DOT 5 oder besser doch nicht?

ZX900A6

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Hallo Leute,

eine Frage zur Bremsflüssigkeit nach DOT 5, also der auf Silikonbasis:

Wenn ich mein Bremsensystem ordentlich spüle, darf ich nun DOT 5 fahren oder nicht?
Es gibt hier ein paar Threads, die sich mit der Thematik schon beschäftigt haben, der interessanteste:
http://www.900r.de/gpz-forum/showpost.php?p=16145&postcount=1

Aber die abschließende Antwort habe ich nirgends gefunden.

Mein Problem: Bei meinen alten Z650/Z1000 gehen regelmäßig die Manschetten der Hauptbremszylinder kaputt.
Die hygroskopischen Eigenschaften von DOT 3/4/5.1 sind mir da egal, aber die aggressiven nicht.
Und die Polyglykol-basierenden Flüssigkeiten sind einfach ätzend, im doppelten Wortsinn.

Hat schon mal einer von Euch den Versuch des Wechsels gewagt und ist noch am Leben?

Gruß

Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Thomas,

meines Wissens sind die Dichtungen der Brems-/Kupplungssysteme nicht für DOT5 geeignet. Deshalb würde ich bei DOT5.1 bleiben und die Flüssigkeit regelmäßig wechseln. Kost ja nicht die Welt.
 
Moin Thomas,

meines Wissens sind die Dichtungen der Brems-/Kupplungssysteme nicht für DOT5 geeignet. Deshalb würde ich bei DOT5.1 bleiben und die Flüssigkeit regelmäßig wechseln. Kost ja nicht die Welt.

....habe noch etwas gefunden was vielleicht etwas Licht ins Dunkel bringt.

.....Die Silikon-Bremsflüssigkeit DOT 5 kann überall dort eingesetzt werden wo normalerweise die herkömmliche Bremsflüssigkeiten DOT 3 + DOT 4 auf Glykol-Basis verwendet wird. Die Silikon-Bremsflüssigkeit DOT 5 hat den großen Vorteil nicht hygroskopisch zu sein - sie nimmt also kein Wasser auf, wie dies bei DOT 3 + DOT 4 der Fall ist. Das bedeutet einmal, daß die Qualität im Lauf der Zeit nicht abnimmt (keine Sicherheitsgefährdung durch Dampfblasenbildung bei alter, wasserhaltiger, Bremsflüssigkeit und heißen Bremsen) und zweitens besteht auch keine Gefahr mehr von Rostbildung im Bremssystem. Diese Flüssigkeit wurde ursprünglich für schwierigste Einsätze in der US-Armee entwickelt. Die Silikon-Bremsflüssigkeit hat einen Siedepunkt von 260°C (das ist höher als es für DOT3 + DOT4 verlangt wird) und entspricht den Normen FMVSS116, ISO4925 + den neuesten DOT 5-Spezifikationen. Sie verträgt sich mit den von allen Herstellern eingesetzten Dichtungen und Schläuchen (Ausnahmen sind hier einige Citroen- und Rolls-Royce-Modelle die Flüssigkeiten auf (Mineral-)Öl-Basis haben - LHM / LHS !). Die Silikon-Bremsflüssigkeit greift keinen Lack an und ist nicht giftig. Theoretisch ist sie auch mit den herkömmlichen Bremsflüssigkeiten mischbar - allerdings sollte man das nicht machen, da dann die Qualität entsprechend abnimmt, bzw. die Aufnahmefähigkeit von Wasser wieder gegeben ist.
ACHTUNG: DOT 5 ist leichter als DOT 3 oder 4, daher alle Bremszylinder gut entleeren vor dem Tausch, sonst bleibt unten im Zylinder jeweils DOT 3/ DOT4 zurück !


[FONT=arial,helvetica,sans-serif]............DOT5 lässt sich nicht mit DOT3 oder DOT4 mischen. Die meisten bekannt gewordenen Probleme mit DOT5 sind auf das Mischen mit anderen Bremsflüssigkeiten zurück zu führen. Die beste Möglichkeit um DOT5 einzusetzen ist die komplette Erneuerung des Hydraulik-Systems . Berichte über DOT5 als Hauptfehlerursache bei Gummiteilen der Bremsanlage sind auf frühe DOT5 Zusammensetzungen zurück zu führen. Eine übermäßig hohe Beigabe von Quellstoffen war die Ursache solcher Fehler und die ist bei den heutigen Zusammensetzungen beseitigt. Weil DOT5 kein Wasser aufnimmt, sammelt sich die gesamte Feuchtigkeit im Bremssystem an einer Stelle. Diese Stelle ist einer erhöhten Korrosionsgefahr ausgesetzt. Sorgfältiges Entlüften ist die Voraussetzung um die gesamte Luft aus der Bremsanlage zu bekommen. Es können kleine Bläschen entstehen, die sich mit der Zeit zu größeren Blasen vereinigen. Es kann erforderlich sein, den Entlüftungsvorgang einige Male zu wiederholen. DOT5 ist leicht komprimierbar (das führt zu einem ganz leicht “weichen Pedal”), und hat einen niedrigeren Siedepunkt als DOT4. DOT5 ist ungefähr doppelt so teuer wie DOT4 Bremsflüssigkeit. Es ist auch schwieriger zu beschaffen, normalerweise nur in ausgesuchten Autozubehör-Geschäften...... [/FONT]

Ich denke mal das ist der entscheidende Nachteil, weil es auch bedeutet, dass man das gesammelte Wasser beim Wechsel schlechter aus der Anlage bekommt.
 
....habe noch etwas gefunden was vielleicht etwas Licht ins Dunkel bringt.






Ich denke mal das ist der entscheidende Nachteil, weil es auch bedeutet, dass man das gesammelte Wasser beim Wechsel schlechter aus der Anlage bekommt.

Hallo Andreas,

danke für Deine Informationen.


Ich denke, wenn das System richtig sauber ist, könnte man das Risiko schon eingehen. Wenn auch keine offizielle Stelle dafür die Hand ins Feuer legen würde.
Im Internet habe ich den Beitrag eines amerikanischen Schraubers gefunden, der das Problem des öfteren hat. Er meinte, man könne eine Poyglykol-befülltes System zwar mit Ethanol spülen, es würden aber immer Reste zurückbleiben.
Einzige Lösung: Alle Komponenten zerlegen, reinigen, neue Leitungen etc.

Aus dem, was Du schreibst und was das Internet sonst noch so gewusst hat, habe ich mir folgendes überlegt:
Da ich bei meiner Z650 nichts zu verliefen habe, gehe ich das Risiko ein. HBZ muss ich eh überholen, da läuft die Brühe raus, Bremssättel mache ich jetzt auch.
Und dann wird man sehen.

Ich halte Dich und das Forum auf dem Laufenden.

Gruß

Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Servus Thomas.
Ich habs bei meiner GPZ an der Kupplung ausprobiert und es ging.Allerdings hatte ich mir mehr vorgestellt, also einen besseren druckpunkt. :s075:
Meiner meinung nach stimmt da das Preis-Leistungsverhältnis nicht:s064:
Gruß aus Franken.
Adi.
 
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