GSXR Bremssattel

Wo hier gerade das Thema Schrauben und abdrehen aufkommt, mal eine Frage an die Material-Spezies Broemmelhaus und Green Spirit:

bin gerade dabei meine 17" Umbau (mit ZRX-1100-Teilen) durchzuführen. Dafür muß auch die Hinterachse abgedreht und mit neuem Gewinde versehen werden (quasi wie bei der ZZR-Felge auch). Wie ist es dabei mit dem Materialabtrag, Festigkeit des Gewindes usw zu beurteilen? Ist die Achse nicht Oberflächengehärtet? Weiß einer was das für ein Stahl ist?

P.S. mir ist schon klar, daß das andere vor mir gemacht haben und es auch hält.

Gruß

Michael
 
Wo hier gerade das Thema Schrauben und abdrehen aufkommt, mal eine Frage an die Material-Spezies Broemmelhaus und Green Spirit:

bin gerade dabei meine 17" Umbau (mit ZRX-1100-Teilen) durchzuführen. Dafür muß auch die Hinterachse abgedreht und mit neuem Gewinde versehen werden (quasi wie bei der ZZR-Felge auch). Wie ist es dabei mit dem Materialabtrag, Festigkeit des Gewindes usw zu beurteilen? Ist die Achse nicht Oberflächengehärtet? Weiß einer was das für ein Stahl ist?

P.S. mir ist schon klar, daß das andere vor mir gemacht haben und es auch hält.

Gruß

Michael

Moin,

Wieviel willst du wo wegnehmen.?
Zeig mal ein Foto von der Achse...

Gruss
Hilmar
 
Männer also ich muß jetzt mal eine Frage einwerfen weil ich irgendwie gerade nicht begriffen habe wie ihr bei ZZR Gabel auf 8mm kommt? das ist doch ein 10mm Loch oder habe ich das alles falsch verstanden?

Ich fahre ja jetzt auch die Sättel der GSX1400 und benutze die Originalschrauben 10mm mit 8mm Gewinde in der ZZR 1100C Gabel. Ist doch kein Problem oder ?...wisst Ihr ich kenne Leute die fahren 8mm Schrauben für Gpz 90er Gabel und haben da ein Alurohr
passend zugeschnitten auf die Breite der Aufnahmelöcher da reingesteckt um das passend zu haben....ist doch auch ok oder ?

Neue Stahlflexleitzung für ZZR1100 werden auch verbaut...! mit alten Verteiler der RX!
Das passt echt wie Arsch auf Eimer.

'Muss ich jetzt auch Angst haben ob die Kräfte bei der RX (und ich da drauf als Essweltmeister) zu hoch sind für die Sättel?........?

Bin jetzt echt verwirrt Männer.....:s083::s083::s083::s083:?

Ich bitte Euch mal um eine Information zu dieser Sache.....! Scheisse ich war so happy mit dem umbau.....hoffentlich bleibt das auch so?
 
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Wo hier gerade das Thema Schrauben und abdrehen aufkommt, mal eine Frage an die Material-Spezies Broemmelhaus und Green Spirit:

bin gerade dabei meine 17" Umbau (mit ZRX-1100-Teilen) durchzuführen. Dafür muß auch die Hinterachse abgedreht und mit neuem Gewinde versehen werden (quasi wie bei der ZZR-Felge auch). Wie ist es dabei mit dem Materialabtrag, Festigkeit des Gewindes usw zu beurteilen? Ist die Achse nicht Oberflächengehärtet? Weiß einer was das für ein Stahl ist?

P.S. mir ist schon klar, daß das andere vor mir gemacht haben und es auch hält.

Gruß

Michael

Bei der Achse ist das so ziemlich egal, da an der abgedrehten Stelle nicht wirklich Belastung auftritt (falls du jetzt das Kürzen der Achse meinst). Wenns richtig gemacht ist, sitzt ein Stück der Achse sauber im Excenter, so das an der abgedrehten Stelle keine Kräfte der Achslast auftreten, bzw. die Achse im Bereich zwischen den Excentern unbearbeitet ist. Siehe auch Umbauanleitung ZZR 1100 Felge. Die Fixierung der Achse geschieht mit der Mutter und ist normalerweise durch Sicherungsringe gegen rausrutschen gesichert. Der Stahl ist nichts besonderes. Ich glaube nicht mal oberflächengehärtet, sondern nur von etwas höherer Festigkeit. Lässt sich prima von Hand sägen und drehen. Die Achse dreht sich ja nicht und hat auch keine bewegenden Teile die auf ihr laufen. Das übernehmen die Radlager. Die einzige nennenswerte Belastung die du dann hast ist der Anzugsmoment der Mutter auf der Achse. Das dürfte ein nachgeschnittenes Gewinde auch locker verkraften...
 
