900er ruckelt unterhalb 3500 Umdrehungen

Vielleicht Schwimmerstände nicht richtig. Wenn sie so qualmt sieht man das aber an der entsprechenden Kerze. Meine qualmte beim Hahn aufziehen auch derbe , da war es aber Motoröl.
 
Bei mir auch, das sind aber eher die Mikunis, die da ordentlich anfetten.
Maikääl sagte, wenn man hinter mir herfährt kann man die verwendeten Betriebsstoffe riechen 😉

Grüße

Michael
 
Ich hab mir jetzt mal meinen halb zerlegten Schlachtvergaser angeschaut. Um mal zu versuchen den Vergaser etwas besser zu verstehen.
Mir ist zb. bisher immer entgangen, das diese Leerlaufgemischschraube im zugedrehten Zustand minimal mit ihrer Spitze durch ein kleines Loch in der Ansaugöffnung rausguckt....ist das dann quasi auch die Öffnung, durch welche das Leerlaufgemisch kommt?:s150: Das Loch ist so winzig, das es mir bisher noch gar nicht aufgefallen ist.

Wenn nun wirklich der Schwimmerstand zu hoch eingestellt wäre....das würde dann quasi bedeuten das die Schwimmerkammer mehr Sprit enthält als sie quasi soll....doch was passiert da genau im Klartext? Zieht der Vergaser dann dadurch durch irgendeine Düse Benzin was er nicht soll? Und dadurch auch der hohe Verbrauch?
Ich dachte immer das die dann absäuft.


Sorry...aber Vergaser sind nicht wirklich meine Welt:s173:

Gruß
Markus
 
Bei zu hohem Schwimmerstand wird mehr Kraftstoff mitgerissen. Das führt dann z.B. dazu, daß der Motor auch kalt ohne Choke anspringt und läuft.


Grü0e

Michael
 
ist das dann quasi auch die Öffnung, durch welche das Leerlaufgemisch kommt?:s150: Das Loch ist so winzig, das es mir bisher noch gar nicht aufgefallen ist.
Ja. Wie alles im Vergaser, ein bischen filigran. Die LL-Gemischschrauben rußen auch gern zu, wenn der Motor zurückpatscht. Ich nehm die immer raus und poliere die mit Autosol über.
Weiterhin würde ich mal die Schwimmerstände kontrollieren und ggf. einstellen. Vergaser raus, horizontal waagerecht in einen Schraubstock einspannen und mittels Schlauchwaage prüfen.
Steht, soweit ich weiß, auch im Rep-Handbuch.
Wenn da z.B. Schwimmerventile aus dem Zubehör verbaut sind, muß das alles nicht mehr stimmen.

Grüße

Michael
 
Also mit Schlauchwaage meinst Du das sicherlich so, das ich einen durchsichtigen Schlauch unten an den Ablaufstuzen der Schwimmerkammer mache und die Ablassschraube öffne und dann den Schlauch hochkannt an den Vergaser halte und dann schaue wie weit das Benzin im Schlauch geht...mir also so anzeigt wie hoch er innen steht.

Im Orangenen Reparaturhandbuch steht nämlich was von einem extra Messgerät was man dafür nimmt😕.

Heute Morgen hab ich die Gaser nochmals rausgebaut...nochmals die Membranen angeschaut und wenigstens die zwei einzigen Leerlaufdüsen aus meinem Schlachtvergaser umgebaut....aber auch keinen Erfolg gehabt. Wollte in dem Zuge dann auch gerade das Kerzenbild schauen, doch mein Kerzenschlüssel hat sich auch in Luft aufgelöst...echt wieder klasse heute.

Jedenfalls an die Tanke gefahren...unterhalb 3500 besch....wie gehabt. Vollgetankt und exakt nach 130 km wieder an die gleiche Zapfsäule und genauso bis an den Rand getankt wie vorher....unglaubliche 13 Liter gingen rein...also 10 Liter Verbrauch auf 100km:s173:. Und das bei normaler Fahrweise ohne zu heizen....Man...da braucht mein alter Volvo ja weniger.

