Zustand Kupplungskorb: Vertiefungen, Schleifspuren

So, gut 150km gefahren, alles bestens.

Lässt sich beim Anfahren gut dosieren und rutscht weder beim schnellen Schalten/Kuppeln noch beim Beschleunigen oberhalb 8500 UpM (da ist sie vorher gerutscht).

Ob da jetzt mehr oder weniger Geräusche sind ist schwer zu sagen, klingt wie immer 🙂

Da ich weder neue Reibscheiben noch Stahlscheiben verbaut habe, Öl wieder 20W40 ist und ich es noch nicht geschafft habe den Kupplungsgeberzylinder zu zerlegen/reinigen, können die Probleme mit der rutschenden Kupplung eigentlich nur noch an den "Kerben" im Korb gelegen haben...


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Kupplungsgeberzylinder zu zerlegen/reinigen, können die Probleme mit der rutschenden Kupplung eigentlich nur noch an den "Kerben" im Korb gelegen haben...
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Das macht mir ja Hoffnung. Ich bin bisher noch nicht dazu gekommen selber zur Feile zu greifen. Momentan braucht leider zuerst meine 75/7 Zuwendung.
Allerdings weiss nicht nicht ob 150km zu einer Beurteilung ausreichen. Zumindest bei meiner RX rutscht die Kupplung nur so alle paar Wochen/Monate mal. Oh..und bei mir hab ich sowohl Geber wie Nehmerzylinder ueberholt. (war auch dringend noetig)

Olaf
 
Hallo zusammen,
den Korb mit der Feile nacharbeiten geht super und hält für die nächsten 60 Tausend oder mehr. Habe das immer so gemacht, weil ich Schotte mit polnischen Wurzeln bin und Kawasaki hat mir bisher auch nix geschenkt.
Gß
Balzi
 
Ich glaube ich versenk meine RX in einen See. Seufz!

Hatte heute nochmal die Kupplung auf und hab alles glatt wie ein Kinderpopo gefeilt. Sowohl innen wie aussen und beidseitig. Besser geht nicht.

Dann hab ich eine Proberunde gefahren und sie rutsch immer noch durch.

Wenn der Motor kalt ist rutsch nichts. So nach 20min faengt das an. Zu anfang muss man es schon brutal drauf ankommen lassen. So bei 6000upm kurz nach dem Schalten oder so damit sie mal rutsch. Etwas nach 30min kann man es jederzeit im 3-4Gang bei 3-4000upm provozieren wenn man mal kraeftig am Gas dreht. Nach 40min laesst sie sich nur noch Opamaessig fahren. Dann rutscht sie nur noch im ersten Gang nicht. Ab dem zweiten Gang muss man das Teil wie einen alten 200D damit nichts mehr rutscht.
Das ganze Verhalten, schlimmer werden mit steigender Laufzeit/Temperatur(?) deutet eigentlich nicht darauf hin das Kerben im Korb die Ursache sind.

Die Kupplung, sowohl Belaege wie auch Reibscheiben habe ich erneuert. Erneuert hab ich die Kupplung deshalb weil sie vorher auch durchgerutscht ist.

Das Oel ist extra fuer Motorraeder und Oelbadkupplung geeignet. Mittlerweile auch schonmal gewechselt ohne das sich da was geaendert hat.

Die Kupplungsbetaetigung habe ich sowohl oben am Griff wie auch unten komplett zerlegt gehabt und mit neuen Dichtgummis versehen. Es ist auch nicht zuviel Bremsfluessigkeit drin.

Kann es sein das einer der Koerbe entweder auf der Motor oder der Getriebewelle rutscht? Ist das Form oder Kraftschluessig?

Mir gehen sonst so langsam die Ideen aus. So kompliziert ist doch so eine Kupplung nun auch nicht!

Olaf
 
Eins noch...

