Motorrevision nach Lagerschaden

Alex

Well-known member
Nachdem es meinen 11er Motor ja nun auch am dritten Pleuellager erwischt hat, mache ich mir nun Gedanken um den Neuaufbau.

Wie wäre nun die richtige Vorgehensweise? Einfach passend nach Farbmarkierung neue Lagerschalen kaufen. Oder alle Lager vorsichtshalber mit Plastigage ausmessen? Bis auf das angeschlagene dritte Pleuellager sind alle anderen soweit noch okay, man sieht aber auch an den anderen Pleuellagern Verschleißspuren.

Stichwort Plastigage: Wie es benutzt wird, weiß ich theoretisch. Legt man die Streifen besser unter die Kurbelwelle oder auf sie?

Dann überlege ich, ob ich die Ausgleichswelle wieder einbaue, da der Motor trotz Feinwuchten recht deutlich läuft. Dazu müsste ich aber den Ölkreislauf auch wieder original zurück rüsten, weil der Umbau der Welle im Weg ist. Wirklich geholfen hat der Umbau ja scheinbar auch nicht. Wobei wir uns einig sind, daß nicht mangelnder Öldruck schuld ist. Dazu sieht das Schadenbild auch meinem damaligen Motorbauer zu merkwürdig aus.

So, mal sehen, was so kommt.

Gruß, Alex
 
sehe leider kein Schadensbild :s224:,

aber da sind wir halt nicht alleine mit den Lagerschäden :s093:.

Na Bügelmessschraube und Indo sind da gefragt-Plastigage halt zur Kontrolle.
Bei mir-scheinen/sind/wahren sind die Pleulaugen wohl schuldig -zumindest was ich rausgefunden habe.
Sind die Pleul unten BLAU angelaufen ??
Pleulaugen oben auch ??
 
Moin
Du kannst beim Lagerschaden nicht einfach neue Schalen nehmen, die Welle sollte mindestens an der Lagerstelle mit dem Schaden aufgearbeitet werden, oder besser gleich einen anderen kompletten Rumpfmotor nehmen. Mach mal Bilder von der Welle und den anderen Teilen damit man das mal sieht. Was für ein Rumpf war das überhaupt ? Was hat den Schaden verursacht ? Bist den Motor oft untertourig gefahren ? War das Ölsieb frei ? War genug Öl vorhanden oder vielleicht zu viel ?
War vielleicht Benzin im Öl ? Was war an dem Ölkreislauf geändert ?
Gruss Michael
 
Moin!

Bilder mache ich, kein Problem. Aber gerade an der Welle werdet Ihr da nichts erkennen.

Natürlich war ich schon bei dem Schrauber, der damals den Motor aufgebaut hat. Die Pleuellagerstellen haben wir alle mit einer Micrometerschraube vermessen. Da sind die Maße alle okay. Die Lagerstelle am 3. Pleuel ist auch okay, da ist nichts zu sehen oder zu fühlen.

Den Ölwannenumbau habe ich an dem 972er Motor auch dran und habe damit 50T Km gefahren. Abgesehen davon, daß es genug andere gibt, die mit dem Umbau problemlos gefahren sind. Einer mit der ZZR 1100 auch auf der Rennstrecke.

Aber dazu mache ich noch mal gesondert einen Beitrag mit Fotos.

Ölmangel mangels Menge kann ich eigentlich ausschließen, da dieser Motor eigentlich gar keinen Ölverbrauch hat und ich regelmäßig kontrolliere und ja auch kaum Fahrleistung mit den eizelnen Moppeds habe. Auf 2-3T Km / Jahr kann da nicht soviel passieren.

Eher paßt das untertourige Fahren. Stimmt, das mache ich, glaube ich. Kommt drauf an, was Du damit meinst.

Gruß, Alex
 
ich geb mal meinen Senf dazu, weil ich einer der wenigen bin, die den Motor bis jetzt gesehen haben.
Vorweg gesagt, Alex hat viel Glück gehabt, denn durch Kontrolle des Altöles hat er einen kapitalen Motorschaden verhindert.
Die Kurbelwelle sieht optisch wirklich gut aus, der 3. Lagerzapfen unterscheidet sich nicht von den anderen, es ist nix zu sehen und zu fühlen, wie Alex schon geschrieben hat. Der Lagerschaden war aber erst am Anfang, die Lagerschale war gerade dabei sich aufzulösen, die ersten beiden Schichten waren schon fast weg und schwammen auf dem Ölfilm. Was ich mir, genau wie Alex, nicht erklären konnte war das Warum. OK die Ölkanäle sind, so wie man es machen sollte, überarbeitet worden und der Ölkreislauf ist umgebaut gewesen, das haben viele und funktioniert im Allgemeinen. Bei Alex hat es ja auch, ich meine, 14.000 km funktioniert. Die Ölpumpe kann eigentlich auch nicht defekt sein, dann wären bestimmt mehrere Lager betroffen. Ein verstopfter, verengter Ölkanal? Das müsste man prüfen können. Passiert so was in einem gepflegten Motor überhaupt? Vielleicht ist bei der Ölkreislaufveränderung ja etwas falsch gemacht worden, oder besser, suboptimal, so das man einen Langzeitschaden eingebaut hat. Das ist die Richtung in die ich erst einmal ermitteln würde. Es ist auf jeden Fall unbefriedigend nicht zu wissen, woran das Lager gestorben ist und den Motor mit neuen Lagern wieder zusammenbauen, würde ich so nicht machen wollen.