Ich werd das dann wirklich mal mit dem Schwimmerstand kontrollieren...vielleicht wurden da ja wirklich andere Schwimmernadeln verbaut die etwas anders sind als die originalen.

Klasse wäre es nun eine funktionierend Vergaserreihe zum testen zu haben....doch immer dann wenn man was braucht gibts sowas nirgends für kleines Geld🙁

Gruß
Markus
 
Die Schwimmerstände kannst du mit der Schlauchmethode auch im eingebauten Zustand kontrollieren. Beobachte den Stand einige Sekunden. Ich hatte es auch schon, dass der Stand ganz langsam anstieg.
Wenn bei dir 13 Liter durchgehen ist da definitiv etwas im argen. Mit originalen Vergasern sollte sie so bei 6,5l liegen.
 
So langsam bekomm ich echt Angst was das mit der Dicken noch sein könnte.

Hab hier im Forum mal ein wenig in den verschiedenen Rubriken geschnüffelt und da taucht immer wieder mal "Falsche Ventileinstellung" bei ähnlichen Problemen wie den meinen auf. Könnte das denn auch noch sein? Laut Vorbesitzer hat der gerade die große Inspektion machen lassen...aber das muss ja nicht umbedingt was heissen...seh ja was ich von der Aussage habe:s123:
Wie gesagt...ab 3500 läuft die ja echt super....wenn sie auch schluckt wie ein Abfluss:s155:

Achso...was mir noch aufgefallen ist...die Vergaser bewegen sich wenn der Motor läuft leicht innerhalb der Gummis hin und her...also zum Motor hin und wieder weg....nicht viel...denke zwischen 0,5 und 1mm....und im Takt...ist das normal? Ich hab da noch nie bei einem anderen Motorrad drauf geachtet....oder sind das normale Bewegungen die durch das Ansaugen entstehen?

Das mit den Schwimmerständen nehm ich mir als erstes vor...
 
Als erstes solltest Du dir das Ventilspiel vornehmen. Auf Aussagen von Vorbesitzern würde ich mich nicht verlassen. Danach dann Kompression prüfen, Schwimmerstände prüfen/einstellen und Vergaser synchonisieren. Dann hast du erstmal eine Basis.
 
Als erstes solltest Du dir das Ventilspiel vornehmen. Auf Aussagen von Vorbesitzern würde ich mich nicht verlassen. Danach dann Kompression prüfen, Schwimmerstände prüfen/einstellen und Vergaser synchonisieren. Dann hast du erstmal eine Basis.

JEPP!! Ventile einstellen!!!! Das kann auch ich bestätigen. Gereinigte und eingestellte Vergaser sind die halbe/ganze Miete!!!

Good luck!!!
 
Heute wollte ich eigentlich Ventileinstellung nachgucken, aber das orangene böse Buch schreibt was von Impulsgeberdeckel entfernen um die Kurbelwelle auf OT stellen zu können...Die Dichtung wäre dann zu erneuern. Hab ich ja keine, also hab ichs gelassen...dachte ich frag erstmal hier nach ob das nicht auch ohne den Deckel abmachen geht...Hab das bei anderen Böcken auch schon mal ohne gemacht...per Anlasser den Motor halt so gedreht, bis die Nocken der zu prüfenden Ventile frei waren...aber in dem Buch steht drinnen, das umbedingt dies so eingehalten werden muss.

Ist das so oder geht auch so wie ich es kenne? Am end hab ich es schon immer falsch gemacht:s077:

Jedenfalls hab ich mal mit der Schlauchmethode die Schwimmerstande (im eingebauten) kontrolliert. Bock auf den Hauptständer und mit einer langen dünnen Wasserwaage unten an den Sockeln entlang wo die Leerlaufschrauben drinsitzen erstmal die Möhre mit Blechen unterm Hauptständer in Waage gebracht und dann geprüft. Bei zwei Vergasern war der Spritstand (in der Mitte der Kammer) etwa 1-2mm drüber....geht das noch?