Ich hab derzeit verstaerkte Kupplungsfedern drin. Durchrutschen tritt aber sowohl mit den verstaerkten Federn wie auch mit den normalen auf.
Ich wuerde auch sagen (Bauchgefuehl) das die Kupplung mit beiden Federn gleichstark durchrutscht. Die verstaerkten Federn sind so stark das man an der roten Ampel garantiert nach spaetestens 1min den Leerlauf reinmacht. 🙂

Die Kupplung trennt SOFORT sobald man den Kupplungshebel auch nur leicht antippt. Ist das bei euch auch so? Ich denke das ist normal weil die Hydraulik die Kupplung immer nachstellt.

Olaf
 
Die Kupplung trennt SOFORT sobald man den Kupplungshebel auch nur leicht antippt. Ist das bei euch auch so? Ich denke das ist normal weil die Hydraulik die Kupplung immer nachstellt.

Olaf

Das ist nicht ok, auch die Hydraulikkupplung hat einen "normalen" Weg, trennt also nicht sofort. Hast Du schon mal eine andere Druckstange ausprobiert, oder dir die Druckstange mal genauer angesehen? Vielleicht ist die ja abgenutzt an einer Seite und somit kürzer.

Gruß c-de-ville
 
> Das ist nicht ok, auch die Hydraulikkupplung hat einen "normalen"
> Weg, trennt also nicht sofort.

Hm..okay..das waer dann ja mal ein Unterschied. Allerdings kann ich es mir beim Funktionsprinzip einer hydraulischen Kupplungsbetaetigung nicht vorstellen das es da Spiel geben darf. Genauso wie bei dem Bremsen sollte sich das System immer perfekt einstellen und sofort Druck weitergeben.

> Hast Du schon mal eine andere Druckstange ausprobiert, oder dir die

Nein.

> Druckstange mal genauer angesehen? Vielleicht ist die
> ja abgenutzt an einer Seite und somit kürzer.

Ich hatte sie natuerlich schon ein paar mal in der Hand. Mir ist da nichts besonderes dran aufgefallen. Ich wuerde auch denken das ein bisschen kuerzer nicht so schlimm waere weil das hydraulig ausgleichen sollte. Vergleichbar mit dem Ausgleich den eine Bremse macht wenn die Bremskloetze duenner werden.

Ich habe uebrigens gerade gesehen das ich das Thema schonmal aufgebracht habe:

http://www.900r.de/gpz-forum/showthread.php?t=22903

Im Prinzip gilt alles gesagt so wie damals. Es ist aber auch schonmal einige Zeit nicht aufgetreten.

Wenn die Kupplungskoerper beide formschluessig sind, dann kann ich mir das Problem auch nur noch in der Betaetigung vorstellen. Morgen probier ich mal folgendes aus:

1. Ich fahr sie wieder warm bis sie rutscht.

2. Dann halte ich mal kurz an und drehe die drei Schrauben welche den Nehmerzylinder halten eine Umdrehung los.

Erwarten wuerde ich das ich den Kupplungshebel dann 1-2mal weiter durchdruecken muss, das System sich dann nachgestellt hat und alles wieder wie vorher ist. Sollte die Kupplung dann aber sofort nicht mehr rutschen dann weiss ich das es an der Betaetigung liegt.

Umgekehrt wuerde ich erwarten das sich der Nehmerzylinder bei nicht betaetigtem Kupplungshebel zurueckdruecken lassen muss. (vergleichbar mit dem Wechsel von Brembelaegen wo man ja auch die Zylinder langsam zurueckdruecken kann.

Vielleicht ist da ja was verstopft das genau dieses Rueckstellen verhindert.

Allerdings hatte ich damals, als ich das Problem 2013 schonmal diskutiert habe, auch den Handhebel komplett ueberholt.

