Falsches Öl, Kupplungsbeläge noch zu retten ?

Chrisbitti

New member
Falsches Öl, Kupplungsbeläge noch zu retten ?

Hallo Leute, ich hatte durch ein falsches (Teil- Syntetisches ) Motoröl bei meiner 900er eine rutschende Kupplung.
Da ich jedoch von einen Kupplungsverschleiß ausgegangen bin habe ich einen neuen kompletten Kupplungssatz gekauft. Beim Kupplungstausch und nachmessen der alten Beläge und Federn stellte sich heraus das diese von ihren Maßen eigentlich einer Neuware entsprechen, und das rutschen auf das falsche Motoröl zurückzuführen ist.
Deshalb meine Frage: Bringt es etwas die alten Kupplungbeläge mit Bremsenreiniger zu reinigen und danach wieder einzubauen oder besser die alten Kupplungsbeläge wegzuwerfen da ich das Syntetische Öl nicht mehr aus den Belägen rausbekomme ?

Mfg Christian
 
Ist das Rutschen denn mit den neuen Belägen weg ?
Das Rutschen kann auch vom schwer-
gängigen Nehmerzylinder kommen:s017:
 
Mucki hat recht , vermute auch ist der Geber Zylinder ,
die Beläge nicht mit Bremsenreiniger behandeln ist Aceton lieber in Benzin legen
hate auch das Problem ,bis hin schieben so 2,5 km der Geber hatte sich nicht mehr zurück
bewegt ,du hast aber vor den Einbau die neuen Beläge in Motoroel gelegt für min
2 Stunden oder Trocken eingebaut ?

gruß predator
 
Ich weiß das mein Ex Mopedschrauber schon ein paarmal Kupplungsbeläge gerettet hat, die im falschen Öl gelaufen sind, er hat sie über mit einer Lauge aus Waschpulver und Wasser ausgekocht... danach seien die wie neu gewesen, ich habs nie selber probiert, aber er hat davon gerne erzählt....
 
Mal ne andere Frage:

Was war denn das für ein falsches Motoröl?

Ich hab auch mal Kupplungsbeläge gereinigt, weiß aber nicht mehr weshalb die durchgerutscht sind. Hab damals glaube ich Aceton genommen, haben jedenfalls wieder funktioniert.

Gruß c-de-ville
 
Ich hab mit altem Öl verklebte Beläge von ner jahrelang gestandenen Dicken miit neuem Öl eingeweicht und gewaschen. Danach taten sie genau das was sie sollten.
Fett löst man mit Fett, dann können die Beläge auch keine anderen und evtl. schädlichen Lösungsmittel "aufsaugen".
Allerdings glaube ich auch nicht an ein Ölproblem.
Ich hab in der Dicken mineralisches und auch syntetisches Öl ohne Probleme gefahren.
 
Oh, ein Öl-Thread ....

Ich weiß auch was :s097:.

Ob mineralisch, teilsyntetisch oder syntetisch ist für ein ölbedingtes Kupplungsrutschen unerheblich. Synthetisch heist ja nur, daß die Molekülketen des Grundöls aufgebrochen und nach Bedarf wieder zusammengesetzt werden. Entsprechend gleichmäßiger ist der Aufbau. Und teilsynthetische Öle sind ein Gemisch von beiden. Ein Problem für Motorradkupplungen sind die Reibwertminderer, die bei Leichtlaufölen für PKW-Verwendung zugegeben werden, um den Verschleiß zu mindern.

Zum nachlesen bei Stoffregen, Motorradtechnik.


Grüße

Michael
 
Mir Schwoba fahrat emmer mit Alteel aus alde Bulldog. Des koscht nix ond duat der Kupplung garnix. Do isch was anders he :s040:
 
Hey Schwob.....
do sigsd obbä om Ölscxhauglos gor nichds, walls alles schwodz ist...

Grüß Gott,
ich tippe auch auf das Umfeld der Kupplungsbeläge.
Bei der 535er Vigago meiner Frau rutschte auch die Kupplung.
Ich bestellte einen Satz und wechselte Kupplung& Federn ( Federn waren "verstärkt"=Drahtdurchmesser war größer).
Dannach war alles OK.
Da waren aber auch nur die Federn schlapp, da man das rutschen mit sehr leichten Kupplungshebel ziehen auch provozieren konnte.
Am zeitauwändisten war die werksmäßig angeklebte Papierdichtung am Seitendeckeln sauber ab zu bekommen.
Öh...der V2 hat dort auch eine Lustige Kurbelwellenölversorgung des Pleuellagers durch den Kurbelwellenstupf und einen "U-Kanal" durch den Seitendeckel an die Ölpumpe...Durch die Hauptlager ware schwierig, da dort Wälzlager eingesetzt sind...
An der 900R wechselte ich vor >10 Jahren mal die Kupplung, da die nach der Winterpause immer ARG zusammengeklebt war...messbaren Verschleiß, hatten die alten Beläge aber auch nicht.
Ich fahre immer gutes 10W40 Fassöl teilsyn.
Schönenen Gruß Schorsch
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Leute.