Synchronisieren...hmm....leider keine Uhren hier zu bekommen und kaufen erlaubt mein Budget momentan nicht. Hab da was mit so einer Synchronisierung per Schlauchwaage mit 4 Schläuchen gefüllt mit Öl im Netz gefunden....angeblich würde das teils besser funktionieren als diese Uhren....hat das schonmal jemand mit dieser Schlauchwaage gemacht? Lohnt es sowas nachzubauen? Ist ja im Grunde ganz simpel aufgebaut.

Wenn das was taugt bau ichs mal nach, kostet ja nicht die Welt so paar Meter Schlauch...dann besorg ich mir eine Dichtung für den Impulsgeberdeckel und nehm den Bock nochmal auseinander....

LG
Markus
 
Hallo!
Zum Thema Ventile einstellen: Du hast doch diese übergroße Schraube (Schlitzschraube) am Deckel (Impulsgeberdeckel) gesehen....oder?
Diese kannst du bedenkenlos lösen. Da kannst Du die Stellung der Kurbelwelle sehen bzw. kontrollieren.
"Normalerweise" kann man die Ventile nach dem Motto " Nocke ganz oben" einstellen. ABER das soll man bei dem GPZ Motor tatsächlich so NICHT!!! machen. Sondern hier wirklich wie es im Werkstattbuch steht.
Ich würde die richtige Stellung der Nockenwellen nicht mit dem Anlasser herbeiführen. Zündkerzen raus (wegen der Kompression) dann 6. Gang rein und am Hinterrad in Fahrtrichtung drehen bis die Stellungen der Nocken/Kurbelwelle passen.

Viele Grüße aus Moers
Andreas
 
Moin,

meist kann man den Zündungsdeckel vorsichtig ohne Zerstörung der Dichtung entfernen. Ich habe jahrelang keine neue Dichtung gebraucht. Außerdem ist die nicht sehr kompliziert, die kann man sich auch mal eben aus Dichtungspapier selber schneiden.

Wenn Du die Schlauchwaage an den eingebauten Vergasern hältst, dann sind die Vergaser in Fahrtrichtung geneeigt und es zeigt vorn zuviel und hinten zuwenig an. Wenn man weiß, was man zu erwarten hat, kann man das irgendwie mitteln, aber für ein zuverlässiges Ergebniss würde ich die ausbauen.

Der Synchrontester aus Schäuchen funktioniert und wurde hier im Forum auch schonmal nachgebaut. Mußt mal rumsuchen....


Grüße

Michael
 
Und zum Ventile einstellen nimmst du die Anleitung hier aus dem Forum
einfach mal über die Suche gehen,ist sogar mit Bildern und sehr einfach geschrieben
--- hat mir auch gute Dienste geleistet
 
Tach,

Erst nochmal danke für die Antworten...:s048:

wenn es so ein Forum nicht gäbe und man hat so einen alten Bock kann man ruck zuck auf dem Schlauch stehen....vor allem wenn man die Maschine erst frisch gekauft hat und noch nicht mal weiss ob sie je beim Vorbesitzer anders lief oder nicht.....da suchste dich doof.

Haste eine Mühle die einwandfrei über Jahre lief und plötzlich rumzickt weiss man wenigstens das dies nicht an was gebastelltem oder wild zusammengestückeltem liegen kann.

Heut Abend gehts erstmal zum Schlauch kaufen in den Baumarkt...dann mach ich das mit dem Sychronisieren und dem Ventile nachgucken in einem Aufmarsch am WE oder so. Mich nervt dieses jeden Tag ne Kleinigkeit nachgucken auch gewaltig...und es führt zu nix...

LG
Markus
 
Nabend,

heute war großer GPZ-Kampftag.
Ventile überprüft und die Vergaser syncronisiert.
Von den 16 Ventilen waren 12 etwas zu straff eingestellt...also etwas mehr Luft eingestellt...

