Länge Gabelstandrohre

Länge Gabelstandrohre

Hallo,

kann mir jemand sagen, wie lang die Gabelstandrohre für die GPZ 900 R bis und ab Modell A7 sind?

Vielan Dank im Voraus
Marco
 
Patrick schrieb:
Also quasi das komplette Gabelfederbein? Länge von wo bis wo?

Nein Patrik, ich meinte die Gesamtlänge des reinen Gabelstandrohres in mm (d.h. gemessen ohne Gabeltauchrohr, ohne Gabelfeder, ohne Gabelbrücken und ohne Länge der GPZ 900 R oder die jährliche Gesamtfahrleistung) ... und bitte keine Schätzmaße wie: „Das Gabelstandrohr müsste ca. 1200 mm lang sein, weil das hier mindestens 20 cm sind ...“

Keep on cruizin
und Danke an Alex
Marco
 
Tauchrohr, Gabelrohr, Standrohr, Standbein, Federbein, Gleitrohr, Telegabel, Tauchrohrhülse, Standrohrhülse, Gabelbein, Dämpferrohr...

Müsste man sich halt mal drauf einigen. Gibt auch genügend Leute die Ritzel zum hinteren Kettenrad sagen oder zu allem was nur so annähernd aussieht wie ein Kettenrad. Da kann man auch trefflich tagelang aneinander vorbeilabern.

Deswegen hab ich nochmal nachgefragt. Wenn man sich gleich unmissverständlich äussert, auch ohne Fachbegriffe (wie z.B. das Chromrohr das in der Aluhülse steckt oder die Aluhülse in der das Chromrohr steckt oder die gesamte Länge Oberkante bis Unterkante oder sonst was), kommt man oft schneller ans Ziel ! 😉
 

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Endlich Klarheit eingekehrt... Bis jetzt hab ich garnix mehr verstanden...:s32:
 
Jo, ich lass es jetzt auch 😀

Eine hydraulische Telegabel führt das Vorderrad und ist bei allen GS-Modellen etwa gleich aufgebaut. Am unteren Gleitrohr aus einer Aluminiumlegierung befinden sich die Aufnahmen für die Achse, die Bremsanker und die Schutzbleche.
Im Gleitrohr wird das Standrohr aus hartverchromtem Stahl geführt, das mit der Lenksäule verschraubt ist und die Lenkkräfte überträgt.
Im Standrohr wird die meist progressiv gewickelte Feder geführt, die sich oben gegen die Verschlussschraube und unten gegen das Dämpferrohr abstützt.
Das Dämpferrohr ist gemeinsam mit dem Endanschlagskonus im Gleitrohr durch eine Schraube, die sich unten in der Achsaufnahme befindet, verschraubt.
Es ist gegen das Gleitrohr mit einer Öldichtung abgedichtet, die durch einen Sprengring gesichert und durch eine Staubmanschette geschützt ist.
Und so funktioniert das Ganze:
Das Gleitrohr ist mit dem Dämpferöl gefüllt. Beim Einfedern wird das Gleitrohr in das Standrohr gedrückt und der Raum zwischen Gleit- und Dämpferrohr verkleinert. Das Öl wird so durch die kleinen Bohrungen des Dämpferrohrs gedrückt. Beim Ausfedern wird das Öl wieder zurückgesaugt.
Der Widerstand der dem Ölfluss entgegengesetzt wird, dient zur Dämpfung der Bewegung.
Bei vollem Einfedern stößt das Tauchrohr gegen den unteren Endanschlagkonus.
Beim vollen Ausfedern stößt das Tauchrohr gegen den oberen Bund des Dämpferrohrs. Zur Abfederung dieses Kontaktes gibt es bei einigen Modellen eine kleine Rückstellfeder.
Daneben haben einige Gabeltypen an der Verschlussschraube noch einen Federeinsteller, der die Vorspannung der Feder in 2 - 3 Stufen ermöglicht. Er wird durch eine Gummikappe abgedeckt.
Teilweise wird auch ein Anti-Dive-System zum Bremsnickausgleich eingebaut und so ein zu tiefes Eintauchen der Telegabel verhindert.
 
Und wenn wir schon dabei sind:

Einige haben immer mal gefragt nach den Vorteilen der Upside-Down-Gabeln - hier die Erklärung:

Die Upside-Down-Gabel ("Upse") ist eine auf den Kopf gestellte klassische Teleskopgabel, d.h. das äußere (schwerere) Gabelrohr befindet sich oben, das innere (leichtere) unten. Zweck der Umkehr der Anordnung ist die Reduzierung der ungefederten Massen, was sowohl eine kürzere Ansprechzeit als auch eine Verstärkung der Dämpfwirkung bewirkt, und besonders im Motorsport von Bedeutung ist, wo es auf hochpräzise Fahrwerksabstimmung ankommt.

Allerdings verlieren die inneren Gabelrohre etwas an Verwindungssteifigkeit, weil ihnen durch den umgekehrten Einbau die feste Fixierung durch die Gabelbrücken abhanden kommt und die Gabeldichtringe sind so einem stärkeren Verschleiß durch Verschmutzung unterworfen. Zudem wird das Gesamtgewicht der Gabelbeine konstruktionsbedingt größer.

Der Vorteil liegt darin, dass die geführten Fixpunkte der Tauchrohre weiter voneinander entfernt angebracht werden können, sodass eine wesentlich höhere Verwindungssteifigkeit des Gabelbeins erzielt wird und sich im Vergleich zur klassischen Teleskopgabel eine größere Fahrwerksberuhigung ergibt.

Schon die Firma Kreidler baute in den 70ern Mopeds mit aus Blech gepressten Upside-Down-Gabeln.
 
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