Ventile einstellen bei niedriger Außentemperatur

tmike

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Ventile einstellen bei niedriger Außentemperatur

Hallo,

ich will bei dem ZRX1200 Motor das Ventilspiel kontrollieren und ggf. einstellen.

In der Vergangenheit habe ich das immer im Sommer bei 20°C gemacht.
Nun steht der Motor in einer unbeheizten Halle bei ca. 5°C. Laut WHB soll es bei "Raumtemperatur" kontroliert werden.

Weiß jemand von euch ob es bei den kalten Temperaturen große Unterschiede beziehungsweise Abweichungen gibt?


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Es gibt ja einen Spielraum, den könnte man ja ausnutzen.
Die Frage ist ob kleiner oder größer?

Ich selber gehe gern ins Minimalspiel.
 
Hi, der Wärmeausdehnungskoeffizient von Stahl beträgt zw. 0,011 und 0,013 mm/m x K.
D.h.,wenn deine Einstellschraube 5mm aus dem Gewinde rausschaut längt die sich bei einem Temperaturanstieg von 15° um ca. 975 Nanometer.
Ob das den Bock fett macht ?

Gruß, Stephan
 
Die Raumtemperatur ist nur dazu gedacht, das Du nicht frierst :s121:

Ich stelle die Ventile bei allen Temperaturen ein. Vorher lass ich den Motor warm laufen. Während er abkühlt, baue ich alles ab was im Weg ist. Zum Schluss den Ventildeckel.
Die Restwärme des Motors reicht mehr als aus, um die Ventile einzustellen. Ist auch schön warm an den Fingern.
Im Hintergrund läuft der Gasbrenner oder der Heizlüfter. Bisschen Mukke auf die Ohren und Schrauben macht Spaß.
 
Es gibt ja einen Spielraum, den könnte man ja ausnutzen.
Die Frage ist ob kleiner oder größer?

Ich selber gehe gern ins Minimalspiel.


das Ventilspiel wird in den meisten Fällen von ganz alleine kleiner!!


Ein Ventil dass man hört ist immer besser, wie ein Ventil das nicht mehr zu hören ist,
Denn ein zu kleines Ventilspiel kann eher durchbrennen.
 
Ich habe gestern Abend auch noch bein bisschen gestöbert.

Die Einen schreiben, dass das Ventilspiel wird bei Kälte größer, die Anderen, dass es kleiner wird.

Obwohl man meinen könnte, dass es bei Wärme kleiner wird (Ausdehnung Ventil), wird es wohl tatsächlich ehr größer, da Aluminium eine deutlich größere Wärmeausdehnung hat.

Ich werde demnächst einfach mal messen und schauen wie die Werte sind.

Theoretisch sollte das Spiel beim kalten Motor (5°C) dann kleiner sein, da es bei Wärme (20°C) wieder etwas größer wird.
Dazu kommt, dass die Fühlerlehre ja auch kalt ist und die selbe (kalte) Temperatur vom Motor hat. Wenn dann noch die Messungenauigkeiten dazu kommen, spielt es vielleicht wirklich keine Rolle ob 20°C oder 5°C sind ?!?




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... Und wenn man jetzt noch hinzuzieht dass die Ventilschäfte von teilweise über 100 Grad heißem Öl umspült werden würde ich mir da wenig Gedanken machen.
 
Dabei ist es doch so einfach: E-Bike koofen - keine Ventile einstellen, keine Vergaser synchronisieren... keine.... keine... :s108:
Mooooment, Kette fetten, Bremsflüssigkeit evtl. tauschen und die Ritzelpakete, Bowdenzüge, muss man auch am E-Bike instand halten.

Dann bei 5 Grad, uiuiui :s024::s200::s129:
 
das Ventilspiel wird in den meisten Fällen von ganz alleine kleiner!!


Ein Ventil dass man hört ist immer besser, wie ein Ventil das nicht mehr zu hören ist,
Denn ein zu kleines Ventilspiel kann eher durchbrennen.