Danke mal an alle für eure Hilfe.
An alle betr. Kupplungsumfeld:
Geberzylinder, Nehmerzylinder sogar die flexible Druckleitung der Kupplung hatte ich vor ca. 2 Jahren getauscht. Beim Jährlichen Flüssigkeitswechsel wird von mir die Brems und Kupplungsflüssigkeiten sowieso Standartmäßig gewechselt.

Jetzt ist eine ich glaube das heißt TRW Kupplung mit verstärkten Federn ( FA. LOIS )drinnen und die funktioniert seit gestern gut.

Betr. ÖL:
Beim Ölwechsel vor ca. 1 Jahr ist damals ein Castrol 10-40 Teilsynthetisch reingekommen, ich weiß den Namen nicht mehr jedoch war dieses in einen Roten 5 Ltr. Kanister. ( Da ich immer das Altöl mit dem neuen Kanister entsorge )

Jetzt ist ebenfalls ein Öl selber Viskosität drinnen, jedoch Mineralisch .

Habe alles bei der Tante Lois eingekauft, das ÖL das Sie hier in Österreich verkaufen ist von Adamol.

Komischerweise bin ich ja über 5000 km. mit diesen Teilsynthetischen Öl gefahren und es gab keine Probleme. Jetzt vor dem Winter fing plötzlich die Kupplung an zu rutschen. Könnte es evtl. sein das die Kupplungsfedern obwohl Sie entspannt von der Länge her passen würden, mit der Zeit evtl. "Weich" werden ? Und das Öl gar nicht der Verursacher des Kupplungsrutschen ist ?

Mfg aus Wien, Christian
 
Hallo nochmal.

Ist mir gerade noch eingefallen:
Natürlich habe ich die Kupplungsbeläge vor dem Einbau natürlich im neuen mineralischen Öl schwimmen lassen, also nicht "trocken" eingebaut, ist ja eine Kawa meine kleine Dicke und keine Cagiva mit "Trockenkupplung"

Also genau so gemacht wie im Rep. Handbuch geschrieben.

Regard's, Christian / Wien
 
Das mit dem Oel, halte ich trotzdem für ein Gerücht,
fahre seit Jahren nix anderes als Vollsynthetisch (darüber braucht man nicht mehr diskutieren ) und die Kupplung macht was sie soll.
 
Das mit dem Oel, halte ich trotzdem für ein Gerücht,
fahre seit Jahren nix anderes als Vollsynthetisch (darüber braucht man nicht mehr diskutieren ) und die Kupplung macht was sie soll.

Ich hab auch schon mineralisch, teil- und vollsynthetisch gefahren und die Kupplung hält, seit über 100.000 km mit den selben Lamellen und Federn und wenn sie keiner auf den ersten 52.000 km getauscht hat, dann hält sie sogar schon über 150.000 km.
Aber wie schon geschrieben wurde Leichtlauföle, Öle mit Graphit Zusatz, dünne Vollsynthetiköle 0W oder 5W sowie bestimmte Ölzusätze können schon die Kupplung durchrutschen lassen.

Gruß c-de-ville
 
Es werden einige kaum glauben :s209: aber es hat einen Sinn das es Motorrad- und PKW-Öle für die unterschiedlichsten Motoren und deren Entwicklungsjahrgänge gibt... :s111:

Es gibt sogar Maschinenbauingenieure und -techniker, die speziell Motoren und Öle aufeinander abstimmen... :s203:

Und oh Schreck, auch solche die die Eigenschaften von Motorkomponenten auf die Verträglichkeit mit Öle testen, und es kommen bei unterschiedlichen Temperaturen und Lastbedingungen auch unterschiedliche Ergebnisse raus... :s075:

Aber jeder schütte ruhig das in SEINEM/IHREM Motor rein was Er oder Sie für richtig hält und gut ist... :s084: die Industrie muss halt auch leben... :s100::s144:

Zudem gibt es kein schlechtes oder gutes Öle sondern geeignetes und ungeeignetes, was sich sehr stark nach den Einsatzbedingungen richtet... :s120::s177::s026:
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon halbwegs richtig, aber es gibt leider nur sehr wenige unterschiedliche Grundöle, die auch für unterschiedliche Motoren geeignet sind. Nur der Markt mit seiner Flut von Produkten und eigenen Fantasiebezeichnungen macht es für den Normalbürger unüberschaubar und deshalb gibt es immer wieder Ölfreds, die einfach nur auf Unsicherheit basieren.

Die Techniker auf die Du anspielst haben in erster Linie nur diese neuen Pumpe-Düse-Motoren und ähnliche in Verbindung mit den Ölen konstruiert. Ansonsten war es so, das für die Motorkonstruktion auf dem Ölmarkt die gewünschte Sorte ausgewählt wurde.

