Motor fest?

Das werden Dichtungsreste sein.
Ich würde die Ölwanne abbauen und das Ölsieb kontrollieren, wenn beim Ölablassen schon Dichtungsreste rausgeschwemmt werden, dann könnte auch noch einiges im Ölsieb hängen. Auf jeden Fall bist Du dann auf der sicheren Seite, dann weißt Du das Ölsieb und Ölwanne schon mal sauber sind. Immer wenn schon mal wer am Motor war findet man Dichtungsreste, weil mit der Motordichtmasse meist sehr großzügig umgegangen wird und irgendwann löst sich die nach innen gequetschte Dichtmasse und fällt in den Motor. Dann liegt sie irgendwann in der Ölwanne und ein Teil wird angesaugt und verstopft das Ölsieb. Bei der GPZ 500 von meiner Frau war dadurch ein kapitaler Motorschaden entstanden, ok nicht nur durch die Dichtungsreste, irgendwer hatte auch noch ein Zewatuch im Motor vergessen. Das Sieb war komplett zu und trotzdem hat er noch 25.000 km gelaufen.

Gruß c-de-ville

Hi,
OK vielen Dank für die Info!🙂 Die Ölwanne baue ich dann auch noch ab!

LG
Matthias
 
Wenn das Öl nach Benzin riecht, dann sind die Schwimmernadeln im Vergaser undicht. Der Benzinhahn sollte dann auch überprüft und gereinigt werden. Dann neue Dichtungen, Feder und Unterdruckmembrane einbauen. Das Mopped kannste ohne Ölwanne und Zündkerzen ein paar Tage ausdünsten lassen.
 
Wenn das Öl nach Benzin riecht, dann sind die Schwimmernadeln im Vergaser undicht. Der Benzinhahn sollte dann auch überprüft und gereinigt werden. Dann neue Dichtungen, Feder und Unterdruckmembrane einbauen. Das Mopped kannste ohne Ölwanne und Zündkerzen ein paar Tage ausdünsten lassen.

Hi,
OK, mach ich.
Muss man die Ölwannendichtung ersetzen (ist noch nicht abgebaut)? Die Kurbelgehäusedichtung hatte sich teilweise aufgelöst, die mach ich natürlich neu.
Dumme Frage: Kann ich mit offenem Kurbelgehäuse und offener Ölwanne, Filter, Ölleitungsschraube kurz den Anlasser antippen um zu Testen ob er funktioniert (Zündkerzen sind raus)?

LG
Matthias
 
Hi,
OK, mach ich.
Muss man die Ölwannendichtung ersetzen (ist noch nicht abgebaut)? Die Kurbelgehäusedichtung hatte sich teilweise aufgelöst, die mach ich natürlich neu.
Dumme Frage: Kann ich mit offenem Kurbelgehäuse und offener Ölwanne, Filter, Ölleitungsschraube kurz den Anlasser antippen um zu Testen ob er funktioniert (Zündkerzen sind raus)?

LG
Matthias
Die Dichtungen für Ölwanne und Kurbelgehäuse sind Papierdichtungen. Die müssen ersetzt werden.
Den Anlasser kurz antippen ist kein Problem. Die Lager sind ja nicht komplett trocken.
 
Ich habe Ölwannendichtungen auch schon im Stück ausgebaut bekommen, klebte auf der Ölwanne, so wieder eingebaut und war dicht. Papierdichtungen reibe ich vor dem Verbauen von beiden Seiten mit Fett ein, ist dicht und lässt sich im Stück demontieren.

Gruß c-de-ville
 
Ich habe Ölwannendichtungen auch schon im Stück ausgebaut bekommen, klebte auf der Ölwanne, so wieder eingebaut und war dicht. Papierdichtungen reibe ich vor dem Verbauen von beiden Seiten mit Fett ein, ist dicht und lässt sich im Stück demontieren.

Gruß c-de-ville

Hi,
dann werde ich vorsichtig ans Werk gehen, Danke für den Hinweis.

