JilleStyle
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Hallo zusammen,
ich kämpfe bei meiner GPZ 900R mittlerweile schon länger mit einem hartnäckigen Vergaser-/Leerlaufproblem und komme langsam an den Punkt, an dem mir die Ideen ausgehen.
Die GPZ läuft grundsätzlich mittlerweile sehr gut, springt an, nimmt Gas an und fährt auch vernünftig. Ein Problem bleibt aber bestehen:
Nach einem Gasstoß fällt die Drehzahl teilweise nicht mehr auf den normalen Leerlauf zurück, sondern bleibt bei ca. 3.000 U/min hängen.
Der eigentliche Leerlauf liegt ansonsten stabil bei etwa 1.100–1.200 U/min.
Sie dreht dabei inzwischen nicht einfach von selbst aus dem Leerlauf hoch. Das Problem tritt hauptsächlich auf, nachdem man Gas gegeben hat: Gasgriff zu, Drosselklappen gehen zurück, Drehzahl bleibt trotzdem bei ca. 3.000 U/min stehen.
Folgendes wurde mittlerweile gemacht/geprüft:
Der interessanteste Befund ist die Benzinzufuhr:
Wenn das Motorrad bei ca. 3.000 U/min hängen bleibt und ich die Benzinzufuhr schließe, läuft der Motor zunächst weiter. Sobald der Kraftstoffstand in den Schwimmerkammern etwas abgesunken ist, verschwindet das Problem plötzlich:
Gasstoß → Drehzahl fällt wieder sauber auf ca. 1.200 U/min zurück.
Öffne ich die Benzinzufuhr anschließend wieder, ist das Hanging Idle wieder da.
Das Ganze ließ sich reproduzieren.
Deshalb hatte ich zunächst die Schwimmerstände bzw. undichte Nadelventile im Verdacht. Das Merkwürdige ist aber: Ich habe die Vergaserbank anschließend wieder ausgebaut, Benzin angeschlossen und alle vier Kraftstoffstände nass kontrolliert – sie stimmen. Kein Vergaser steht deutlich zu hoch oder läuft über.
Auch verschiedene Kombinationen aus originalen/Nachbau-Schwimmern und originalen/Keyster-Nadeln haben grundsätzlich dasselbe Verhalten gezeigt.
Ein weiterer Test war der Choke: Wenn sie bei ca. 3.000 U/min hängt und ich langsam Choke gebe, passiert zunächst relativ wenig. Bei mehr Choke verschluckt/holpert sie kurz und dreht anschließend teilweise sogar noch höher. Mein Eindruck ist daher, dass sie bei normalem Kraftstoffstand eventuell ohnehin schon relativ fett läuft.
Eine Sache möchte ich als Nächstes noch testen:
Beim Einstellen der Schwimmerstände auf der Werkbank hing mein Benzinbehälter relativ niedrig. Beim Test am Motorrad befand sich der Tank/Kraftstoffspiegel schätzungsweise 40 cm höher. Ich möchte deshalb die Nassstände nochmal mit entsprechend höher gehängtem Benzinbehälter kontrollieren und schauen, ob die Nadelventile bei etwas höherem statischem Druck eventuell doch langsam durchlassen bzw. der Pegel ansteigt.
Was mich aktuell irritiert:
Warum läuft der Motor mit absinkendem Schwimmerkammerpegel plötzlich perfekt und tourt sauber ab, obwohl die Kraftstoffstände bei normaler Benzinzufuhr laut Nassmessung korrekt sind?
Hat jemand bei den CVK34 der GPZ 900R schon einmal ein ähnliches Verhalten gehabt?
Insbesondere würden mich Erfahrungen interessieren mit:
Ich möchte ungern einfach den Schwimmerstand absichtlich zu niedrig einstellen, nur weil sie dann besser läuft. Eigentlich sollte sie ja mit dem vorgesehenen Kraftstoffniveau korrekt funktionieren.
Vielleicht hat jemand noch eine Idee, welcher gemeinsame Faktor alle vier Vergaser bei normalem Kraftstoffstand zu stark anfetten könnte bzw. warum das Absenken des Pegels das Problem vollständig beseitigt.
ich kämpfe bei meiner GPZ 900R mittlerweile schon länger mit einem hartnäckigen Vergaser-/Leerlaufproblem und komme langsam an den Punkt, an dem mir die Ideen ausgehen.
Die GPZ läuft grundsätzlich mittlerweile sehr gut, springt an, nimmt Gas an und fährt auch vernünftig. Ein Problem bleibt aber bestehen:
Nach einem Gasstoß fällt die Drehzahl teilweise nicht mehr auf den normalen Leerlauf zurück, sondern bleibt bei ca. 3.000 U/min hängen.
Der eigentliche Leerlauf liegt ansonsten stabil bei etwa 1.100–1.200 U/min.
Sie dreht dabei inzwischen nicht einfach von selbst aus dem Leerlauf hoch. Das Problem tritt hauptsächlich auf, nachdem man Gas gegeben hat: Gasgriff zu, Drosselklappen gehen zurück, Drehzahl bleibt trotzdem bei ca. 3.000 U/min stehen.
