Ventilspiel auf größtes Toleranzmaß

Lehren mit 0,01 sind schon sehr labberig, ich hab eine, die fängt bei 0,03 an, das reicht auch. Für 0,18 nimmt man dann 0,1 + 0,08 oder 0,15 + 0,03, die dickere Lehren lassen sich aber besser händeln. Gekostet hat die Lehre unter 5.- Euro.

Gruß Micha

Vom der Addition halte ich nicht viel. Ist nur eine Notlösung. In der Bucht habe ich eine gefunden, die die richtigen Größen hat -> Artikelnummer: 170687697741
 
Kann mir jemand noch einmal für doofe erklären, warum man das Ventilspiel auf das größte Toleranzmaß einstellen soll? Das die Ventile länger im Sitz bleiben und besser abkühlen können, ist soweit klar. Aber was noch?

Logisch wäre für mich eher ein kleines Spiel, da da die Ventile länger offen bleiben, also es eigentlich doch eine bessere Füllung geben sollte.

Gruß, Alex


die auslass müssen abkühlen
und dicht schliessen auch bei hoher drehzahl.

die einlass bei hoher drehzahl lange offen sein für gute füllung.
aber wenn du minimal mehr drehmoment suchst ohne die nockenwellen zu verstellen , nimm halt das ventilspiel zu rate .

wenn du dann die richtung gefunden hast die dir gefällt stellst du dir die wellen passend ein .
ist ja ein strassenfahrzeug und da wird nicht nach jeder tour nach den ventilen geschaut.
oder ?

"Und trotzdem habe ich noch Probleme mit der Füllung, zumindest in niedrigen Drehzahlen. Was soll denn da aufschleudern? "

da muss halt die einlasswelle eher zu gemacht werden wenn deine steuerzeit zu lang sein sollte nach UT.
ansonsten die resonanzschwingungen nutzen und erstmal versuchen die in den griff zu bekommen .

was meinst du mit "aufschleudern "?

eine (zu)hohe überschneidung ist bei niedrigen drehzahlen auch oft nachträglich , aber halt nicht bei allen auslegungen/motoren .

auf das gewünschte endkonzpt kommts an - eierlegendewollmilchsau oder wie das viech heisst :s177:
 
Also ich benutze zum Ventileinstellen keine Lehre. Ich nehm für den Auslaß einen Zehennagel und für den Einlaß einen Fingernagel. Das bringt maximale Leistung und Drehmoment :s142:
 
Sch....! Ulf Penner heißt er. Ich hab die ganze Zeit nach Uli Penner gesucht, aber nix gefunden. Hab zwar auf seiner Seite grad so nix gefunden ( Kannst Du mir den Link zu dem Text mal schicken) ?, aber das klingt doch schon mal nicht so schlecht. Wobei ich grad noch überlege, was mit den Sitzen und Ventilen so passiert, wenn sie größeres Spiel haben. Dann müßten sie doch eigentlich auch in den Sitz zurück knallen. Und trotzdem habe ich noch Probleme mit der Füllung, zumindest in niedrigen Drehzahlen. Was soll denn da aufschleudern?

Alles ganz schön verwirrend!

Gruß, Alex
hallo alex,
würde dir ja gerne den link schicken, gibt da aber leider ein physikalisches problem: hab die tuningfibel nur in "analog" hier, d.h. gedruckt in papierform. und einscannen und vermailen würde ich aus copyright- technischen gründen eher nicht machen wollen. die fibel wird ja auf seiner seite zum kauf angeboten für 25,- euro. vieles darin ist " nice to know" aber letztendlich werden auch nur möglichkeiten aufgezeigt und nix wirklich handfestes geboten. und nach allem, was ich von dir an beiträgen gelesen hab, würde ich mir diese investition gut überlegen. ansonsten für den frischling und angehenden schrauber natürlich höchst interessant.
aber zurück zur frage:
das VS ist ja auch dazu da, um toleranzen auszugleichen, durch fertigung oder temperaturunterschiede bedingt, o.ä. durch die nockenform ist quasi sichergestellt, dass die kontaktaufnahme zwischen ventil und nocke (und schlepphebel) sehr sanft vonstatten geht, da muss man keine angst haben, dass das anfängt zu hämmern. die ventile landen genauso sachte auf den sitzen wie mit knapper eingestelltem VS.
wie gesagt, der zuwachs an leistung ist wohl eher durch die temperaturen hervorgerufen. wenn man bedenkt, dass [eine erhöhung der temperatur der ansaugluft um 30° C für eine um 10% geringere dichte sorgt was dann entsprechend weniger sauerstoff für die verbrennung] bedeutet, dann wird glaub ich langsam ein schuh daraus und es wird irgendwie nachvollziehbar.
(das in den eckigen klammern ist ein zitat von ulf penner, nur falls einer denk, ich würd hier ne doktorarbeit schreiben)

gruss, stephan
 
Die ganzen Diskussionen betrachte ich als rein theoretisch.
In der Praxis habe ich noch keinen gesehen, der ALLE Ventile genau auf ein "Mü" einstellen kann.
Und wenn danach eine kleine Tour gemacht wird und am nächsten Tag das Spiel kontrolliert wird, ist es mit bestimmter Sicherheit nicht mehr so, wie man es eingestellt hat. Übrigens, wenn 3 Leute das Spiel einstellen/kontrollieren hat meist auch jeder eine andere Meinung (oder auch Neudeutsch feeling).