Gute Nacht
Matthias
 
Hallo miteinander,
ich habe gerade am Hinterrad drehend (5.Gang) den Motor bewegt und anschließend den Starter angetippt - der Anlasser kommt wieder. Vielen Dank für Euere Unterstützung!

Wenn ich die Kurbelwelle mit dem Schraubenschlüssel per Hand drehe, gibt es in gewissen Winkelabständen einen kleinen Widerstand, nicht sehr stark aber spürbar ist das Normal?

Gruss
Matthias
 
Herzlichen Glückwunsch

ich glaube so etwas hatte ich auch schon mal, Gang rein hin und her geruckelt und auf einmal ging der Anlasser wieder. Das kam aber nur 1x vor, sonst hätte ich mir das gemerkt.
Der Widerstand beim Durchdrehen ist die Kompression der einzelnen Zylinder. Schraub mal die Kerzen raus, dann müsste es weg sein.

Gruß c-de-ville
 
Herzlichen Glückwunsch

ich glaube so etwas hatte ich auch schon mal, Gang rein hin und her geruckelt und auf einmal ging der Anlasser wieder. Das kam aber nur 1x vor, sonst hätte ich mir das gemerkt.
Der Widerstand beim Durchdrehen ist die Kompression der einzelnen Zylinder. Schraub mal die Kerzen raus, dann müsste es weg sein.

Gruß c-de-ville

Hi,
die Kerzen waren schon raus....

Gruss
Matthias
 
Vergaser:
Wenn du aufmachst, Düsen- und Nadeldaten notieren, die originalen Werte hast du?
Sind hier auf ner Vergleichsliste.

Und beachten, die Membranen unter Sprit sind dann zu groß, ganz trockene zu klein!

Nadeln und Nadelsitze polieren, Chokegestänge schön gängig machen, grob mit Kugeln vorsynchronisieren.

Schieber vorsichtig glätten.
Usw.....
 
Vergaser:
Wenn du aufmachst, Düsen- und Nadeldaten notieren, die originalen Werte hast du?
Sind hier auf ner Vergleichsliste.

Und beachten, die Membranen unter Sprit sind dann zu groß, ganz trockene zu klein!

Nadeln und Nadelsitze polieren, Chokegestänge schön gängig machen, grob mit Kugeln vorsynchronisieren.

Schieber vorsichtig glätten.
Usw.....

Hallo,
Danke für die Info, werde ich machen. Da gibt es ja im Forum viele gute Tips und Anleitung für die Nadelsitze etc. Werkstatthandbuch habe ich. Ich werde diesmal auch Alles mit der Lehre nachmessen.
Leider gibt es ja mit den Vergaserreparaturkits Überraschungen. Da sind manchmal Teile drin die passen so gar nicht zum Vergaser (Suzuki meiner Frau, zum Verzweifeln, da nimmt man lieber die alten Düsen und macht Alles penibel sauber....).

Schieber beim Mikuni BS34SS (GSX400E, Baujahr 84) habe ich mal dünn mit MoS2 Lack besprüht, nach 48h mit Benzin abwischen, war auf jeden Fall nicht schädlich. Ob es der Bringer war kann ich aber nicht wirklich bestätigen, war ein Tip um Nebenluft zu verbannen. Läuft jetzt gut auch wenn es kalt ist und nimmt auch ruckartiges Gasgeben wieder gut an. Kausaler Zusammenhang ist schwierig herzustellen, da ich ja die Vergaser nahezu komplett zerlegt hatte.

Aber "glätten" der Schieber, da bräuchte ich noch mal eine Info. Das Maximale was ich in dieser Richtung bislang an den Schiebern machte, war mit einem Mikrofasertuch die Schieber und die Führung von alten Benzinresten säubern.

