Bleizusatz (angeblich zu weiche Ventile) ?

Hai

bei meiner 900er fing die Malaise erst bei ca 70000 an - von wegen ab 60000 ist der rote Bereich vorbei !!! Hängt von der Fahrweise und der Dicke der Härteschicht ab - es gibt KEINE weichen Ventile !! nur unterschiedliche Härteverfahren mit unterschiedlichen Einhärtetiefen.
Noch jed zum Bleiersatz: HÖRT BLOSS ALLLLLLLLE AUF MI DIESEM UNFUG !! DAS ZEUGS GEHÖRT AUF DEN SONDERMÜLL UND NICHT IN EINEN MOTOR - Weiterführende qualifizierte Untermauerungen dieser Tatsache (nicht Hypothese!) werde ich ich mir und insbesondere den Stammtischpäpsten ersparen.


..sehr intressant, über 70t Kilometer Laufleistung mit Ventilen welche zu geringe Einhärtetiefe haben.
Da würde ich doch gerne weitere Infos dazu erfragen wollen, wie etwa Bj, Motornummer, Vorbesitzer, bevorzugte Kraftstoffmarke......

ah ja, diese "Bleiersatz-Additive" bestehen hauptsächlich aus organischem Kalium und Natrium. Letzeres ist eigentlich in jeder Küche zu finden.

Gruss
 
ah ja, diese "Bleiersatz-Additive" bestehen hauptsächlich aus organischem Kalium und Natrium. Letzeres ist eigentlich in jeder Küche zu finden.

Gruss

Ist das nun schlecht oder gut?? 🙁🙁
Schaden sollte es ja nicht... soviel ich weiß...
 
das Blei damals in den Sprit hatte unter anderem die Aufgabe zu kühlen und legte auch
ne art Schutzpanzer um die Ventile. Sehe ich das jetzt falsch dann Korrektur.
Was bei den Ersatzkram im Brennraum passiert kann ich nicht sagen - weiß es nicht
(bin kein Chemiker) aber wenns wirklich helfen sollte das wechzundern der Ventile entgegen zu wirken dann kipp ich mir das Zeuch in den Tank.
Aber unglaublich von Kawasaki überhaupt so ein Material zu verbauen, was kommtn da noch ???
 
Nur so am Rande:

Das Problem der Ventile trifft nicht nur Kawa. Die Macken haben auch Yamahas, Hondas, Suflakis etc.

Egal, das ist ein mindestens 14 Jahre altes Mopped mit nem Motor aus einer Entwicklungszeit von ca. 1980

Die neuen Möpps sind da ja auch nicht besser. Nur da sind halt noch nicht soviele Info drüber zu finden.
 
Na ja, lassen wa erst mal alles auf einem zukommen, Hilfe schreien kann man ja immer
noch... hab mir bereits ne Reparaturanleitung "gerissen" sieht alles noch n bischen verbauter aus als bei den Luftgekühlten - aber wenn erst mal der innere Schweinehund besiegt ist werde ich mich schon damit ausführlicher befassen.
 
..sehr intressant, über 70t Kilometer Laufleistung mit Ventilen welche zu geringe Einhärtetiefe haben.

Gaaanz einfach: Zauberwort Serienstreuung und Betriebsbedingungen

Da würde ich doch gerne weitere Infos dazu erfragen wollen, wie etwa Bj, Motornummer, Vorbesitzer, bevorzugte Kraftstoffmarke......

ah ja, diese "Bleiersatz-Additive" bestehen hauptsächlich aus organischem Kalium und Natrium. Letzeres ist eigentlich in jeder Küche zu finden.

Gruss

>sehr intressant, über 70t Kilometer Laufleistung mit Ventilen welche zu geringe Einhärtetiefe haben.<

Gaaanz einfach: Zauberwort Serienstreuung und Betriebsbedingungen; zu gering, um mehr als 70K durchzuhalten, verschdehschd ?