Eigentlich kann gar nichts passieren, ist das Spiel zu groß - klapperts, ist es zu klein - springt der warme Motor nicht mehr an. Das passiert aber eigentlich nur, wenn die Ventile in den Sitz einschlagen und dann sind sie eh hin.
 
"..Das Ventilspiel ist dann optimal bemessen, wenn es bei betriebswarmem Motor null oder annähernd null ist, also das Ventil noch sauber schließt...."

Ohne Spiel gleiten Ventilschaft und Nocke aufeinander,
je mehr Spiel desto mehr schlagen sie aufeinander.

Null-Spiel geht in der Praxis nicht, weil es ab da nicht mehr dichtet.
Weil Ventil und -Sitze sich einlaufen, ist ein Spielvorrat nötig.

Führt man Buch, so weis man ob das Spiel rel. stabil bleibt, dann kann man minimieren.
Anfällige Sitze - Ventile sowie größere Wartungsintervalle erfordern mehr Spielvorrat.

Durch das Schlagen bei mehr Spiel kann evtl. die Ventilöffnung überhöhen,
es wird von besserer Leistung berichtet, aber nicht gemessen.

Ich fahre gerne mit hohen Drehzahlen, auch ins Rote, auch bis zum Begrenzer.
Da kann ich mir großes Spiel nicht leisten.

Es gibt Glauben und Wissen, sowie Übergänge dazwischen.....

Scheuerlein: ".....Abweichend von den Ventilspielvorgaben des Herstellers sind wir noch ein ganzes Stück weit unterhalb der untersten Toleranzgrenze bei der Einstellung gegangen. Dadurch haben wir die bei der Ventilöffnung auftretenden Spitzendrücke drastisch reduziert da wir die sachte Anfahrrampe einer jeden Nocke ausnutzen konnten...."
Aus: https://www.scheuerlein-motorentech...fuer-auto-und-motorrad/problem-pittingbildung
 
Im ZXR400 Cup wurde auf max Spiel eingestelt und auch 1-2PS mehr gemessen als bei Minimum. Ist einfach zu messen wenn man einen Prüfstand hat. Die shims wuren dann auch von Hand geschliffen um das Spiel auf 0,01 Gleich eingestellt
 
Sorry aber das ist doch alles Schwachsinn, oder fahren wir auf Zeit wo es um Hundertstel oder gar Tausendstel geht? Im Rennsport mag das ja alles seine Berechtigung haben aber auf meiner Tour durchs Sauerland geht das auch oft genug in den Begrenzer, dennoch werde ich den Unterschied nie feststellen.

Aber jedem Narren seine Kappe. :s215:
 
Na ja, es gibt eben aus Rennsport auch Daten wo sowas belegt und gemessen wurde. Bei ner GPZ ist es egal.
 
Mooooment, Kette fetten, Bremsflüssigkeit evtl. tauschen und die Ritzelpakete, Bowdenzüge, muss man auch am E-Bike instand halten.

Dann bei 5 Grad, uiuiui :s024::s200::s129:
Die meisten (größeren) E-Motorradhersteller haben schon auf Zahnriemen umgestellt, der hält ca. 3x so lang wie ne Kette; zum Fahren gibt's keine Bowdenzüge mehr, das geht über 'ride-by-wire' mit elektrischem Drehgriff und Rekuperation haste auch noch...meistens sogar einstellbar. :s200:. Bremsflüssigkeit kannste ja wechseln wenn's draussen warm ist oder bei 5 Grad an der Ladesäule, da gibt der Akku genug Wärme für die Finger ab....quasi umsonst.😉

Wer unbedingt einen Verbrenner+E-Motor habe will holt sich eine von den zwei Kawa-Hybridkrücken Z7 oder Ninja 7...:s156:
 
Hi, der Wärmeausdehnungskoeffizient von Stahl beträgt zw. 0,011 und 0,013 mm/m x K.
D.h.,wenn deine Einstellschraube 5mm aus dem Gewinde rausschaut längt die sich bei einem Temperaturanstieg von 15° um ca. 975 Nanometer.
Ob das den Bock fett macht ?

Gruß, Stephan

...der isch riiichtick gut! :s032:

Du hast mir den Tag versüsst! :s012:
 
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