Dann mit meiner Highttech Syncronistationsanlage (😉) die Vergaser syncronisiert.
Das mit den Ventilen war eigentlich ja kein Akt...bis auf das Gefuddel mit dem Ventildeckel...aber ging. Das syncronisieren hat denke ich auch geklappt...sehr interessant wie sich diese Pegel mit der Flüssigkeit schon bei der leichtesten Verstellung verändern. War schon etwas "probieren" angesagt...hat aber Spaß gemacht. Hoffe das passt jetzt einigermaßen.

Dann voller EIfer Probefahrt....und voller schlechter Laune wieder zurück in den Hof.
Nix hats gebracht...fährt nach wie vor genauso beschis.... wie vorher unterhalb 3500 Umdrehungen....nur das sie nun etwas mehr rasselt...was aber denke ich nun durch das weitere Ventilspiel als vorher normal ist.

Hab mir nun einen Kompressionsmesser bestellt....obwohl ich nicht glaube das der mich schlauer macht....wenn die was mit der Kompression hätte würde die bestimmt nicht so gut ab 4000 gehen....aber egal...sowas fehlt eh noch in meiner Werkzeugsammlung und kostet nicht die Welt.

Das Kerzenbild sieht auch nicht so toll aus....1., 2. und 3 Zylinder schwarz und der 4. könnte annähernd gut sein....aber richtig toll auch nicht. Nun bleibt mir nur noch das exakte ermitteln des Schwimmerstandes im ausgebauten Zustand der Vergaser...das hab ich heute nicht mehr gepackt.
Ich muss gucken wo ich eine andere Vergaserreihe bekomme die 100% funktioniert...anders komm ich doch da nie dahinter wenn da evtl. am end was mit Zubehördüsen gebalstelt wurde....:s075:

Gruß
Markus
 
Kerzen sind schwarz...

Da ist immer noch was mit dem Vergaser, irgendwas ist zu fett, warum auch immer.

Interessant wäre eigentlich mal die Frage, ob da bei Dir alles zusammen passt, oder ob da schon mal einer wild gebastelt hat. Du hast ja das alte Model mit Anti-Dive - Gabel. Hat vielleicht schon mal wer den LuFi-Kasten getauscht und den vom neueren Model mit einem Lufteinlass verbaut. Der alte hat quasi zwei Einlässe... wenn der Lufteinlass zu klein ist, würde sie auch zu fett laufen...

Generell tippe ich aber auf den Vergaser. Ich habe auch nirgendwo gelesen, daß der Vergaser KOMPLETT zerlegt und gereinigt wurde, sondern nur die Leerlaufdüsen draussen war. Auch sollte man den Vergaser vielleicht mal im Schraubstock mit einer Flasche befüllen, um zu schauen, ob alle Schwimmernadeln wirklich dicht halten. Dafür würden, natürlich neben falsch eingestellten LL-Gemischschrauben, die 9 Liter Verbrauch bei humaner Fahrweise sprechen.

Gruß, Alex
 
Schwarze Kerzen?
Ich hätte die Schwimmernadeln als erstes getauscht! Dasselbe Problem hatte ich auch schon. Im oberen Drehzahlbereich ist der überschüssige Sprit verbrannt worden, nur im unteren Drehzahlbereich klappt das nicht und der Motor läuft echt Kacke. Luftfilterkasten würde ich ausschliessen, weil der Motor ja im oberen Drehzahlbereich richtig Druck hat. Ich würde unbedingt den Motorölstand kontrollieren. Hat sich das öl auf wundersame Weise vermehrt, hast Du vermutlich schon unverbrannten Sprit im Öl. Sehr ungesund für den Motor. Das Rasseln hatte ich übrigens bei undichten Schwimmernadeln auch.
Ich wünsche Dir viel Erfolg, halt uns mal auf dem Laufenden.
Gruß Wolfgang.
 
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