Zur Kurbelwelle: die würde ich auf jeden Fall prüfen lassen, hatten wir ja schon drüber gesprochen, ich hab da ja eine Adresse.

Gruß Micha
 
Moin!


Den Ölwannenumbau habe ich an dem 972er Motor auch dran und habe damit 50T Km gefahren. Abgesehen davon, daß es genug andere gibt, die mit dem Umbau problemlos gefahren sind. Einer mit der ZZR 1100 auch auf der Rennstrecke.

Wenn der Ölkanal nach dem Umbau noch durch die Ölwanne läuft und die Ausgleichswelle ausgebaut ist, ist die Ölbbohrung der Ausgleichswelle noch abgedichtet?


Grüße

Michael
 
wie und was wurde am ölkreislauf umgebaut???
original hatten verschiedene motoren probleme mit dem 3. pleuellager sowohl 900r/1000rx/zx10/zzr100
übergänge von ölleitungen zu ölbohrungen (halb zu) sollten dafür verantwortlich gewesen sein!!!!!
 
Wenn der Ölkanal nach dem Umbau noch durch die Ölwanne läuft und die Ausgleichswelle ausgebaut ist, ist die Ölbbohrung der Ausgleichswelle noch abgedichtet?


Grüße

Michael

Tach Micha,

ich habe jetzt die Welle nicht ausgebaut, aber sie WAR auf jeden Fall mal abgedichtet. Die Grundwelle, worauf der Rest läuft, muß ja drin bleiben, damit der Ölkreislauf im Gehäuse geschlossen ist. Es wird also nur die Durchgangsbohrung in der Welle abgedichtet.

Gruß, Alex
 
Tach Micha,

ich habe jetzt die Welle nicht ausgebaut, aber sie WAR auf jeden Fall mal abgedichtet. Die Grundwelle, worauf der Rest läuft, muß ja drin bleiben, damit der Ölkreislauf im Gehäuse geschlossen ist. Es wird also nur die Durchgangsbohrung in der Welle abgedichtet.

Gruß, Alex


Warum habt ihr die Ölbohrung im Gehäuse nicht verschlossen ?
Ich vermute mal das da irgendwo der Öldruck flöten geht, hast du mal das Thermostat das du zum Ölkühler verbaut hast überprüft.
 
Zuletzt bearbeitet:
wie und was wurde am ölkreislauf umgebaut???
original hatten verschiedene motoren probleme mit dem 3. pleuellager sowohl 900r/1000rx/zx10/zzr100
übergänge von ölleitungen zu ölbohrungen (halb zu) sollten dafür verantwortlich gewesen sein!!!!!

Das haben die ZRX1100 ,ZRX1200, ZZR1200 auch noch.
 
Warum habt ihr die Ölbohrung im Gehäuse nicht verschlossen ?
🙁 Ich hab den Motor selbst ja nicht umgebaut. So aus dem Auge wüsste ich jetzt aber auch nicht, wie man das Loch im Gehäuse sonst verschließen soll, bzw. wie man den Verschluß befestigt.

Ich vermute mal das da irgendwo der Öldruck flöten geht, hast du mal das Thermostat das du zum Ölkühler verbaut hast überprüft.

Nee, noch keine Zeit gehabt. Wollte mich jetzt diese Woche mal dran setzen. Wobei ich jetzt noch nicht weiß, wie ich daß Prüfen soll. Da das aber ein extra Pumpenabgang ist, kann ich mir auch keinen Zusammenhang erklären, selbst, wenn es eingeschränkt funktioniert.

DAS es funktioniert, sehe ich ja an meiner Öltemperaturanzeige im Cockpit. Selbst Sylvester hatte ich nach ca. 5Km warmes Öl. Also dauerhaft zu kalt bleibt sie definitiv nicht.

