Öldruck/Temperatur

Henrik

Member
Öldruck/Temperatur

Moin zusammen,

macht es Sinn an der Schraube wo man den Öldruck messen kann die Öltemperatur zu messen?
Oder gibt es eine andere sinnvolle Stelle außer die Ablaßschrauben oder die Ölfilterdeckelschraube.


VG Henrik
 
Moin zusammen,

macht es Sinn an der Schraube wo man den Öldruck messen kann die Öltemperatur zu messen?
Oder gibt es eine andere sinnvolle Stelle außer die Ablaßschrauben oder die Ölfilterdeckelschraube.


VG Henrik

Ich würd mal sagen, daß der Öldruck wichtiger ist, als die Öltemperatur. Abnehmen kann man die auch an der Stelle des sinnlosen Öltemperaturschalters.

Gruss
Hajo
 
Moin,

ich möchte nur einen vernünftigen Abgreifpunkt für die Öltemperatur haben. Darüber ob der Oldruck oder die Temperatur wichtiger ist lässt sich bestimmt vortrefflich diskutieren. Aber das ist nicht der Sinn der Frage gewesen. Und der Öltemperaturschalter ist bestimmt nicht sinnlos, bei vielen ist der nur abgeklemmt weil irgend was anderes nicht so funktioniert wie es soll.

VG Henrik
 
Hallo ,

mir hat mal jemand erklärt Öldruck und Öltemperatur wären beides entscheidende Indikatoren um einen Motor möglichst lange am Leben zu lassen/ zu erhalten.
Und um die Temperatur zu messen wäre da nicht dann evtl. der tiefste Punkt der Ölwanne zu wählen?
 
Bei der blauen sitzt mein Temperaturgeber anstelle des Öltemperaturschalters, den ich persönlich nicht mehr brauche.
Bei der silbernen habe ich ihn mit Adapter in die vordere Ablaßschraube gesetzt, da das Gewinde des Fühlers im Durchmesser für das Loch des Temperaturschalters zu groß war.

Anstelle des Temperaturschalter ist mir aber sympatischer, weil er:

a: tiefer im Öl drin ist, und
b: ich da nie wieder ran muß

Gruß, Alex
 
Moinsen,
eine Temperaturmessung mittels Peilstab ist die genaueste Messung, wenn überhaupt möglich. Bei allen irgendwo in die Olwanne oder den Olkreislauf geschraubten Temperaturfühlern wird eine reduzierte Öltemperatur gemessen, da das Motorgehäuse ja die Aufgabe hat die Temperatur abzuleiten. Ein zweiter Faktor kann der Fahrtwind sein, wenn der Fühler irgendwo deutlich hervorsteht und vom Fahrtwind umströmt wird. Kurzum im Motor ist es viel wärmer, aber um wieviel ??? ....und genau diese Temperatur möchte man ja eigentlich wissen.

Gruß c-de-ville
 
Ich glaube allerdings nicht das das einen erheblichem Unterschied macht wenn der Fühler vom Fahrtwind umströmt wird, da der Fühler recht weit in den Ölkreislauf ragt und bei Betrieb dermaßen von heissem Öl umströmt wird das das wohl kaum ins Gewicht fällt. Weiter ist es ziemlich egal ob nun 78°C oder 82°C angezeigt werden da die Instrumente nur den etwaigen Betriebszustand aufzeigen und deutliche Ausreisser zum handeln zwingen. Ausserdem gibt es lokal erhebliche Unterschiede bei der Öltemperatur im Kreislauf wie z.B. an der Kurbelwelle, nach dem Ölkühler oder im Sumpf. Die Öltemperatur kann man mit geeichten Meßgeräten festgestellt werden, wobei wie gesagt unterschiedliche Ergebnisse an unterschiedlichen Stellen dabei rauskommen. Summa sumarum den Temperaturfühler links unter dem Zündungsdeckel plazieren und gut. Das ist von der Genauigkeit völlig ausreichen zumal die Anzeigeinstrumente ja auch noch Toleranzen haben...
 
@Sigwart + Patrick. alles richtig was Ihr schreibt. Für den normalen Betrieb ist es eh völlig egal, denn wie Sigwart schon richtig feststellt ist der Motor nach spätestens 200 km eh warm. Die richtige Öltemperatur finde ich entscheident wenn es warm draußen ist und man dem Motor richtig Leistung abfordert, sprich auf der Bahn heizt. Ich habe schon Motoren, ob Auto oder Motorrad, gefahren bei denen die Temperatur auf 150° C hoch ging.

Mit Peistabfühler meine ich auch nicht den Luftmesser von den bekannen Zubehörlieferanten, sonden einen richtigen Fühler, der auch ins Öl eintaucht. Sowas gab es früher mal von VDO.

