Habe ich im Netz gefunden 🙂 Wenn das so ist???? Aber 10 Liter auf Hundert????
Zuerst einmal steigt der Verschleiß. Der Ausdruck "schärfere" Steuerzeiten ist ohnehin irreführend. Erstes Entwicklungsziel bei einer normal ausgelegten Straßenmaschine ist es, eine möglichst harmonische Nockenkurve zu wählen, um die Belastungen (Beschleunigung, Verzögerung, Druck) des Ventiltriebs so moderat wie möglich zu halten. Die Folge ist, daß die Ventile relativ langsam öffnen und schließen, wodurch die Ventilüberschneidung relativ groß und der Öffnungswinkel relativ klein wird - die Leistung hält sich in Grenzen. Will man jetzt die Leistung steigern, muß man den Nocken so ändern, daß das Ventil möglichst spät aber dann sehr schnell öffnet (starke Beschleunigung der bewegten Massen, hoher Druck auf die Gleitbahnen, geringe Überschneidung der Öffnungswinkel von Ein - und Auslaßventilen), möglichst lang geöffnet bleibt um einen möglichst großen Einlaßwinkel zu erhalten (großer Einlaßwinkel = viel Frischgas)und dann möglichst schnell schließt, was eine steile Ablaufkurve verlangt. Diese wiederum ist nur realisierbar, wenn man den Ventiltrieb möglichst leicht baut und dazu sehr harte Ventilfedern verwendet, was wiederum den Verschleiß drastisch erhöht. Eine "scharfe" Nockenwelle hat also keine Spitze an der höchsten Stelle(was spitz oder scharf suggerieren würde), sondern an der höchsten Stelle einen relativ breiten, dem Radius folgenden Kopf und am Anfang und Ende desselben eine relativ scharfe Kante. Fazit: eine "schärfere" Nockenwelle allein steigert noch nicht den Spritverbrauch - im Gegenteil, weil die Frischgasverluste durch die Überschneidung abnehmen. Nimmt man sie zur Leistungssteigerung steigt natürlich auch der Spritverbrauch.