Brauche Rat (Motorschaden)

Rubino

Active member
Hi Forum

Wie bestimmt schonmal aufgefallen hab ich meinen Motor wegen übermäßig auffälligem Ölauskotzen angefangen zu zerlegen.

Bei 3 Zylindern waren die Kolbenringe gebrochen.
Die waren auch schon so stark abgenutzt, das die nen "T" förmigen Querschnitt hatten.
Nockenwelle und Kipphebel sehn noch gut aus, aber die ventile sind ziemlich versifft.

Inzwischen bin ich an nem Punkt vollkommener ratlosigkeit angekommen.

Soll ich die alte Bank neu einschleifen lassen, und mit Übermaßkolben wieder einbauen ?
(auch ne kostenfrage ... "armer" Student ... ansonsten würd ich die bei LKM reinschmeißen 😀)

Oder so wie se is mit neuen Ringen einbauen ?
(Was stell ich mit dem Kopf an ?)

Oder einfach ne andere, bessere, mit neuen Kolben einbauen un gut is ?

Oder direkt nen kompletten Tauschmotor auf gut Glück ?




Steh im moment echt aufm Schlauch ... :s075:
Woher bekommt man überhaupt noch Kolbenringe ?
Wohnt jemand in meiner Nähe der Erfahrung damit hat und sich die ganze Sache mal anschauen könnte ?


Dank schonmal für jede Hilfe
Möcht die Dicke gerne noch ne Zeit behalten weil ich super damit klarkomme (auf der Straße)

Gruß
Rubino


PS: Bilder von dem zerlegten Motor sind in meiner ->Umbau/Bastelecke<-
Wenn ich morgen früh einigermaßen nüchtern bin zerleg ich den weiter und schau was untenrum Sache ist...
 
Soll ich die alte Bank neu einschleifen lassen, und mit Übermaßkolben wieder einbauen ?
(auch ne kostenfrage ... "armer" Student ... ansonsten würd ich die bei LKM reinschmeißen 😀)
Ist die sauberste Lösung allerdings auch die kostspieligste. 4 Zylinder bohren und hohnen ~260 Eur plus Steuer (hier beim lokalen Instandsetzer), Kolben ~50 Eur, Kolbenringe auch ~ 50 Eur, plus Dichtungen.

Oder so wie se is mit neuen Ringen einbauen ?
dann aber vorher messen (lassen) ob Zylinder / Kolben noch innerhalb der Toleranzen.

(Was stell ich mit dem Kopf an ?)
Selber machen, Schaftdichtungen neu, Ventile sauber machen, scharf angucken und evtl. ersetzen.

Oder einfach ne andere, bessere, mit neuen Kolben einbauen un gut is ?

Oder direkt nen kompletten Tauschmotor auf gut Glück ?
Glückssache halt. Für einen guten Motor aus vertrauensvoller Quelle zahlst Du so zwischen 300 - 500 Euro, je nach dem.
Steh im moment echt aufm Schlauch ... :s075:
Woher bekommt man überhaupt noch Kolbenringe ?
Gibts beim Kawahändler.
Wohnt jemand in meiner Nähe der Erfahrung damit hat und sich die ganze Sache mal anschauen könnte ?
Mein Rat: geh mit dem ganzen Geraffel zum Instandsetzer Deines Vertrauens und lass Dir mündlich eine Kostenabschätzung geben. Wenn Du den Motor eh gerad' auseinander hast, kannst auch gleich die Lager messen und die Ölsiebe säubern.

Gruß

Michael
 
ich persönlich würde warscheinlich auch aus zuverlässiger quelle übers forum nen guten zylinder mit dazugehörigen kolben suchen, an denen neue ringe verbauen.
am kopf würde ich die ventile mal sauber machen, wenn noch gut die mal neu einschleifen.
schaftdichtungen neu, und dann würd ich die warscheinlich wieder zusammen stecken.
natürlich siebe und so ist ja klar.
 
ich persönlich würde warscheinlich auch aus zuverlässiger quelle übers forum nen guten zylinder mit dazugehörigen kolben suchen, an denen neue ringe verbauen.
am kopf würde ich die ventile mal sauber machen, wenn noch gut die mal neu einschleifen.
schaftdichtungen neu, und dann würd ich die warscheinlich wieder zusammen stecken.
natürlich siebe und so ist ja klar.

nix einschleifen 😉
GPZ 600/750/900 und 1000cccm sind beschichtet.
Sonst sind Sie hin 🙁
 
aso, danke. ich bin von meinem alten motor ausgegangen. von der guten xl.
:s016:
dann zumindest auf dichtigkeit überprüfen.
 
Ist die sauberste Lösung allerdings auch die kostspieligste. 4 Zylinder bohren und hohnen


Wenn die Zylinder noch Maßhaltig sind , würde ich mir das Bohren sparen . Brauchst kein Übermaß.