Zum Themperaturfühler der vom Fahrtwind umströmt wird kann ich nur sagen, daß ich selbst die Erfahrung gemacht habe und nachdem ich nur ein Blech als Windschutz vor den Fühler geschweißt hatte, der Temperaturunterschied bis zu ca. 20°C betrug, wohlgemerkt alles bei einer Blechölwanne, die schlechter die Wärme leitet und im PKW. Zur Erklärung, ich hab mal Motorsport betrieben und da waren ein paar Grad das schon sehr wichtig.

Also nochmal zusammengefaßt:
Wenn ich die Abweichnug zwischen gemessener und tatsächlicher Temperatur kenne ist es völlig egal wo der Fühler sitzt. Aber wenn ich meine, der Motor hat 120°C Öltemperatur, aber in Wirklichkeit hat er 150°C, dann können die folgenden Minuten schon über Leben und Tod Desselbigen entscheiden.
Ist halt wie mit dem Tacho, wenn man nach Anzeige immer das fährt was vorgeschrieben ist, ist man immer auf der sicheren Seite, aber man könnte auch immer etwas schneller unterwegs sein und etwas mehr Spaß haben, wenn man nur die Abweichung kennt.

Gruß c-de-ville
 
....man mit geeichten Meßgeräten festgestellt werden, wobei wie gesagt unterschiedliche Ergebnisse an unterschiedlichen Stellen dabei rauskommen.....

Schlauberger an:
In der Meßtechnik wird "Kalibriert" oder "Abgeglichen" (auf ein Normal oder eine Referenzgröße)
"Eichen" ist ein amtlicher Vorgang und wird vom Eichamt durchgeführt.
Schlauberger aus. :s009:


Nix für ungut


Michael
 
... mal was zur Grundsatzfrage..

In Kalifornien gab es ein Problem mit aberwitzigen Temperaturanzeigen im Cockpit, der Zeiger kam da selten aus dem roten Bereich heraus.

Man hat dann mal gemessen, die maximale Wassertemperatur lag bei 135° bei gleichzeitiger Öltemperatur von 145°. Das waren die gemessenen Spitzenwerte.!

Kawasaki erkannte das Problem mit der permanent optisch sichtbaren "Überhitzung" und hat den Kunden einen "Umrüstkit" angeboten und eingebaut.
Wie sich dann herausstellte, bestand dieser "Kit" lediglich aus einem Widerstand der ins Kabel des Temperaturfühlers geklemmt wurde.
Somit wanderte der Zeiger nun nicht mehr ständig in den roten Bereich und die Kunden waren zufrieden. :s031:

Wenn also der Gpz-Motor die Kalifornischen Temperaturen Problemlos wegsteckt, sollte das für unser Europäisches Klima erst recht kein Thema sein.!
Normale gute Motorenöle, haben ein Spektrum von bis zu 160°.

Anzumerken sei noch, dass in einem Motorradmotor die höchste mechanische Belastung für den Schmierstoff nicht im Kurbeltrieb auftritt, sondern im Getriebe.

:s047:
 
Moin zusammen,

vielen Dank dass Ihr euch auch eure Gedanken gemacht habt. Ich habe mich nun entschlossen meinen Temperaturfühler seitlich in die Schlüsselfläche des Öltemperaturschalters an der Ölwanne einschrauben. Mit 3mm Gewinde werde ich da ja wohl hinkommen und der Geber sitzt auch einigermaßen geschützt.

VG Henrik
 
......Kawasaki erkannte das Problem mit der permanent optisch sichtbaren "Überhitzung" und hat den Kunden einen "Umrüstkit" angeboten und eingebaut.
Wie sich dann herausstellte, bestand dieser "Kit" lediglich aus einem Widerstand der ins Kabel des Temperaturfühlers geklemmt wurde.
Somit wanderte der Zeiger nun nicht mehr ständig in den roten Bereich und die Kunden waren zufrieden......

scheint ja gängige Praxis in der Industrie zu sein löst das Problem aber nicht wirklich. Hat es schon früher bei Mercedes gegeben, wenn die /8-Diesel Modelle nicht die angegebene Höchstgeschwindigkeit erreichten, wurde einfach ein Tacho mit etwas mehr Voreilung eingebaut und alle waren glücklich.

Zurück zur Kawa, nehmen wir mal an, alle ungünstigen Umstände treffen zusammen und der Motor geht platt. Wer bezahlt dann die Reparatur? Nicht heute, aber damals als sie neu waren, das hätte man doch bestimmt dem Besitzer in die Schuhe geschoben und der hätte es auch noch (aus Unwissenheit) schön bezahlt. Nett ist das nicht.
Denn auch wenn es für 98% ausreichend ist sind 2% am A.....

Gruß c-de-ville
 
Moin zusammen,

vielen Dank dass Ihr euch auch eure Gedanken gemacht habt. Ich habe mich nun entschlossen meinen Temperaturfühler seitlich in die Schlüsselfläche des Öltemperaturschalters an der Ölwanne einschrauben. Mit 3mm Gewinde werde ich da ja wohl hinkommen und der Geber sitzt auch einigermaßen geschützt.