Außer diesen extremen vollsynthetischen Leichtlaufölen kann man nämlich in Motorrädern fast alle Öle fahren, egal wie alt das Motorrad ist. Die Jaso-Norm gibt es übrigens erst seit 1999. Das Jahr in dem die Ölbadkupplung erfunden wurde? Wohl eher nicht. Bei Jaso hat man nur die Öle an die Betriebsbedingungen im Motorradmotor angepasst um die Ölwechselintervalle zu verlängern. Meine Honda von 1973 hatte noch Ölwechsaelintervalle von 1.500 km, die GPZ hat schon 10.000 km und da gab es die Jaso-Norm auch noch nicht.
Beim Motorradmotor geht es einfach nur darum ein Öl mit langen Molekülketten zu haben, die von Getriebe und Kupplung bei den hohen Drehzahlen nicht so schnell zerschlagen werden. Diese Problematik gibt es in einem Automotor nämlich fast gar nicht. Der NSU Prinz 4 hat auch Motor und Getriebe mit dem gleichen Öl geschmiert und das ging in den 60er Jahren bei Ölwechselintervallen von 5.000 oder sogar 7.500 km sogar auch schon, die Motoren haben sogar 100.000 km und mehr gehalten.
Übrigens es gibt Untersuchungen darüber in Vorkriegsmotorrädern, die für unlegierte Öle konstruiert wurden, moderne Öle zu fahren. Die Motoren sind weitaus belastbarer und halten länger, aber nur wenn der Motor komplett zerlegt, gereinigt und mit modernen Toleranzen wieder montiert wurde. Bei ungeöffneten Motoren kann modernes Öl durchaus zu Motorschäden durch ablösen von Verkrustungen und/ oder zu großen Toleranzen und somit Öldruckverlust führen.

Gruß Micha :s126:
 
Mit Castrol Ölen hatte ich immer Probleme. Seitdem nehme ich nur noch die Louis Hausmarke.

In meine Bikes kommt auch nur noch Billigplörre rein, natürlich Bikeöl.
Man sollte aus dem Thema Öl keine Wissenschaft machen, das Zeugs was es vor 30 Jahren gab war nichts besonderes und unsere Bikes laufen trotzdem 100.000 km und mehr.
Was Micha und Andere hier schon geschrieben haben bestätigt das ja auch.
Am besten ein einfaches Standardöl rein, das entspricht wohl am besten der Plörre für die unsere Bikes vor 3 Jahrzehnten gebaut wurden.
Wichtig ist, das immer genug von dem Zeugs im Motor ist und man der Dicken auch mal frisches Öl gönnt.
 
Dann komm ich mal zur Frage zurück ob die Kupplungsscheiben nach Ölerneuerung weiter benutzt werden können.

JEPP, das können sie.

Ich hatte mich mal dazu überreden lassen Slick 50 beizumischen und meine Kupplung fing an zu rutschen. Weil dieses PTFE (Polytetrafluoräthylen) als Zusatz für die Kupplungsscheiben wohl nicht der Bringer war.

Ein Ölwechsel hat gereicht ohne die Kupplungsscheiben auszubauen und alles war wieder gut.

Grüße 🙂

Lutz
 
Wichtig ist, das immer genug von dem Zeugs im Motor ist und man der Dicken auch mal frisches Öl gönnt.

Genau so ist es. Meine Devise ist es, lieber billigeres Öl aber geprüftes und dafür häufiger wechseln.
Ich wechsele je nach Fahrstrecken und Zeit zwischen 5.000 und 10.000 km, meist aber nach max. 7.500 km und bei jedem 2. Ölwechsel kommt der Filter neu, dazwischen wird das Öl vom Filter nur abgelassen.
Ich habe aber immer noch nicht rausbekommen weshalb man inzwischen, die Ölwechselintervalle bei PKW auf 30.000 km und mehr verlängert, denn es ist doch bekannt, das die die Molekülketten zerhackt werden, das das Öl Säuren, Ruß und Dreck/ Abrieb bindet und somit mit zunehmender Laufleistung immer schlechter wird. Vielleicht ist das aber auch die einzige Möglichkeit die Langlebigkeit der Motoren etwas einzugrenzen, denn wenn ein Motor zwischen 200 und 300.000 km den Geist aufgibt, dann beschwert sich doch keiner. Aber nur deshalb, weil er nicht weiß, das der Motor auch hätte 400.000 km laufen können.

Gruß Micha
 
Die Techniker auf die Du anspielst haben in erster Linie nur diese neuen Pumpe-Düse-Motoren und ähnliche in Verbindung mit den Ölen konstruiert. Ansonsten war es so, das für die Motorkonstruktion auf dem Ölmarkt die gewünschte Sorte ausgewählt wurde.

Nicht ganz, die F+E in der Motorenentwicklung bei Audi, Bugatti, Mercedes, VW und auch BMW ist recht aktiv, bei Audi und Bugatti kitzeln Sie das letzte raus... aber bei Motoren die wir uns nicht leisten können...
 
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