Folgendes wurde mittlerweile gemacht/geprüft:
- Vergaserbank mehrfach zerlegt und gereinigt
- Leerlaufkanäle mit Reiniger/Druckluft durchgeblasen
- Vergaser mehrfach synchronisiert
- originale Leerlaufgemischschrauben wieder eingebaut, aktuell ca. 2,5 Umdrehungen raus
- Keyster #35 Leerlaufdüsen verbaut; originale Düsen sind ebenfalls #35
- Schwimmerstände mehrfach nass mit Klarsichtschlauch eingestellt
- aktuell liegen alle vier ziemlich genau auf Höhe der Schwimmerkammer-/Vergasergehäusekante; einer eventuell ca. 1 mm niedriger
- sowohl originale als auch Nachbau-Schwimmer ausprobiert
- sowohl originale als auch Keyster-Schwimmernadeln ausprobiert
- Schwimmernadelsitze gereinigt/poliert
- zwei Membranen hatten kleine Löcher und wurden gegen intakte Membranen aus einer Spender-Vergaserbank ersetzt
- eine weitere Membran war einmal unter dem Deckel eingeklemmt; ebenfalls behoben
- Drosselklappen schließen und schnappen sauber zurück
- Gaszug als Ursache ausgeschlossen
- Ansaugstutzen motorseitig auf Nebenluft geprüft → unauffällig
- Choke-Plunger ausgebaut/geprüft → sehen alle einwandfrei aus und schließen mechanisch sauber
- Zündung/Kerzen ebenfalls überprüft; eine zuvor lose Zündkerze wurde behoben, wodurch der normale Leerlauf deutlich besser geworden ist
Der interessanteste Befund ist die Benzinzufuhr:
Wenn das Motorrad bei ca. 3.000 U/min hängen bleibt und ich die Benzinzufuhr schließe, läuft der Motor zunächst weiter. Sobald der Kraftstoffstand in den Schwimmerkammern etwas abgesunken ist, verschwindet das Problem plötzlich:
Gasstoß → Drehzahl fällt wieder sauber auf ca. 1.200 U/min zurück.
Öffne ich die Benzinzufuhr anschließend wieder, ist das Hanging Idle wieder da.
Das Ganze ließ sich reproduzieren.
Deshalb hatte ich zunächst die Schwimmerstände bzw. undichte Nadelventile im Verdacht. Das Merkwürdige ist aber: Ich habe die Vergaserbank anschließend wieder ausgebaut, Benzin angeschlossen und alle vier Kraftstoffstände nass kontrolliert – sie stimmen. Kein Vergaser steht deutlich zu hoch oder läuft über.
Auch verschiedene Kombinationen aus originalen/Nachbau-Schwimmern und originalen/Keyster-Nadeln haben grundsätzlich dasselbe Verhalten gezeigt.
Ein weiterer Test war der Choke: Wenn sie bei ca. 3.000 U/min hängt und ich langsam Choke gebe, passiert zunächst relativ wenig. Bei mehr Choke verschluckt/holpert sie kurz und dreht anschließend teilweise sogar noch höher. Mein Eindruck ist daher, dass sie bei normalem Kraftstoffstand eventuell ohnehin schon relativ fett läuft.
Eine Sache möchte ich als Nächstes noch testen:
Beim Einstellen der Schwimmerstände auf der Werkbank hing mein Benzinbehälter relativ niedrig. Beim Test am Motorrad befand sich der Tank/Kraftstoffspiegel schätzungsweise 40 cm höher. Ich möchte deshalb die Nassstände nochmal mit entsprechend höher gehängtem Benzinbehälter kontrollieren und schauen, ob die Nadelventile bei etwas höherem statischem Druck eventuell doch langsam durchlassen bzw. der Pegel ansteigt.
Was mich aktuell irritiert:
Warum läuft der Motor mit absinkendem Schwimmerkammerpegel plötzlich perfekt und tourt sauber ab, obwohl die Kraftstoffstände bei normaler Benzinzufuhr laut Nassmessung korrekt sind?
Hat jemand bei den CVK34 der GPZ 900R schon einmal ein ähnliches Verhalten gehabt?
Insbesondere würden mich Erfahrungen interessieren mit:
- Nadelventilen/Sitzen, die erst bei etwas höherem Zulaufdruck Probleme machen
- Keyster #35 Leerlaufdüsen trotz nominell gleicher Größe wie OEM
- Startanreicherung/Choke, obwohl die Plunger optisch und mechanisch in Ordnung sind
- anderen Ursachen, warum ein CVK bei korrektem Nassstand zu fett bzw. mit Hanging Idle läuft
Ich möchte ungern einfach den Schwimmerstand absichtlich zu niedrig einstellen, nur weil sie dann besser läuft. Eigentlich sollte sie ja mit dem vorgesehenen Kraftstoffniveau korrekt funktionieren.
Vielleicht hat jemand noch eine Idee, welcher gemeinsame Faktor alle vier Vergaser bei normalem Kraftstoffstand zu stark anfetten könnte bzw. warum das Absenken des Pegels das Problem vollständig beseitigt.