Olaf
 
Wuuuaaahhhh,
Man ich hätte dran denken müssen, die Stahlscheiben haben unterschiedliche Stärken und
müßte wahrscheinlich neu ausdisdanziert werden, wenn das Stahlscheibenpaket zu schmal
geraten ist. Dann kann man Federn fürn Panzer einbauen, die rutscht dann trotzdem.
Siehe Reparaturbuch.
Gruß
Balzi
 
Der Kupplungsgeber ist nicht für nachstellen konstruiert, die wird nur entlüftet und fertig.

Dein Problem liegt woanders, also Druckstange, Distanzring oder Beläge noch mal prüfen.
Also kurzum, da wird etwas durch Wärme länger und drückt auf die Kupplung. Vielleicht sind auch die Beläge und Stahlscheiben in der falschen Reihenfolge oder, einfach noch mal prüfen. Fang mit der Stange an, ist die wenigste Arbeit und dann prüfe de Distanzring.

Gruß c-de-ville
 
Wuuuaaahhhh,
Man ich hätte dran denken müssen, die Stahlscheiben haben unterschiedliche Stärken

Hm..ich hab jetzt keine Daten zuhand. Aber ich bin sicher das ich beim Wechsel von allen Scheiben, sowohl neu wie alt mal die Staerke gemessen habe. Mir war dabei nichts ausgefallen. Ich wuesste auch nicht wie man da was einstellen/distanzieren sollte.
Was mir damals aber aufgefallen war, die alten Scheiben hatten regelmaessige Koernerpunkte. So als wenn da jemand mit VIEL aufwand und sehr gleichmaessig jede Scheibe hunderte male mit einem Koerner bearbeitet hat.
Ich habe gestern auch noch mal im Werkstatthandbuch gelesen und mir war da nichts aufgefallen. Sag mir mal die Seite im Buch. (Ich kuck aber gleich auch nochmal)


Ich habe aber gerade auch noch etwas nachgedacht. 🙂

Nehmen wir mal an ich habe eine perfekt ueberholte hydraulische Kupplung. Alle Dichtungen sind neu. Die Gleitflaechen sind perfekt. Ich hab die dafuer gedachte ATE-Bremspaste genutzt. Alles wie niegelnagelneu.
Desweiteren habe ich natuerlich neue Bremsfluessigkeit eingefuellt und solange entlueftet bis garantiert keine Luft mehr drin ist. (scheiss Arbeit dass!)

Wenn das Motorrad jetzt so unschuldig in der Gegend rum steht wird folgendes passieren:

1. Die Feder unten im Nehmerzylinder drueckt die Kupplungsstange spielfrei gegen die Kupplung. Es kann dann am Kupplungshebel nur noch mechanisches Spiel zwischen Hebel und Geberzylinder geben. Der Rest sollte zu 100% spielfrei sein.

2. Oben im Ausgleichbehaelter wird durch die kleine Ausgleichsbohrung DOT4 nachgezogen und alles ist bestens eingestellt.

3. Wenn das DOT4 beim fahren warm wird und sich ausdehnt dann wird jedesmal wenn man die Kupplung nicht betaetigt etwas zurueck in den Ausgleichsbehaelter stroemen. Das System stellt sich also staendig nach.
Es bleibt perfekt eingestellt.

Aber was ist wenn die Ausgleichsbohrung jetzt verstopft? Es scheint zwar schwer vorstellbar das diese Bohrung wirklich komplett dicht wird, allerdings als ich den Geberzylinder ueberholt und sauber gemacht habe da war da wirklich uebelster Schmodder drin.
Dann koennte ausdehnendes DOT4 dafuer sorgen das die Kupplung leicht gedrueckt wird. Das kann aber nur passieren wenn die Hydraulik wirklich zu 100% luftleer ist!

Dazu koennte auch etwas anderes passen. Die Beobachtung mancher Leute hier das der Plastikring unter dem Nehmerzylinder wichtig ist. (bei mir im uebrigen ist er vorhanden) Wenn er fehlt dann sollte sich das System trotzdem einstellen koennen. (Falls der Kolben weit genug zurueck kann!) Allerdings ist dann die Feder im Nehmerzylinder staerker gespannt und sorgt fuer noch weniger Toleranzen im System.