Moin,
wüßte nicht was gegen abgedrehte 10mm ->8mm Schrauben sprechen sollte. Die Materialfestigkeit wird doch durch das Schneiden eines Gewindes nicht verändert. Es findet doch keine Veränderung des Materialgefüges statt.
Die Bremssättel werden auch an der 1400er Susi verbaut und die kommt so vom Gewicht her in die gleichen Regionen wie unser Eisenschwein.
Man könnte ja jetzt anführen das Suzuki sowieso ein Sparspacken-Mopedhersteller ist und nur arme Würstchen bedienen kann, aber ich hab noch nie gehört das bei denen die Bremssättel flöten gegangen sind.
Denke also solange keine Spax-Schrauben verwendet werden is das schon i.O.. Hab übrigens den Durchmesser an der Gabel mit einer Aluhülse reduziert.
 
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Echt super hier.

Danke allen, die ihre Erfahrung zur Verfügung stellen.

Also mir ist die Variante mit, Sattel auf M10x1.25 erweitern, am sympatischsten.

Übrigens hab ich heut meine erste Ausfahrt gemacht. Fazit: funzt noch nicht richtig. Schweine Kalt, Reifen sind nicht wirklich griffig und somit kommt auch kein rechtes Vertrauen auf.
Aber nicht verzagen, einfach immer wieder probieren.

Möge die Physik mit euch sein.



Gruß Sascha
 
Moin,

Wieviel willst du wo wegnehmen.?
Zeig mal ein Foto von der Achse...

Gruss
Hilmar

Von 20mm auf 16mm also für M 16x1,5, hab aber heute beim drehen und Gewindeschneiden gemerkt, daß der Stahl nix besonderes ist, ließ sich ziemlich einfach bearbeiten.
@Patrick: hab's auch so bemessen, das die Achslast auf dem vollen Material liegt, äquivalent zur ZZR-Anleitung. War übrigens eine gute Inspiration, der ZRX-Träger ist ziemlich ähnlich.

Gruß

Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Ansonsten musst einfach mal ausrechnen was an so ein Teil hängen kannst. 20mm, bei geschätztem 50er Stahl...
Ich schätz mal nen 40 Tonner kannste damit hochheben. Aber das wissen andere und Studierte besser! 😉
 
Ansonsten musst einfach mal ausrechnen was an so ein Teil hängen kannst. 20mm, bei geschätztem 50er Stahl...
Ich schätz mal nen 40 Tonner kannste damit hochheben. Aber das wissen andere und Studierte besser! 😉

Da braucht man nicht studieren, schau Dir einfach mal so einen Königszapfen von einer 40t Sattelzugmaschine an, dann erübrigen sich alle anderen Fragen.
Und der ist auch nicht auch XYZCRH2owasweißichtnicht Stahl. 😉
 
Von 20mm auf 16mm also für M 16x1,5, hab aber heute beim drehen und Gewindeschneiden gemerkt, daß der Stahl nix besonderes ist, ließ sich ziemlich einfach bearbeiten.

Gruß


Sehe kein Problem das auf M16 zu ändern, Orginal ist ja auch so.
Und das ist alles um ein vielfaches überdimensioniert, so eine 20mm Vollachse, die könntest sogar Hohl-Bohren.

Moderne Achsen sind da durchweg heute auf Ø25 aussen und innen auf Ø20, und diese Dimensionierung kann man sogar durch eine Achse aus 7075er Alu ersetzen.

Weiter machen.!


Gruss
 
Moin,
wüßte nicht was gegen abgedrehte 10mm ->8mm Schrauben sprechen sollte. Die Materialfestigkeit wird doch durch das Schneiden eines Gewindes nicht verändert. Es findet doch keine Veränderung des Materialgefüges statt.

Hat ja Brömmel schon einiges dazu gesagt, bei Schrauben wird heute im allgemeinen nur noch das Gewinde spanlos hergestellt um den Faserverlauf nicht zu unterbrechen. Und diese Vorgehensweise ist wie eine Art des "Schmiedens" zu verstehen, das heist es findet durch das Walzen/Rollen des Gewindes zusätzlich eine Verfestigung statt. Und die schwächste Stelle einer Schraube ist bei Zugbelastung nicht der Schaft, sondern der Gewindekern.

