittfestem POM...... sind günstig und mein Kettenschleifer zeigt nach über 3 Jahren noch keine Schwächeanzeichen:s126:
 
Hmm... ist der mit den 125 PS und den 1100 ccm nicht etwas übervordert?


ein Irrglaube, dass eine schmälere Kette auch weniger aushält.

Diese Ketten haben meist die selben Laschen, nur die Rollen dazwischen sind schmäler, bzw auch kleiner. Das bedingt dann auch schmälere Kettenräder bzw eine andere Teilung

Im Zubehörmarkt gibt es zb. Kettensätze für die ZX 10R wahlweise in 520er oder auch 525er Kette.


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ein Irrglaube, dass eine schmälere Kette auch weniger aushält.

Diese Ketten haben meist die selben Laschen, nur die Rollen dazwischen sind schmäler, bzw auch kleiner. Das bedingt dann auch schmälere Kettenräder bzw eine andere Teilung

Im Zubehörmarkt gibt es zb. Kettensätze für die ZX 10R wahlweise in 520er oder auch 525er Kette.


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Wieder was dazu gelernt, danke! Ich muß aber auch zugeben, daß ich mich damit noch nie beschäftigt habe.
Jetzt bleibt aber erst mal alles, wie es ist. Kann ja schlecht den 530er Kettensatz wieder verkaufen...:s033: Und dann wäre eh noch das Problem mit der langen Welle. Und ich reiße bestimmt nicht den Motor raus, damit das Rad um 5mm wieder mittig sitzt. Ich bin jetzt irgendwie 5 oder 7 Jahre so gefahren, dann wird's auch noch etwas gehen...
 
Carbonplatte,nee zu hart, Kettenschleifer baut man aus Frühstücksbrettchen aus schnittfestem POM...... sind günstig und mein Kettenschleifer zeigt nach über 3 Jahren noch keine Schwächeanzeichen:s126:

Wo wir grad dabei sind: Meiner ist ja auch schon aus POM-Meterware selbst gebaut, aber ich muß den noch verlängern.

Ich dachte immer, POM läßt sich warm machen und biegen? Hab es zwar damals halbwegs hinbekommen, aber die Biegekanten sind trotzdem rissig. Was gibt es denn Vergleichbares, was man warm biegen kann?
 
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