Motorrevision nach Lagerschaden

So, mal was Neues zum Motor:

Irgendwie passt das, was ich in der Wanne gefunden hatte, nämlich einiges an grauem Schlamm und 1-2 kleine goldene Späne, nicht so richtig zum gefundenen Schadenbild. Das dritte Pleuellager sieht zwar angegriffen aus, sogar eine Art Kratzer ist ringsrum in der Oberfläche zu sehen, als wenn da ein Span durchgelaufen wäre. Aber das war's auch. Die anderen Pleuellager haben eher einfach nur glänzende Spuren. Durch ist definitiv kein einziges Lager, also sind die goldenen Späne noch vom Altschaden. An den Hauptlagern ist eigentlich gar nichts zu sehen.

Gefunden haben ich eigentlich nur eine kleine Macke an dem O-Ring vom S-Rohr an der Stelle, wo es im Lagerbock sitzt. Aber die Macke ging nicht über die gesamte Dicke. Aber, wer weiß, bei 2,7 Bar...

Trotzdem alles faszinierend: Der erste Schaden mit Spänen im Ölpreis tauchte bei knapp 10T Km nach Neuaufbau , allerdings mit alten Lagerschalen, auf. Bei dem Ölwechsel dazwischen war nichts festzustellen. Darauf hin wurde beim Neulagern ja auch der Ölkreislauf wieder auf original zurück gerüstet.
Der Schaden jetzt ist nach 5T Km aufgefallen, aber eben nur der graue Schlamm. Nach 1500 Km hatte ich das Öl ja noch durch ein Stück Stoff gefiltert, aber nichts außergewöhnliches gefunden. Und der Öldruck war ja beim ersten Start auch komplett nach WHB-Vorgabe. Kalt und warm...

Weiß grad nicht so richtig, wie ich jetzt weiter vorgehen soll.

Gruß, Alex
 

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Ich weiß, woran es liegt.
Eine Pleuellagerhälfte hat sich gelöst und ist ins Getriebe gewandert.
Siehe Bild 1. :s207:

Güldene Späne sind wohl Messing? Die Ölleituntgen z.B. sind mit Messinglot hartgelötet.
Aus den Lagerschalen kann's ja nicht sein, da ist m.W.n. nur Blei, Kupfer und Zinn verarbeitet.


Grüße

Michael
 
Oh oh, dass liest nicht so schön. Wollte ich doch meine original Motor auch wieder aufbauen lassen. Aber wenn der immer wieder kaputt geht überlege ich das noch mal
 
https://www.fsb.unizg.hr/miv/razno/korisno/tehnicke_zanimljivosti/miba_lagerschaeden_deutsch.pdf

Montagefehler, Schalen unrund falsches Drehmoment oder zu enge Schalen. Lagerstellen und Zapfen der Welle nicht aufgearbeitet.

Hmm... alle alten messbaren Schalen mit Plastigage ausgemessen und mit den Werten laut WHB die Neuen bestellt, die im Übrigen von den Markierungen her den alten entsprechen. Dann mit den Neuen noch mal mit Plastigage das Spiel gemessen. Dazu gab es neue Zuganker für die Pleuel und die wurden nach WHB angezogen.

Der eine Zapfen mit dem defekten Pleuellager wurde nur mit der Micrometerschraube ringsrum vermessen.

Gruß, Alex
 
Ich auch nicht. Ich hatte aber auch noch nie so einen Fehler. Und als Diagnosehilfe sollte man das nicht ausschließen.
 
Fragt mal doof, was macht denn den 'grauen Schlamm'. Hitze, Öl partiell zu heiss geworden und das lagert sich als solches ab? :s137:
 
Aber es ist doch so großartig gar nix abgerieben. Kann das noch vom ersten Schaden sein?
Hast Du die Innereien damals nicht gewaschen? Schlamm heißt ja auch, da ist richtig Material abgetragen und dann mit dem Öl vermischt. Nach den Fotos dürfte höchstens ein Schimmer auf dem Altöl sein. Irgendwas stimmt da nicht, denk noch mal genau nach. Hast Du das Altöl noch?

Gruß Micha
 
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