Olaf
 
Man kann auch Farbe für den Text auswählen, dann ist es einfach besser zu lesen, wenn Du da zwischen schreibst.

Gruß c-de-ville
 
Ist die Druckstange richtig herum verbaut?

Ja, habe ich. An den Schleifspuren eines Simmerungs gut zu erkennen. 🙂
Was sollte passieren wenn man sie falsch einbaut?

Hab gerade auch nochmal ein bisschen gegoogelt.

Hier kann man mal sehen wie es funktioniert:

http://www.kfz-tech.de/HauptbremszylZ.htm

Und hier gibt es eine gute Anleitung zum Thema Bremse+Hydraulik. (Hydraulik ist ja identisch bei der Kupplung)

http://www.audi4ever.com/assets/siteContent/tipps/bremsen/bremse.pdf

Seite 21 Punkt 17 steht das was ich fuer denkbar halte. Eine verstopfte Ausgleichsbohrung koennte dazu fuehren das die Kupplung vorgespannt wird sobald der Nehmerzylinder im Motorblock warm wird. Oder aber der Kolben im Geberzylinder wuerde aus irgendwelchen Gruenden nicht weit genug zurueckgehen um die Ausgleichsbohrung freizugeben. (warum auch immer)

Auf jedenfall werfe ich da nochmal einen genauen Blick rein.

Olaf
 
Ja, habe ich. An den Schleifspuren eines Simmerungs gut zu erkennen. 🙂
Was sollte passieren wenn man sie falsch einbaut?

Die linke Seite ist rund, die nach rechts in den Motorblock geschoben wird ist flach. Wie die Auswirkungen weiß ich nicht genau. Könnte vielleicht auch mit Deinem Problem zusammen hängen. Nur eine Vermutung, weil die Stange falschherum ja anders drückt.

Gruß Lutz
 
Die linke Seite ist rund, die nach rechts in den Motorblock geschoben wird ist flach. Wie die Auswirkungen weiß ich nicht genau. Könnte vielleicht auch mit Deinem Problem zusammen hängen. Nur eine Vermutung, weil die Stange falschherum ja anders drückt.

Die Stange ist wirklich richtig rum eingebaut. Ich habe die Flache Seite gestern gesehen als ich die Kupplung auf hatte. 🙂
Ich denke aber auch das ein falsch rum einbauen keine Auswirkungen auf die Betaetigung oder mein aktuelles Problem haette. Nicht das ich es empfehlen wuerde. Vermutlich kaeme es dann zu vorzeitigem Verschleiss an einem Ende.

Ich war aber gerade nochmal am Motorrad.

Also ich habe definitiv kein Spiel an meinem Kupplungshebel. Also wirklich NULL! Ich wuerde sogar sagen das ich bereits auf dem ersten 1/10000mm fuehle das ich die Kupplungfeder zusammendruecke.
Das finde ich erstaunlich. Ich wuerde etwas, wenn auch wenig, mechanisches Spiel an dieser Stelle erwarten. Allerdings mag es sein das das System so gut ist das wirklich 0mm Spiel da ist und trotzdem alles funktioniert.

Ich habe dann mal die drei Schrauben am Nehmerzylinder 2-3Umdrehungen gelocktert. Ich finde jetzt sollte Spiel da sein. Zumindest beim ersten betaetigen. Ist es aber nicht. Das System steht unter Spannung!
Ich habe die Schrauben weiter geloesst bis ich der Nehmerzylinder wenigstens 1mm oder mehr zurueckgekommen ist. (siehe Bild)

Wenn ich jetzt die Kupplung betaetige fuehle ich am Hebel die ersten 2-3mm das es leichter geht. Ausserdem hoert man aus dem Motor ein ganze leises mechanisches Geraeusch. Mit anderen Worten jetzt hat die Mechanik im Motor Spiel, beim ersten Andruck wird das Spiel zu null und danach wird dann die Kupplung betaetigt.