EZ: 1988
BJ: 1986
Vorbesitzer: Kawasaki Heavy Industries
Spritsorte: scheißegal, Hauptsache bleifrei
Farbe: rotweißblau (falls wichtig; schwarzrot ist vieleicht anfälliger ?)



Tetraethylblei oder Bleitetraethyl ist (war) ein Antiklopfmittel, ansonsten sehr schädlich für Mensch UND Motor. Untersuchungen beim Guten Stern (als man dort noch pflegte, gründlich zu arbeiten) ergaben signifikant erhöhten Verschleiss an allen Motorbaugruppen bei Verwendung verbleiten Kraftstoffes.

Die Mär von der Schmierwirkung am Ventilsitz ist nicht totzukriegen - deshalb einige Gegenbeispiele:

1. VW Käfer (und letztlich alle seinerzeit nach USA exportierten Fahrzeuge) lief anstandslos in USA mit bleifreiem Sprit, als die Hersteller in Europa bei Einführung der bleifreien Soße noch zögerten, ihre Motoren für diese freizugeben. Das Problem war die Oktanzahl und nicht die (vermeintliche) Schmierwirkung !
2. Guzzi-, BMW- und andere Fahrer fossiler Apparate werden gerne geschröpft mit sogenannten Bleifreiumrüstungen. Mein alternativer Umbau (mehrfach praktiziert) lautet: bleifrei (ggfs Suppenplus wegen Oktanzahl) tanken ohne irgendwas am Motor rumzustricken und sich darüber freuen, wie der Motor sich von dem Blei-Martyrium mit zunehmender Laufleistung erholt (weniger Klingelneigung).
3. Oldtimermarkt hat mal 2 Kadett C-Oldies (GG-Motore ohne Sitzringe) über 10000 km mit Blei gegen Bleifrei getestet: keine Unterschiede im Ventilspiel aber die Brennräume des einen Motors waren sauber (welcher wohl ?)

Noch ne Mär: "gepanzerte Sitzringe" = Quatsch, jibbed nid. Allenfalls Schleuderguss, Vergütet, Sinter oder Rotguss (zB Götze Eterna; Ducati 2V) . Es gibt nur gepanzerte Ventile, d.h. Aufschweissung von hochwolfram- und/oder molybdänhaltigen Legierungen am Sitzkegel. Die brauchts aber nur bei Ventiltellertemperaturen > 800°C ODER im aggressiven VERBLEITBETRIEB - na, merkt einer was von wegen Zirkelbezug zu Ursache und Wirkung.

Das KAWA-Ventilkegelschlägtsichein-Problem: wahrscheinlich Nitridschicht zu dünn, da Basiswerkstoff eher Low End und/oder Prozess suboptimal und/oder Sitzring im Kopf zu abrassiv. Dieses Verschleißbild kenne ich auch von Yamaha (TDM 850 / XJ 600). Andre Marken sind bestimmt auch betroffen, da auch deren Ventile aus dergleichen Sushifabrik stammen dürften.

Bleiersatzmittelchen: bestenfalls hilftsnix, schadsnix. Wenn Pech haben, dann Ventile versotten bis Schaft steckenbleiben, dann putt. Mehr mag ich dazu nimmer sagen.

Kücheningredienzien: Zeugs, mit dem ein gewieftes Teufelsweib den erschlafften Gemahl um die Ecke bringen könnte, kann dieser natürlich preventiv in sein Mopped kippen, um ggfs sein Ableben etwas hinauszuzögern. Sehr egoistisch ! Kann die Kawa doch nix für seinen schw...gesteuerten Fehlgriff.

Noch ein tröstendes Wort an die Stammtischpäpste: Ihr müßt jetzt ob dieser an Ratio und Prüfstandspraxis orientierten Darlegungen nicht verzagen oder gar konvertieren. Ihr werdet, von jeglichem Sachverstand gänzlich unbelastet oder gar halsaufwärts gelähmt, immer Eure gläubigen Jünger finden, die mit Andacht Euren Predigten lauschen und sich nicht durch blasphemisches Kätzergeschwätz auf den Irrweg zur Wahrheit leiten lassen.