Wie wäre es denn mit einer Diskussion über Ventile einstellen
- im Sommer bei über 30 Grad Celsius und
- im Winter bei Minus 20 Grad Celsius?

Oder stellt jeder seine Ventile, unabhängig von der Temperatur, immer in einem Raum ein, der eine konstante Temperatur hat und wo die Dicke (oder der Bock) mindestens 24 Stunden verweilt?
Hier stellt sich dann die Frage, was heißt im Buch: Die Ventile werden im kalten Zustand eingestellt. Wie kalt soll es denn nun sein und wie wird kalt interpretiert? Ich kenne hier nur subjektive Einstellungen und aus Erfahrung, dass es Frauen bei 20 Grad Celsius erbärmlich frieren kann.

Hier können sich doch die Maschinenbauer unter euch austoben und Handlungsanweisungen geben.

Ich freu mich schon auf die Antworten und hoffe auf viel Polemik. Aber am Besten ist, ALLES im Orcus verschwinden zu lassen.


Gruß Gerd (ohne Punkt)
 
Maschienenbauer ist mein Stichwort.

Ich stelle meine Ventile immer eher zu locker als zu streng ein. Der Ventilschaft dehnt sich bei Erwärmung aus und verringert das Spiel. Zusätzlich laufen sich die Ventilsitze natürlich im Lauf der Zeit ein. Somit immer lieber mehr als zu wenig oder im schlimsten Fall kein Spiel.
Ich denke die Diskusion bei welcher AT der Motor eingestellt wird ist vernachlässigbar. Kalter Motor ist für mich ab einer Standzeit von min 12 Stunden gegeben. Ob jetzt drausen oder im Keller oder wo auch immer + 10 oder + 25°C herschen spielt bei den Betriebstemperaturen die im Kopf herschen eine vernachlässigbare Rolle.

Grüße

STEPHAN
 
Maschienenbauer ist mein Stichwort.

Ich stelle meine Ventile immer eher zu locker als zu streng ein. Der Ventilschaft dehnt sich bei Erwärmung aus und verringert das Spiel. Zusätzlich laufen sich die Ventilsitze natürlich im Lauf der Zeit ein. Somit immer lieber mehr als zu wenig oder im schlimsten Fall kein Spiel.
Ich denke die Diskusion bei welcher AT der Motor eingestellt wird ist vernachlässigbar. Kalter Motor ist für mich ab einer Standzeit von min 12 Stunden gegeben. Ob jetzt drausen oder im Keller oder wo auch immer + 10 oder + 25°C herschen spielt bei den Betriebstemperaturen die im Kopf herschen eine vernachlässigbare Rolle.

Grüße

STEPHAN

Ist nicht genau dafür das Ventilspiel gedacht. Das ist doch nicht dafür da, damit es im Kopf ordentlich klappert.

Gruß c-de-ville
 
Das Ventilspiel als solches ist klar, genauso wie die regelmäßiger Überprüfung.

Im übrigen ist es deutlich hörbar, ob man auf "Mitte" einstellt, oder auf das größte Toleranzmaß. Der Motor läuft jetzt warm, wie auch kalt deutlich "klappriger".

Das war dann auch der Grund, warum ich damals das Ventilspiel meines gemachten Motors, das von meinem Schrauber auch auf das größte Spiel eingestellt wurde, wieder auf die Mitte eingestellt habe. Das war mir einfach zu laut...😎
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Alex,

also lt. Thomas Speidel, ich versuche ihn mal zu zitieren, da er ja hier nicht mitliest und deshalb bestimmt auch die Frage nicht beantwortet, ist dieses bei Prüfstandstests herausgefunden worden. Die getestete Maschine war irgendeine 400er Cup-Maschine, die mit erhöhtem Ventilspiel ca. 1 PS mehr Leistung hatte. Erklärt wurde es damit, das der Kipphebel länger Schwung holen kann und somit das Ventil weiter aufschubst. Das alles natürlich im hundertstel, eventuell im 10tel mm Bereich.