Gruss
Matthias
 
Die Schieber werden je nach Laufleistung Schleifspuren, vor allem an den "Flügeln", haben. Bei mir ist das schon seit Jahren so, dass wenn ich die Schieber Attacke aufreiße, ein Schieber oben hängen bleiben kann. Dann läuft sie unter 3.500 U/min. etwas rumpelig, irgendwann fällt der Schieber wieder runter und alles ist gut. Ansonsten laufen die Vergaser noch sehr schön, auch der Verbrauch ist eher gering.
Wenn ich nicht so faul wäre, dann hätte ich da schon längst nachgesehen, aber es kommt 5x im Jahr vor wenn es hoch kommt und so stört es mich nicht. Da stört mich schon eher der Leerlauf, der sich nicht genau einstellen lässt, entweder zu tief oder zu hoch. Aber ich weiß wenn ich da bei gehe dann will ich es perfekt haben und dann dauert das und Vergaser ein- und ausbauen macht auch mit guten Gummis keinen Spaß und mit 1x kommt man meist nicht hin.



Zu dem MOS2-Lack hätte ich gern mal nähere Infos, da habe ich noch nicht von gehört. Vielleicht wäre das ja was für meine Schieber. Übrigens meine Vergaser habe ich bisher nur 1x gereinigt, wie man das früher so gemacht hat, ohne Ultraschall nur mit Druckluft und bin bis jetzt 155.000 km mit gefahren, Laufleistung der Vergaser kurz vor 200.000 km und es wurde noch kein Teil getauscht wenn ich mich recht erinnere. Ich finde hier wird viel zu viel an den Vergasern rumgebastelt und ausgetauscht, die Teile halten länger als man glaubt.


Gruß c-de-ville
 
Ich denke mal, der Anlasser wird nichts haben. Ein oder mehrere Zylinder waren voll Sprit gelaufen und da hat der Anlasser es nicht mehr geschafft. Flüssigkeiten kann man ja nicht komprimieren.
Gruß Stefan
 
Vielleicht wäre das ja was für meine Schieber. Übrigens meine Vergaser habe ich bisher nur 1x gereinigt, wie man das früher so gemacht hat, ohne Ultraschall nur mit Druckluft und bin bis jetzt 155.000 km mit gefahren, Laufleistung der Vergaser kurz vor 200.000 km und es wurde noch kein Teil getauscht wenn ich mich recht erinnere. Ich finde hier wird viel zu viel an den Vergasern rumgebastelt und ausgetauscht, die Teile halten länger als man glaubt.


Gruß c-de-ville


Sehe ich auch so. Was auf alle Fälle was bringt ist regelmäßiges Bewegen des Mopeds... Solche Vergaserprobleme kenne ich eigentlich auch nur bei längeren Standzeiten.
 
Die Schieber werden je nach Laufleistung Schleifspuren, vor allem an den "Flügeln", haben. Bei mir ist das schon seit Jahren so, dass wenn ich die Schieber Attacke aufreiße, ein Schieber oben hängen bleiben kann. Dann läuft sie unter 3.500 U/min. etwas rumpelig, irgendwann fällt der Schieber wieder runter und alles ist gut. Ansonsten laufen die Vergaser noch sehr schön, auch der Verbrauch ist eher gering.
Wenn ich nicht so faul wäre, dann hätte ich da schon längst nachgesehen, aber es kommt 5x im Jahr vor wenn es hoch kommt und so stört es mich nicht. Da stört mich schon eher der Leerlauf, der sich nicht genau einstellen lässt, entweder zu tief oder zu hoch. Aber ich weiß wenn ich da bei gehe dann will ich es perfekt haben und dann dauert das und Vergaser ein- und ausbauen macht auch mit guten Gummis keinen Spaß und mit 1x kommt man meist nicht hin.



Zu dem MOS2-Lack hätte ich gern mal nähere Infos, da habe ich noch nicht von gehört. Vielleicht wäre das ja was für meine Schieber. Übrigens meine Vergaser habe ich bisher nur 1x gereinigt, wie man das früher so gemacht hat, ohne Ultraschall nur mit Druckluft und bin bis jetzt 155.000 km mit gefahren, Laufleistung der Vergaser kurz vor 200.000 km und es wurde noch kein Teil getauscht wenn ich mich recht erinnere. Ich finde hier wird viel zu viel an den Vergasern rumgebastelt und ausgetauscht, die Teile halten länger als man glaubt.