Mal kurz noch die Bedeutung der Kennzeichnung:

8.8 = min. 800 N/mm² Zugfestigkeit, und 80% davon ist die Streckgrenze, also 640 N/mm²

10.9 = min. 1000 N/mm² Zugfestigkeit, und 90% davon ist die Streckgrenze, also 900 N/mm²

12.9 = min. 1200 N/mm² Zugfestigkeit, und 90% davon ist die Streckgrenze, also 1080 N/mm²

Ganz wichtig dazu, will man eine Schraube bzw einen Werkstoff nicht auf Zugspannung belasten sondern auf Scherspannung, so gelten für alle Werte nur der Faktor 0,8.
Kurz, wenn eine Schraube auf Zug belastet ist, hält die zb. 1000 N/mm² aus, wird die aber auf Scherung beansprucht, sind das dann nur 800 N/mm².

Zur Berechnung einer Last welche man aufnehmen will, nimmt man immer die Streckgrenze als Basis. Denn, einmal ein Bauteil darüber hinaus Belastet, bleibt eine dauerhafte Verformung des Teiles.
Einfach gesagt, der Bereich zwischen der max. Zugfestigkeit und der min. Streckgrenze ist der Bereich wo ein Werkstoff plastisch also verformbar ist.

Natürlich kann man einen Werkstoff nicht beliebig oft bis zur Steckgrenze belasten, das macht der nicht mit, da spricht man dann von Materialermüdung.
Um dem aber vorzubeugen, gibt es für jeden Werkstoff/Legierung die sog. "Wöhlerkurve". Darin lässt sich ablesen wieviele Lastwechsel bei welcher Last ein Werkstoff aushält, bis er versagt.
Desswegen werden Stahlkonstrukionen wie etwa Brücken, mit bis zu 5 facher Sicherheit gerechnet.
 
Guude,

muss mal was loswerden.
1.) Der Thread hat mir sehr weitergeholfen, werde meine Sättel auf M10x1,25 aufbohren. Gilt da immer noch die Faustformel für die Kernbohrung : Gewindestärke x 0,8 + 0,2mm?? In dem Fall also 8,2mm bohren??
2.) Es tut sooooo gut mal wieder ein anständiges und informatives Thema im Forum zu lesen. Habe ich schon seit langem vermisst und ich komme mir grad vor, als wäre ich im Jahr 2003, als dieses Forum sich nur um solche relevanten Themen drehte.

Einfach nur gut.
Ich wünsch euch allen einen schönen sonnigen Sonntag.

Lebbe is schee


Hey Micha,
fast richtig,
ab einem Gewinde von 8mm rechnet man 0,5mm dazu, anstelle von 0,2mm ;-)


Lieben Gruß Olaf,
der eigentlich gelernter Bauschlosser ist ;-)



übrigens, geiler Tread, Respekt an alle 🙂
 
Guude,

muss mal was loswerden.
1.) Der Thread hat mir sehr weitergeholfen, werde meine Sättel auf M10x1,25 aufbohren. Gilt da immer noch die Faustformel für die Kernbohrung : Gewindestärke x 0,8 + 0,2mm?? In dem Fall also 8,2mm bohren??


Nee nicht ganz.!
Für ein geschnittenes M10 x 1,25 brauchst ein Kernloch von 8,8mm.
Wenn du es Walzen willst, brauchst ein Kernloch von ca 9,4mm.
 
Danke für die Info. Werde das Gewinde schneiden, da es mir an den Maschinen zum walzen mangelt. Also werde ich mir mal einen passenden Gewindebohrer und einen 8,8mm Bohrer besorgen.

Dann werde ich zum Gewindebohrspacken

Anbei was Interessantes für Alle !


und......
ich bin gerne ein Spacken !!!!!
 
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Guude,

muss mal was loswerden.
1.) Der Thread hat mir sehr weitergeholfen, werde meine Sättel auf M10x1,25 aufbohren. Gilt da immer noch die Faustformel für die Kernbohrung : Gewindestärke x 0,8 + 0,2mm?? In dem Fall also 8,2mm bohren??
2.) Es tut sooooo gut mal wieder ein anständiges und informatives Thema im Forum zu lesen. Habe ich schon seit langem vermisst und ich komme mir grad vor, als wäre ich im Jahr 2003, als dieses Forum sich nur um solche relevanten Themen drehte.

Einfach nur gut.
Ich wünsch euch allen einen schönen sonnigen Sonntag.

Lebbe is schee

Volle Zustimmung! So was wirkt sich natürlich auch zur Abwechslung mal positiv auf die [
reputation_pos.gif
] aus... 😉

Bei den Nissin's bin ich auch noch am Überlegen ob ich die dann nicht von hinten noch kontere mit einer flachen Mutter die einen breiten "Kragen" hat. Aber das ist ne platztechnische Sache und fraglich obs überhaupt was bringt. Wenn das "Fleisch" das gleiche wie bei 10er Sätteln ist, dann eher "unnötig"...
 
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