Ende of file
Glück auf !
 
Ich würde sagen, zu beginn tiefgründig, vollmundig, aber etwas bitter und derb im Abgang.

Kipp dir mal einen rein, :s131::s109: soll auch helfen.
Dann kannst ja nochmal die Edit Funktion suchen....

Für mich als Laie fehlt da leider der link zum Gutachten... Womit du nicht mal das Niveau eines Stammtischpapstes erreicht hast.
Sehe mich aber auch nicht mit der Problematik konfrontiert, deshalb habe ich sie auch nie recherchieren müssen.
 
Last edited:
Sorry Suppenkasper, aber irgendwie kann ich der Mähr vom sinnlosen Blei nicht ganz folgen. Ist die Erde vieleicht doch eine Scheibe.?:s009:

Ok, nun, in der General Aviation wird es die nächsten Jahrzehnte weiterhin verbleiten Kraftstoff geben. Nennt sich Avgas 100 LL, was soviel heist wie "Aviation Gasoline 100 Oktan Low Lead". Das Zeug enthält 0,56 g/L Blei, was 4x mehr ist als der ehemalige Tankstellensaft.
Etwa 95% aller Flugzeuge bis 5,7 Tonnen (Cessna, Piper....) werden von amerikanischen Lycoming oder Continental Kolbenmotoren angetrieben, welche auf Konstruktionen ende der 40er Jahre beruhen. Und hoch Verdichtet sind die gar nicht, denen genügt 80-87 Oktan.
Diese Motoren dürfen nicht ohne Blei in Betrieb genommen werden, und das ist eine weltweite Vorschrift.! Bleifrei ist von den Herstellern nicht freigegeben, und wird es auch in Zukunft nicht.
Die neuen modernen Motoren allerdings dürfen mit Mogas (Motor Gasoline) betrieben werden, also fast herkömmlichen Bleifreien Zapfzäulenmost.
Schlussfolgernd, muss das Bleihaltige Avgas ja irgend einen Nutzen für die ganzen alten Flugmotoren haben, wenn man es zwingend einfüllen muss.

Es gab auch mal eine Alternative, so hatte Porsche anfang der 80er den PFM 3200 entwickelt welcher die ganzen alten Motoren verdrängen sollte. Der war/ist für Bleifrei freigegeben.
Leider wurde dieser Zukunftsweisende Motor vorallem in den USA gänzlich Platt gemacht, sodass es Porsche nur gelang ca 100 Motoren zu verkaufen.

Gruss
 
Sorry Suppenkasper, aber irgendwie kann ich der Mähr vom sinnlosen Blei nicht ganz folgen. Ist die Erde vieleicht doch eine Scheibe.?:s009:

>Für die Amis wahrscheinlich schon, oder wieder !

Ok, nun, in der General Aviation wird es die nächsten Jahrzehnte weiterhin verbleiten Kraftstoff geben. Nennt sich Avgas 100 LL, was soviel heist wie "Aviation Gasoline 100 Oktan Low Lead". Das Zeug enthält 0,56 g/L Blei, was 4x mehr ist als der ehemalige Tankstellensaft.
Etwa 95% aller Flugzeuge bis 5,7 Tonnen (Cessna, Piper....) werden von amerikanischen Lycoming oder Continental Kolbenmotoren angetrieben, welche auf Konstruktionen ende der 40er Jahre beruhen. Und hoch Verdichtet sind die gar nicht, denen genügt 80-87 Oktan.

