900R läuft nur auf 3 Zylindern, dreht ohne Last hoch

Austauschmotor drin...

Moin zusammen, hab lange nix von mir hören lassen - das liegt daran, dass erst jetzt der Plan für April halbwegs aufgegangen ist: Der Motor läuft wie ein Uhrwerk. Hab ja noch 2 Wochen zum Fahren 🙂... Nur der Vergaser hat noch ein paar Macken, doch das kommt für die nächste Saison / über Winter.

Also: Der Motor hatte so viel Zicken gemacht, ein Fass ohne Boden, dass ich im Juni einfach mal die Schnauze voll hatte. Django hat mir dann ein Angebot gemacht, das ich nicht ablehnen konnte: Austauschmotor, überholt, auf den neuesten Revisionsstand gebracht, zu fairem Preis (wenn man bedenkt, wie viel Arbeit und Teile dahinter stecken). Einziger Haken: Dauert halt.

Letztes Wochenende war´s soweit: Django hat den Motor gebracht (!), Garage war auch noch da, zu dritt haben wir geschraubt wie die Großen, ein oder zwei Kaltgetränke zu uns genommen, und am Samstag gegen Mittag schon lief das Teil beim ersten Versuch.

Schon beim Motor-Ausbau wieder einige Schrauben gefunden (oder eben nicht), welche der Vorbesitzer "vergessen" hatte. Aber schwarzer Lack auf der Außenseite der Krümmer-Halbmonde... Und der Spacer zwischen Kupplungsnehmer und Gehäuse hat auch gefehlt. Da kann die Kupplung ja nicht greifen. Oh Mann! Lehrgeld...

Sonntag dann erste Probefahrt. Ja, SO war das gedacht.

@Django: Saubere Arbeit! Danke Dir! Und auch vielen Dank für Deine Hilfe und die weite Anreise. 1a.

@Garage: Danke!

So, jetzt ist Grund drin in der Karre... Weiter geht´s.
 
Ja war prima bei dir und hat auch Spaß gemacht (außer das deine Tochter die Massage nicht gemacht hat). Habe dir ja gesagt das du den Versager machen musst sonst wirst du nicht froh. Motor mäßig hast du jetzt länger mal Ruhe. Denk an den Ölwechsel.
 
Update - und wie gehts weiter - Power to the Bauer?

Hallo zusammen,

so, die ersten 1000 km am Stück und ohne schrauben zu müssen sind durch. So viel, so gut.

Djangos Motor läuft, ohne zu mucken, aber der Versager, oh Mann, der Versager. Noch mal sauber machen lassen und endlich eine Einstellung gefunden (= vom Profi-Schrauber finden lassen, wir hatten es im Herbst mit vereinten Kräften nicht hinbekommen...), bei der die Karre stabil läuft, auch im Standgas, und nicht unkontrolliert hoch dreht. Aber die Schieber und die Führungen sind am Ende.

Und, ja nun, das Teil gönnt sich bei straffer Fahrweise 15 Liter auf 100 km und zieht trotzdem keine Scheibe Wurst vom Brot. Jedenfalls nicht so, wie ich mich dran erinnere... Ist ne alte Lady, ja, aber dennoch... bei 200 ist Schluss, nur noch mit Quälen geht ein klein wenig mehr. Das sind gefühlte 80 PS, keine 115.

Also: Ran an den Vergaser.

Und wenn, dann keine halben Sachen - Rep Kit, Düsen, bla bla kann man tauschen - aber die Alu-Schieber und ihre Führungen eher schwer, oder? Und wenn man was gebraucht bekommt, dann ist der Teil vermutlich genauso ausgelutscht.

Also neu?

Früher hab ich das Teil mit Renn-Vergaser und offenen Trichtern gefahren. Wer braucht schon einen Luftfilter? - Das war nett. Die Vergaser gibt es auch heute noch in neu (z.B. Keihin...).