Hohnen, ( hab jetzt die Kolben nicht im Blick) , daher evtl. neu oder entsprechend nur die Kolbenringe.

Wie gesagt , so würde ich es machen:s191:

Ventile etc. Sichtprüfung oder mehr , je nach KM Leistung
 
nix einschleifen 😉
GPZ 600/750/900 und 1000cccm sind beschichtet.
Sonst sind Sie hin 🙁

das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Nicht das die Ventile und/oder Sitze beschichtet sind, sondern wie man das Ganze so genau fertigt, das das Ventil im Sitz richtig trägt und dichtet. Kenne auch nur die Vorgehensweise mit einschleifen.

Gruß Micha
 
das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Nicht das die Ventile und/oder Sitze beschichtet sind, sondern wie man das Ganze so genau fertigt, das das Ventil im Sitz richtig trägt und dichtet. Kenne auch nur die Vorgehensweise mit einschleifen.

Gruß Micha
Na da wird halt ein Werkzeug genommen das genau in die Ventilführungen passt. Das geht schon. Wenn die Ventilführungen allerdings einen Millimeter Spiel haben, wird der Sitz dann entsprechend ungenau. Alles bezogen auf Amateurwerkzeug natürlich. Profis haben natrülich passende Präzisionsmaschinen die da unabhängiger sind...
 
das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Nicht das die Ventile und/oder Sitze beschichtet sind, sondern wie man das Ganze so genau fertigt, das das Ventil im Sitz richtig trägt und dichtet. Kenne auch nur die Vorgehensweise mit einschleifen.

Gruß Micha

Moin
Also die Ventile und die Ventilsitze sind einsatzgehärtet,nicht durchgehend gehärtet,
sondern nur 0,2 bis 0,5mm tief.Das hat den Sinn das wenn die Teile durchgehend gehärtet wären ,sie bei den kräften, die beim Öffnen und Schliessen auf sie einwirken, splittern würden wie Glas.Beim Einsatzhärten werden nur die Oberflächen hart und der Kern bleibt sozusagen elastisch,kann also mehr Kräfte aufnehmen und verteilen im Gefüge.Wenn jetzt intensiv eingeschliffen wird, mit was auch immer, wird die Härteschicht entfernt oder dünner und die Ventile oder Ventilsitze werden wieder weich und schlagen dann schneller ein.Gegen ein leichtes Läppen mit Paste ist nichts ein zu wenden.Mann konnte und kann so genau fertigen,das ist kein Problem.
Gruss Michael
 
das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Nicht das die Ventile und/oder Sitze beschichtet sind, sondern wie man das Ganze so genau fertigt, das das Ventil im Sitz richtig trägt und dichtet. Kenne auch nur die Vorgehensweise mit einschleifen.

Gruß Micha

Mahlzeit, ist so was ähnliches wie Nikasil, welches aber ein Monopol von Mahle ist.
Sowie mir der Name wieder einfällt
oder ich das Kawasaki-Dokument finde, stelle ich es mal ein.


Ist aber schon etwas länger bekannt 😉


LG Olaf
 
Mahlzeit, ist so was ähnliches wie Nikasil, welches aber ein Monopol von Mahle ist.
Sowie mir der Name wieder einfällt
oder ich das Kawasaki-Dokument finde, stelle ich es mal ein.


Ist aber schon etwas länger bekannt 😉


LG Olaf

danke für die Erklärungen, konnte mir nicht vorstellen, das man so genau fertigen kann, erst recht nicht bei Reparatur-Ersatz von Ventilführungen und Ventilen. Hab früher des öfteren mal Zylinderköpfe überholt und verfeinert (Motorsport), selbst wenn man nur die Ventile getauscht hat (ohne Führungen) waren die alles andere als dicht. Wenn Führungen auch noch gewechselt wurden, mußte häufig der Sitz sogar nachgefräst werden. Oft habe wir auch nachgefräst und die Dichtflächen ganz nach außen zu legen um noch einen mm an Durchlaß rauszuholen. Das gleichmäßige Einschleifen auf ich glaube es waren so 1 - 1,1 mm Breite der Dichtfläche sind mir jedenfalls noch gut im Gedächtnis.

@Olaf - beschichtete Kolben und Zylinder sind mir sehr wohl bekannt nur bei den Ventilen usw. konnte ich es mir aus beschriebenen Gründen nicht vorstellen.

Wieder was gelernt.