VG Henrik

Ist ein konisches selbstdichtendes Gewinde da drin. Schau erstmal ob der Fühler passt bevor die Ölwanne kaputt machst...
 
Moin Patrick,

ich will den Temperaturgeber seitlich in die Schlüsselfläche reinschrauben. Dazu muß ich seitlich ein 3mm Gewinde reinschneiden. Den Temperaturschalter wollte ich dazu nicht ausbauen. Muß ich halt schauen ob ich da so rankomme zum bohren.
Anbei ein Foro vom Temperaturgeber.

VG Henrik
 

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......Kawasaki erkannte das Problem mit der permanent optisch sichtbaren "Überhitzung" und hat den Kunden einen "Umrüstkit" angeboten und eingebaut.
Wie sich dann herausstellte, bestand dieser "Kit" lediglich aus einem Widerstand der ins Kabel des Temperaturfühlers geklemmt wurde.
Somit wanderte der Zeiger nun nicht mehr ständig in den roten Bereich und die Kunden waren zufrieden......

scheint ja gängige Praxis in der Industrie zu sein löst das Problem aber nicht wirklich. Hat es schon früher bei Mercedes gegeben, wenn die /8-Diesel Modelle nicht die angegebene Höchstgeschwindigkeit erreichten, wurde einfach ein Tacho mit etwas mehr Voreilung eingebaut und alle waren glücklich.

Zurück zur Kawa, nehmen wir mal an, alle ungünstigen Umstände treffen zusammen und der Motor geht platt. Wer bezahlt dann die Reparatur? Nicht heute, aber damals als sie neu waren, das hätte man doch bestimmt dem Besitzer in die Schuhe geschoben und der hätte es auch noch (aus Unwissenheit) schön bezahlt. Nett ist das nicht.
Denn auch wenn es für 98% ausreichend ist sind 2% am A.....

Gruß c-de-ville

Nunja, offensichtlich bestand da kein akuter Handlungsbedarf. Wenn diese Maximalwerte ein Problem darstellen würden, währen die Motoren dort ja Reihenweise hopps gegangen, und man hätte ein echtes Problem gehabt, zumal ja Neufahrzeuge auch unter die Garantieleistungen fallen. Den Schwarzen Peter hätte Kawa dann selbst gehabt.
Die Kunden waren halt über die Anzeigewerte sehr beunruhigt, und glaubten subjektiv unmittelbar vor einem Kollaps zu stehen.

Gruss
Hilmar
 
Es ist aber auch allgemein bekannt, daß Mineralöl bei Temperaturen um 150° anfängt, seine Schmierfähigkeit zu verlieren...

Gruß, Alex

Schon richtig, wobei die Betonung auf "anfängt" liegt.
Es gibt auch Stellen im Motor wo das Öl auch schon mal 200° erreichen kann.
Allerdings sind Temperaturen über 150° für ein Mineralöl schon im Bereich wo eine Aufspaltung/Zerfall beginnt.
Synthetische Schmierstoffe dagegen können auch mal bis zu 300° ab. Übrigens, mit die besten Rennöle werden aus Rizinus-Basis gemacht. "Castrol B 353" zb ist so ein Schmierstoff.:s017:
 
Moin Patrick,

ich will den Temperaturgeber seitlich in die Schlüsselfläche reinschrauben. Dazu muß ich seitlich ein 3mm Gewinde reinschneiden. Den Temperaturschalter wollte ich dazu nicht ausbauen. Muß ich halt schauen ob ich da so rankomme zum bohren.
Anbei ein Foro vom Temperaturgeber.

VG Henrik

Komisches Ding...
Und was ist ne Schlüsselfläche???
Also wenn der Temperaturschalter da unten eh sinnlos ist, würd ich ihn auch austauschen gegen einen Temperaturfühler und du bist schon zum Messen an der halbwegs richtigen Stelle...
 
Komisches Ding...
Und was ist ne Schlüsselfläche???
Also wenn der Temperaturschalter da unten eh sinnlos ist, würd ich ihn auch austauschen gegen einen Temperaturfühler und du bist schon zum Messen an der halbwegs richtigen Stelle...
Moin Patrick,

die Schlüsselfläche ist die Fläche wo Du den Schraubenschlüssel ansetzt.
Ich Hab jetzt die eine Ölablass Schraube quer an der "Schlüsselfläche" angebohrt und ein M3 Gewinde reingeschnitten. Das Hat schon mal soweit funktioniert. Der Praxistest ergibt dann den rest.

Nochmal eine andere Frage; am Thermostatgehäuse sitzen auf der rechten Seite die Entlüfterschraube und ein Fühler. Oberhalb der Entlüfterschraube ist in der senkrechten noch viel Platz. Was ich nun wissen möchte ist , was hat das Gehäuse ca 10 mm oberhalb von der Ablass Schraube für eine Wandstärke? Kann das mal irgendwer nachmessen oder weis das einer so. Wenn man von oben auf das Gehäuse schaut, sieht es aus als wenn da ca 4-5mm Wandstärke sind.

VG Henrik
 
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