Gruß c-de-ville

Hallo c-de-ville,
ich bin auch vom Ultraschall abgerückt und reinige 15min in Zitronensäurelösung, pi mal Daumen, ein Tipp von Winni Scheibe:
http://www.winni-scheibe.com/ta_technik/vergaser_r.htm

Anschließend siebe ich das Ganze in einen Kanister, kann man immer noch super Schrauben und Kleinkram entrosten.

Zum MoS2 Gleitlack gab es folgenden Thread:
https://bmw-einzylinder.de/forum/index.php?topic=4156.0

Unimoly C220 gibt es jetz von Klüber und ist ziemlich teuer und nicht so einfach zu bekommen.
https://shop.gottwald-hydraulik.com/chem.-wartungsprodukte/klueber-lubrication/31847/klueber-unimoly-c-220-spray-400-ml?gclid=EAIaIQobChMIi8aprK-q7QIVieR3Ch0G7wAeEAAYASAAEgIvdfD_BwE

Ich gestehe ich habe im jugendlichen Leichtsinn den Weicon MoS2 Gleitlack genommen, ob dieser komplett Benzinbeständig ist, bin ich mir nicht ganz sicher, oberflächlich konnte ich ein wenig mit Benzin abreiben, dann blieb aber eine ziemlich gute Schicht drauf, möglicherweise tatsächlich in dem Bereich wo der Gasschieber uneben geworden ist. Bitte das aber als "off label" betrachten, ausgewiesen "Benzinfest" steht auf dem Unimoly C220 Original.:s231:

Bei der Suzuki GSX400E läuft wieder Alles sehr gut - die Lackschicht ist auch wirklich hauchdünn, ich denke, falls diese sich doch löst, sollte dies kein riesiges Problem sein.
Über den Winter lass ich den Sprit aus den Schwimmerkammern ab, im Frühjahr wird es sich zeigen, ob es es ein riesen Sch... war.

Gruss
Matthias
 
Sehe ich auch so. Was auf alle Fälle was bringt ist regelmäßiges Bewegen des Mopeds... Solche Vergaserprobleme kenne ich eigentlich auch nur bei längeren Standzeiten.

Ich denke mal, der Anlasser wird nichts haben. Ein oder mehrere Zylinder waren voll Sprit gelaufen und da hat der Anlasser es nicht mehr geschafft. Flüssigkeiten kann man ja nicht komprimieren.
Gruß Stefan

Hallo,
jooooh, Standzeiten sind immer blöd, wir haben einfach zuviel Mopeds - klingt in sich falsch, da man gar nicht genug Mopeds haben kann!:s129: - ist aber bei zu wenig Zeit leider wahr. Dann müssen da noch ein Paar Autos bewegt werden, wenn man dann noch Arbeiten muss, wird es schwierig. Was könnte man Alles schaffen, wenn man nicht Arbeiten müsste! Aber ja, ich bekenne mich schuldig:s141::s141::s141:

Also, nach dem Trocken legen bei rausgedrehten Kerzen war erstmal nur "Klick".
Mehrfaches Drehen des Hinterrades im hohen Gang brachte dann die Erlösung, der Anlasser erwachte wieder. Es könnte doch sein, dass sich das Anlasserritzel durch das Spritbedingte Blockieren der Zylinder etwas verkantet hat. Durch das Drehen mit Gang, könnte es sich dann wieder ordentlich ausgerichtet haben?

Gruss
Matthias
 
"..Aber "glätten" der Schieber, da bräuchte ich noch mal eine Info..."

Ich glätte die Schieber mit 600er und dann 1000er Papier, das ich um eine feine Feile wickle.
Nur ein bißchen, nicht flächig, sonst fehlt zuviel Material.
Auch unten glätte ich, entgrate, auch die Kanten im Ansaugkanal usw..
 
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