Wie viel davon wäre denn - bei einem Oldtimer - "legal" ?

Davon abgesehen, dass es finanziell natürlich gar keinen Sinn macht, fast mehr für einen neuen Vergaser auszugeben, als die ganze Karre wert ist, was haltet Ihr technisch davon?

Danke Euch!
 
Zuerst würde ich mal den alten Vergaser checken,
es laufen welche bis weit über 100 000 km.

Drosselklappenwelle ohne /wenig Spiel?
Sind die Schieberflügel wirklich so ausgeleiert, dasss glätten nicht reicht?
Sind die Membranen echt geprüft?
Deckel mit Anschlag drin?
Richtige Nadeln richtig drin?
Düsen und Nadeln-Nummer gecheckt?
Kanäle ALLE freigängig? Ultraschall ist eher was für die Optik.
LLGS-Sitz poliert, neue O-Ringe. Einstellen nach Vorschrift.
Choke ok, zerlegt?

Kann nämlich sein, dass du bei einem "Neuen" ZRX-Vergaser dieses Programm auch abspulen mußt.

Ich hab in der ZL einen relativ ausgleierten Vergaser drin, weil Versuchs-Manipulationen,
unten rum bissl motzig, aber dann volle Pulle.
7,5-8,5ltr/100km, und ich schleiche nicht.

Blöde Fußrasten-Nippel.................
 
Der alte Motor von UCL steht nun seit letzte Woche bei mir im Keller. War ein schöner Ausflug. Werd mir den über den Winter mal genauer ansehen. Mal sehen was ihm fehlt...
 
Mit meiner bescheidenen Erfahrung würde ich eher die Ventilsitze neu machen.

Ich hab nur die Ventilsitze schön fräsen lassen, den Verlust von Kompression durch Planen ausgeglichen, Ventile feingeschliffen und poliert. Funzt gut, Zephyr 750.

Ja und die Schaftdichtungen und die Rauheiten in den Kanälen........
Wo fängt man an, wo hört man auf?
 
Schaftdichtungen hab ich neue liegen.
Ventile und Dichtung gibts bei VWMT zum sehr anständigen Preis.
Ob den Kopf planen notwendig ist muss ich noch nachmessen
Und wenn die Sitze nicht mehr richtig dichten wollen dann geht der Kopf zum Sitze nachschneiden in den Fachbetrieb. Aber die Sitze sehen erstmal noch ok aus. Aber abwarten.
 
Auch Fachbetriebe können Schlampen sein.
Meine Erfahrung bei Ventilsitze nachfräsen waren seiner Zeit sehr negativ.
Haben gleich zuviel weggenommen anstatt erstmal die Sitze vorsichtig nach zu schneiden. Kurzum Ventile einstellen war nicht mehr möglich. Es mußten die Ventile um 0,2 mm eingekürzt werden.
 
sehr undichte Ventile (die alten) die Ablagerungen im Ansaugtrakt haben
und die Kolbenansicht
 

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Kuck mal, da fehlt doch schon zuviel Material. Die sind durch.
Auf dem 1. Bild sieht man schön wie das Einlaufen voranschreitet.
 

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In eine langsam drehende Standbohrmaschine damit und mit einem Dreikantschaber vom Koks befreien.

Wie sehen die Ventilsitze aus ?


Ursprünglich sieht es so aus. Das letzte Bild ist schon mit Ventilen die noch recht gut sind aber nicht neu und ich hab auch nur 6 Stück davon. Sind aus Frank Z s altem Kopf.
Ist ne schlechte Aufnahme und gar nicht so verkratzt und verfärbt wie auf dem Foto. Das täuscht doch sehr.
 

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......zu tief.
Ventile allein wär mir da zu wenig.
Wie ist das Angebot an guten Köpfen?
Mein Reservekopf (ZL) sieht da viel besser aus, hab mal vor Jahren 85€ investiert.
 
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