Gruß, Alex
 
Dort einen Stopfen einbauen, z.B. Schraube mit Loctite einkleben. Und zur Sicherheit in der Ölwannendichtung den Ausschnitt verschlossen lassen, sofern man wie ich, die Dichtungen selber schneidet.

img_4415_2.jpg


Grüße

Michael
 
Dort einen Stopfen einbauen, z.B. Schraube mit Loctite einkleben. Und zur Sicherheit in der Ölwannendichtung den Ausschnitt verschlossen lassen, sofern man wie ich, die Dichtungen selber schneidet.



Grüße

Michael

So, hab mal nachgeschaut. Der Stopfen ist da, aber oben im Gehäuse. Da war eine 8er Madenschraube eingesetzt. Also war die Welle nur noch drin, damit man sich am Simmerring nicht noch was überlegen muß.

Wer hat eigentlich mal das Gerücht in die Welt gesetzt, daß man nach einem Lagerschaden unbedingt den Ölkühler entsorgen soll? Ist doch Quatsch. Da sitzt doch das Ölsieb vor. Was da noch durchgeht, würde wohl eher für Verschleiß in der Pumpe sorgen, als den Kühler dicht zu setzen.

Gruß, Alex
 
So, hab mal nachgeschaut. Der Stopfen ist da, aber oben im Gehäuse. Da war eine 8er Madenschraube eingesetzt. Also war die Welle nur noch drin, damit man sich am Simmerring nicht noch was überlegen muß.

Wer hat eigentlich mal das Gerücht in die Welt gesetzt, daß man nach einem Lagerschaden unbedingt den Ölkühler entsorgen soll? Ist doch Quatsch. Da sitzt doch das Ölsieb vor. Was da noch durchgeht, würde wohl eher für Verschleiß in der Pumpe sorgen, als den Kühler dicht zu setzen.

Gruß, Alex

Im oberen Gegenstück zu der Öldruckleitung in der Wanne würde mir die o.a. Abdichtung nicht genügen bzw. halte ich für potentiell gefährlich. Die kleinste Undichtigkeit am Übergang mit der Papierdichtung dazwischen bedeutet, daß dir der Öldruck für alle nachfolgenden Verbraucher an der Stelle flöten geht.

Grüße

Michael
 
Im oberen Gegenstück zu der Öldruckleitung in der Wanne würde mir die o.a. Abdichtung nicht genügen bzw. halte ich für potentiell gefährlich. Die kleinste Undichtigkeit am Übergang mit der Papierdichtung dazwischen bedeutet, daß dir der Öldruck für alle nachfolgenden Verbraucher an der Stelle flöten geht.

Grüße

Michael

Hat sich doch eh erledigt, weil der ganze Zauber raus fliegt und ich auf die originale Ölversorgung und Ausgleichswelle zurück rüste...

Gruß, Alex
 
Hat sich doch eh erledigt, weil der ganze Zauber raus fliegt und ich auf die originale Ölversorgung und Ausgleichswelle zurück rüste...

Gruß, Alex


Moin
Würd ich auch machen, fahr den Ölkreislauf der GPZ nun schon 6 Jahre an dem ZZR Rumpf und das ohne Probleme. Der hält mehr aus als ihm hier einige zutrauen.
Gruss Michael
 
Moin
Würd ich auch machen, fahr den Ölkreislauf der GPZ nun schon 6 Jahre an dem ZZR Rumpf und das ohne Probleme. Der hält mehr aus als ihm hier einige zutrauen.
Gruss Michael

wird doch wahrscheinlich von mind. einem Konstrukteur/ Ingenieur erdacht worden sein und nicht vom Hausmeister, Entschuldigung Facility Manager.

Ich gehe immer davon aus, das das Ganze bei Großserienprodukten auch hinreichend getestet worden ist, außerdem, wenn Anlass zur Klage bestanden hätte, dann hätte man doch innerhalb von 20 Jahren Produktionszeit etwas verändert - oder?

Gruß Micha
 
Hello All
Sollte das nich lieber ein Fachmann machen. Nennt sich Zweiradmechaniker ist als Ausbildungsberuf sogar annerkannt von der IHK 😀.
Gruß Joey

Da soll der Alex mal lieber selber ran, denn der sogenannte "Fachmann" hat das m.b.M.n. erst verursacht. 😀
Und die IHK wird (ebendso wie die diversen Handwerkskammern) völlig überbewertet, am meisten von sich selbst.

Grüße

Michael
 
Nö... offensichtliches habe ich noch nicht gefunden. Bin aber im Moment auch nicht voll dabei. Entweder keine Lust oder keine Zeit. Habe gestern erst mal mit der Plastigage angefangen, muß jetzt aber erst mal das Silikon runter pulen weil mir das wahrscheinlich die Mesung verfälscht hat.
 
Zurück
Oben