..sehr intressant, über 70t Kilometer Laufleistung mit Ventilen welche zu geringe Einhärtetiefe haben.
Gaaanz einfach: Zauberwort Serienstreuung und Betriebsbedingungen
Da würde ich doch gerne weitere Infos dazu erfragen wollen, wie etwa Bj, Motornummer, Vorbesitzer, bevorzugte Kraftstoffmarke......
ah ja, diese "Bleiersatz-Additive" bestehen hauptsächlich aus organischem Kalium und Natrium. Letzeres ist eigentlich in jeder Küche zu finden.
Gruss
>sehr intressant, über 70t Kilometer Laufleistung mit Ventilen welche zu geringe Einhärtetiefe haben.<
Gaaanz einfach: Zauberwort Serienstreuung und Betriebsbedingungen; zu gering, um mehr als 70K durchzuhalten, verschdehschd ?
EZ: 1988
BJ: 1986
Vorbesitzer: Kawasaki Heavy Industries
Spritsorte: scheißegal, Hauptsache bleifrei
Farbe: rotweißblau (falls wichtig; schwarzrot ist vieleicht anfälliger ?)
Tetraethylblei oder Bleitetraethyl ist (war) ein Antiklopfmittel, ansonsten sehr schädlich für Mensch UND Motor. Untersuchungen beim Guten Stern (als man dort noch pflegte, gründlich zu arbeiten) ergaben signifikant erhöhten Verschleiss an allen Motorbaugruppen bei Verwendung verbleiten Kraftstoffes.
Die Mär von der Schmierwirkung am Ventilsitz ist nicht totzukriegen - deshalb einige Gegenbeispiele:
1. VW Käfer (und letztlich alle seinerzeit nach USA exportierten Fahrzeuge) lief anstandslos in USA mit bleifreiem Sprit, als die Hersteller in Europa bei Einführung der bleifreien Soße noch zögerten, ihre Motoren für diese freizugeben. Das Problem war die Oktanzahl und nicht die (vermeintliche) Schmierwirkung !
2. Guzzi-, BMW- und andere Fahrer fossiler Apparate werden gerne geschröpft mit sogenannten Bleifreiumrüstungen. Mein alternativer Umbau (mehrfach praktiziert) lautet: bleifrei (ggfs Suppenplus wegen Oktanzahl) tanken ohne irgendwas am Motor rumzustricken und sich darüber freuen, wie der Motor sich von dem Blei-Martyrium mit zunehmender Laufleistung erholt (weniger Klingelneigung).
3. Oldtimermarkt hat mal 2 Kadett C-Oldies (GG-Motore ohne Sitzringe) über 10000 km mit Blei gegen Bleifrei getestet: keine Unterschiede im Ventilspiel aber die Brennräume des einen Motors waren sauber (welcher wohl ?)
Noch ne Mär: "gepanzerte Sitzringe" = Quatsch, jibbed nid. Allenfalls Schleuderguss, Vergütet, Sinter oder Rotguss (zB Götze Eterna; Ducati 2V) . Es gibt nur gepanzerte Ventile, d.h. Aufschweissung von hochwolfram- und/oder molybdänhaltigen Legierungen am Sitzkegel. Die brauchts aber nur bei Ventiltellertemperaturen > 800°C ODER im aggressiven VERBLEITBETRIEB - na, merkt einer was von wegen Zirkelbezug zu Ursache und Wirkung.
Das KAWA-Ventilkegelschlägtsichein-Problem: wahrscheinlich Nitridschicht zu dünn, da Basiswerkstoff eher Low End und/oder Prozess suboptimal und/oder Sitzring im Kopf zu abrassiv. Dieses Verschleißbild kenne ich auch von Yamaha (TDM 850 / XJ 600). Andre Marken sind bestimmt auch betroffen, da auch deren Ventile aus dergleichen Sushifabrik stammen dürften.
Bleiersatzmittelchen: bestenfalls hilftsnix, schadsnix. Wenn Pech haben, dann Ventile versotten bis Schaft steckenbleiben, dann putt. Mehr mag ich dazu nimmer sagen.
Kücheningredienzien: Zeugs, mit dem ein gewieftes Teufelsweib den erschlafften Gemahl um die Ecke bringen könnte, kann dieser natürlich preventiv in sein Mopped kippen, um ggfs sein Ableben etwas hinauszuzögern. Sehr egoistisch ! Kann die Kawa doch nix für seinen schw...gesteuerten Fehlgriff.
Noch ein tröstendes Wort an die Stammtischpäpste: Ihr müßt jetzt ob dieser an Ratio und Prüfstandspraxis orientierten Darlegungen nicht verzagen oder gar konvertieren. Ihr werdet, von jeglichem Sachverstand gänzlich unbelastet oder gar halsaufwärts gelähmt, immer Eure gläubigen Jünger finden, die mit Andacht Euren Predigten lauschen und sich nicht durch blasphemisches Kätzergeschwätz auf den Irrweg zur Wahrheit leiten lassen.
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Glück auf !