Gruß Micha
 
danke für die Erklärungen, konnte mir nicht vorstellen, das man so genau fertigen kann, erst recht nicht bei Reparatur-Ersatz von Ventilführungen und Ventilen. Hab früher des öfteren mal Zylinderköpfe überholt und verfeinert (Motorsport), selbst wenn man nur die Ventile getauscht hat (ohne Führungen) waren die alles andere als dicht. Wenn Führungen auch noch gewechselt wurden, mußte häufig der Sitz sogar nachgefräst werden. Oft habe wir auch nachgefräst und die Dichtflächen ganz nach außen zu legen um noch einen mm an Durchlaß rauszuholen. Das gleichmäßige Einschleifen auf ich glaube es waren so 1 - 1,1 mm Breite der Dichtfläche sind mir jedenfalls noch gut im Gedächtnis.

@Olaf - beschichtete Kolben und Zylinder sind mir sehr wohl bekannt nur bei den Ventilen usw. konnte ich es mir aus beschriebenen Gründen nicht vorstellen.

Wieder was gelernt.

Gruß Micha


kein Ding 🙂

Wie Michael schon schrieb, leichtes läppen kein Thema, aber bloß nicht einschleifen🙂
Dachte aber echt du wüsstest es, wollte nicht klugscheisserisch sein 😉

LG Olaf
 
Erfahrung bei Kolben wie beschrieben.
Wenn der Block(Kurbelwelle) über 60000Km gelaufen hat hatte ich bisher nur gute Erfahrungen die meisten Pleul-oder Kurbelwellenschäden habe ich an Motoren mit Laufleistungen 35-53000Km komisch is aber so.
Die mit 60000 und mehr sahen die Lagerstellen opt. und maß.dagegen immer super aus selbst bei Laufleistungen von über 90000Km.
 
das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Nicht das die Ventile und/oder Sitze beschichtet sind, sondern wie man das Ganze so genau fertigt, das das Ventil im Sitz richtig trägt und dichtet. Kenne auch nur die Vorgehensweise mit einschleifen.

Gruß Micha

hat man schon ende der 30er Jahre bei Ventilen für Flugmotoren so gemacht.
Sie haben eine Beschichtung aus Hartchrom.
 
Danke für eure Antworten

Das mit den Ventilen hatte ich hier auch schon gelesen, deswegen wollt ich da soferns geht die Finger von lassen.
Bei ner Suzi hab ich das mal mit ner Metall-Herdplatten-Politur gemacht.
Einfach das Ventil mit nem Akkuschrauber im Sitz gedreht ... ja, schlagt mich :s191:
Kurz danach verkauft, hab also keine Ahnung wie langs im Endeffekt gehalten hat ...


Heute hab ich die alten Kolben mal saubergemacht,
Bei einem hat eindeutig mal ein Einlassventil eingeschlagen :s087:
Hat nen schönen Ring hinterlassen, muss aber schon sehr lang her gewesen sein.
Jetzt muss ich mir den Kopf wohl mal ganz genau ansehn ....


Woher bekommt man diese Streifen (war das Plastikgage oder sowas ?) um die Lager zu checken ?

Gibts nen Trick um die Kolbenbolzen raus zu bekommen ?
Sonst muss ich mir wohl Spezialwerkzeug basteln ....


Wie viel hat dein Motor denn gelaufen?

Das weiß keiner so genau :s110:
Ist laut dem Verkäufer n Tauschmotor, der Tacho zeigt 27t Meilen (~40tkm)
Bis auf die Kolben sieht der aber noch zu gut aus um wesentlich mehr gelaufen zu haben.

geh mit dem ganzen Geraffel zum Instandsetzer Deines Vertrauens ....

So jemand hab ich leider nicht :s224:
Bisher hab ich immer alles selber hinbekommen, hatte aber auch noch keinen Fall wie den ...
Zum Glück wird einem hier ja auch geholfen :s016:

Gruß
Rubino
 
@ Rubino
Plasticgage kann man in der Regel über den Autoteilehandel oder SKF Lager Fachhändler versuchen zu bekommen. Wird mitunter hergestellt von TRW / Federal Mogul. :s224:
P.S. gibt es soweit ich weis in 3 Stärken Farblich gekenneichnet in Dünnste (das benötigst Du für die Lagerspielmessung) ist Grün. Weiterhin gibt es noch Rot und Blau. Weis jetzt aber aus dem Kopf auch nicht genau welchens von den anderen beiden das Dickere d.h. für größeres Lagerspiel ist.
Kann aber ggf. die Tage noch mal nachsehen.
 
Danke 😉
(Gut das SKF 5 km von meiner Werkstatt entfernt is 😀)
Wenn Du da kein Plastigage bekommst kannst geh mal in den Onlineshop von KTS US - Autoteile (http://www.kts.de) die haben es soweit ich weiß im Shop verfügbar. Mußt halt notfalls mal bei denen suchen.
Leider hört man nämlich bei vielen von diesen sogenannten Fachhändlern wenn man danach fragt : Was ist das und wofür braucht man das ?
Die sehn mich auch immer ganz blöd an wenn ich Tuschierpaste haben will um Tragbildkontrollen an Differentialen zu machen.:s075:
 
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