Gruß Micha

Klingt logisch aber ist wohl eher was für Die, die nach dem letzten Fitzelchen Leistung suchen, also nix für mich. :s083:
Um nochmal auf Alex seine Frage zu kommen, wenn der Kopf frisch mit neuen Ventilen bestückt ist würd ich es machen, die ersten 1000KM da die sich noch etwas setzen.
Ich halt mich sonst lieber an die Vorgaben, so funktioniert alles bestens, auch akustisch und ist alltagstauglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Ventilschaft dehnt sich bei Erwärmung aus und verringert das Spiel.
Grüße

das ist auch der einzige Grund warum man Ventilspiel braucht, die Ventilschäfte werden unter Wärme länger. Und desswegen haben immer die Auslassventile mehr Spiel gegenüber den Einlassventilen, die sind einfach thermisch höher belastet.
Das Spiel sollte aber auch im Betriebszustand nie gegen "Null" oder ins "Minus" gehen, wenn doch, währen sie dann Undicht.


.
 
Moinsen,

nachdem ich bei der letzten Wartung nun auch mal das Ventilspiel auf max. eingestellt habe, hatte ich doch den subjektiven Eindruck, dass sie besser zieht.
Allerdings hat sie jetzt Probleme mit dem Standgas bzw. Leerlauf. Sie läuft etwas rumpelig und nach 10 - 15 Sek. geht sie schlagartig aus und ist dann nur mit Gas zu starten.

Hat jemand ähnliche Erfahrung?

Ich werde morgen mal die Leerlaufschraube eine 1/2 Umdrehung weiter rausdrehen. Wenn das nicht hilft, werde ich das Ventilspiel wohl mal wieder auf Mitte einstellen.
 
Moinsen,

nachdem ich bei der letzten Wartung nun auch mal das Ventilspiel auf max. eingestellt habe, hatte ich doch den subjektiven Eindruck, dass sie besser zieht.
Allerdings hat sie jetzt Probleme mit dem Standgas bzw. Leerlauf. Sie läuft etwas rumpelig und nach 10 - 15 Sek. geht sie schlagartig aus und ist dann nur mit Gas zu starten.

Hat jemand ähnliche Erfahrung?

Ich werde morgen mal die Leerlaufschraube eine 1/2 Umdrehung weiter rausdrehen. Wenn das nicht hilft, werde ich das Ventilspiel wohl mal wieder auf Mitte einstellen.

Fummel die mal vor der Norwegentour nicht kaputt :s215:
 
So, habe das Ventilspiel heute wieder auf E 015 A 0,20 eingestellt und nun läuft sie wieder wie ein Schweizer Uhrwerk. Im direkten Vergelich zu gestern ist allerdings wirklich hinsichtlich Leistung etwas spürbar. Aber was will man im Alltag mit einem Moped ohne vernünftigen Leerlauf. Für die Rennstrecke ist das max. Ventilspiel allemal eine Empfehlung.
 
Ich versteh's nicht, kann mir daß mal einer erklären ?:s229:

Vielleicht hab ich da einen Denkfehler drin oder irgendwas steht bei mir auf der Leitung.
Aber wenn ich mir den mechanischen Vorgang des Öffnens und Schließens vorstelle, dann bedeutet doch, mehr Ventilspiel auch mehr "Leerweg" zwischen Nocken bzw. Schlepphebelschraube und Ventilkopf.
Dieser Leerweg muß zunächst abgefahren werden bevor die Anlauframpe beginnt und das Ventil öffnet. D.h. doch, zeitlich betrachtet, das Ventil wird etwas später geöffnet und etwas früher geschlossen. Was wiederum bedeut, daß die Fläche unter der Ventilerhebungskurve kleiner und damit der Füllungsgrad geringer wird.

Oder nicht?

Grüße

Michael
 
So, habe das Ventilspiel heute wieder auf E 015 A 0,20 eingestellt und nun läuft sie wieder wie ein Schweizer Uhrwerk. Im direkten Vergelich zu gestern ist allerdings wirklich hinsichtlich Leistung etwas spürbar. Aber was will man im Alltag mit einem Moped ohne vernünftigen Leerlauf. Für die Rennstrecke ist das max. Ventilspiel allemal eine Empfehlung.

Ich versteh's nicht, kann mir daß mal einer erklären ?:s229:

Vielleicht hab ich da einen Denkfehler drin oder irgendwas steht bei mir auf der Leitung.
Aber wenn ich mir den mechanischen Vorgang des Öffnens und Schließens vorstelle, dann bedeutet doch, mehr Ventilspiel auch mehr "Leerweg" zwischen Nocken bzw. Schlepphebelschraube und Ventilkopf.
Dieser Leerweg muß zunächst abgefahren werden bevor die Anlauframpe beginnt und das Ventil öffnet. D.h. doch, zeitlich betrachtet, das Ventil wird etwas später geöffnet und etwas früher geschlossen. Was wiederum bedeut, daß die Fläche unter der Ventilerhebungskurve kleiner und damit der Füllungsgrad geringer wird.

Oder nicht?

Grüße

Michael

Ich hatte mir das auch so gedacht wie Du es oben beschrieben hast und verstehe nicht wieso es für die Rennstrecke empfehlenswert sein soll :s229:.
 
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