>Eine niedrige Verdichtung bedeutet noch lange nicht, dass ein Motor nicht ausgeprägt klopfbegrenzt ist und daher 100 ROZ braucht. Der Oktanzahlbedarf hängt signifikant ab von Brennraumform, Bauteiltemperaturen, Zündkerzenlage, Volumen zu Oberflächenverhältnis des Brennraums, Gemischaufbereitung, Ladungsbewegung, Ladungstemperatur etc - moderne japanesische Motorradmotoren laufen allesamt mit >12:1 auf Bleifrei mit 91 Oktan. Desweiteren gilt generell: je größer der Zylindereinzelhubraum, desto höher der Oktanzahlbedarf bei vergleichbarer Verdichtung.
Wie Du ja schon festgestellt hast, sind diese Stationäraggregate (das bezieht sich auf die vorwiegende Betriebsart und nicht auf die Immobilität) "etwas" älter und dahe bestimmt nicht mehr das Maß der Dinge. Noch ältere SV Konstruktionen sind bei Epsilon=5-6 rumgekrebst und bedurften hochoktanigen Kraftstoffes.

Diese Motoren dürfen nicht ohne Blei in Betrieb genommen werden, und das ist eine weltweite Vorschrift.! Bleifrei ist von den Herstellern nicht freigegeben, und wird es auch in Zukunft nicht.

>Dafür sehe ich 2 Gründe:
1. eine Umstellung auf eine andere Kraftstoffart würde uU eine neue Zertifizierung, womöglich noch nach aktualisierten Regularien erfordern, incl. der dann eintertenden Produkthaftung - da schiss sich doch Cessna eine Zeit lang derart ins Hemd, dass die temporär gar nix neues mehr gemacht haben
2. die Freigabe einer andren Kraftstoffsorte würde entsprechend firmeninterner Regularien ein umfangreiches Testprogramm mit den entsprechenden Kosten nach sich ziehen; unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten Nonsens, da eine Amortisation nicht gegeben ist. Das gilt auch für die Auto- und Motoradfritzen - warum sollte BMW zB seine alten Rüben (falls es sowas representativ im Werk überhaupt noch gibt) auf Bleifrei abrüfen, wenn eh keine Talerchen in die Kasse fließen.

Die neuen modernen Motoren allerdings dürfen mit Mogas (Motor Gasoline) betrieben werden, also fast herkömmlichen Bleifreien Zapfzäulenmost.
Schlussfolgernd, muss das Bleihaltige Avgas ja irgend einen Nutzen für die ganzen alten Flugmotoren haben, wenn man es zwingend einfüllen muss.

>Ja, den hat es: die Klopffestigkeit, ohne neu zertifizieren oder freigeben zu müssen. Es gab halt sehr lange gar kein anderes Antiklopfmittel als Bleiteraethyl - musste erst entwickelt werden, als aufgrund der Katalysatorproblematik.

Keine Regel ohne Ausnahme: es gibt tatsächlich Motore (einer ist mir beruflich über den Weg gelaufen), die (vermeintlich!) auf Bleifrei mit Sitzeinschlag reagieren - ABER das sind dann archaische Konstruktionen mit ebensolchen Werkstoffen, Lichtjahre entfernt vom Ausgangspunkt diese Disputs (Kawa GPZ 4V Motore - wir erinnern uns).
Desweiteren müssten wir dann, um das zu verstehen, wenn wir es denn wollten, die Effekte der Tribomutation berücksichtigen - absolutes Nervengift für Päpste, Jünger und andere Demagogen.



Es gab auch mal eine Alternative, so hatte Porsche anfang der 80er den PFM 3200 entwickelt welcher die ganzen alten Motoren verdrängen sollte. Der war/ist für Bleifrei freigegeben.
Leider wurde dieser Zukunftsweisende Motor vorallem in den USA gänzlich Platt gemacht, sodass es Porsche nur gelang ca 100 Motoren zu verkaufen.

>Den Motor habe ich auch wahrgenommen - brillant gemacht, daher Teufelszeug für die Amis, neben den protektionistischen Anwandlungen.

>Weisst Du was aus Dätwyhler geworden ist ?

Gruss
Auch Gruss
Suppenkasper
 
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