Interessant ist das dieses so gewonnene Spiel so bleibt. Man sollte denken das die Hydraulik das ausgleicht. War aber zumindest so nach 10mal betaetigen nicht zu merken.

Ich fahre gleich mal eine runde mit lockeren Nehmerzylinder und schau mal was passiert. Folgendes halte ich fuer denkbar:

1. Die Kiste faehrt sich traumhaft und bleibt so. Dann stimmt etwas mit der Hydraulik nicht. Vielleicht ist der auf dem Bild sichtbare Plastikring zu alt/duenn/ausgelutscht und deshalb der Nehmerzylinder zu habe am Motor.

2. Die Hydraulik stellt sich nach und die Kupplung rutsch nach kurzer Zeit wieder. Wenn ich dann aber den Nehmerzylinder wieder richtig anschraube sollte das Motorrad unfahrbar sein. Ist dann die Ausgleichsbohrung verstopft bleibt es unfahrbar. Aendert sich das aber nach kurzer Zeit wieder von unfahrbar auf beschissen dann weiss ich das die Kupplung im unbetaetigten Zustand Druck aus dem System nimmt, also funktioniert und die Ursache muss woander liegen.

Soweit die Theorie....

Olaf
 

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mechanisches Spiel an dieser Stelle erwarten. Allerdings mag es sein das das System so gut ist das wirklich 0mm Spiel da ist und trotzdem alles funktioniert.

Ich hasse es ja mich selbst zu quoten. Aber wo ich nochmal drueber nachdenke...
Das kann doch garnicht sein. Im unbetaetigten Zustand muss die Ausgleichbohrung frei sein. Nur dann kann ja ein Ausgleich zur Leitung stattfinden. Beim betaetigen wird erst die Bohrung geschlossen und erst danach kann das System ueberhaubt Druck aufbauen. Man muesste also wenigstens den erste Millimeter Hebel fuehlen das er leichter zu betaetigen geht. Kann das mal einer an seinem Motorrad ueberpruefen? Mein Zweitmotorrad hat leider einen Kupplungszug....

Ich zerlege den Geber auf jedenfall nochmal. Leider hab ich gerade kein DOT4 mehr da sonst wuerde ich sofort machen, seufz.

Olaf
 
Hat im Normalfall etwas Spiel...im übrigen habe ich seit dem ST das gleiche Problem - ab einer höheren Motoröltemperatur > 75°C (was erst seit einigen Wochen durch die deutlich höheren Außentemperaturen auffällt), wird der Leerweg im Kupplungshebel immer weniger und geht gegen Null, sodaß das Hydrauliksystem letztendlich unter Spannung steht und die Kupplung rutsch. Meine Vermutung ist, daß der Kolben in der Pumpe nicht ganz zurückgeht um die Ausgleichsbohrung zu öffen. Also Dreck oder Verschleiß. Bei mir ist's allerdings eine recht neue, gebrauchte Radialpumpe der ZZR 1400. Aber die Funktion ist die gleiche.
Wobei man nicht vergessen darf, das die Kupplung wesentlich häufiger betätigt wird als die Bremse. Ein höherer Verscheiß ist dementsprechend zu erwarten.
Wenn ich mal Lust und Zeit habe, zerlege ich die Pumpe mal.
Hier mal ein paar Grafiken zur Funktion: http://www.powerboxer.de/bremsen/75-allgemeines-zu-bremsen

Grüße

Michael
 
Hat im Normalfall etwas Spiel...im übrigen habe ich seit dem ST das gleiche Problem - ab einer höheren Motoröltemperatur > 75°C (was erst seit einigen Wochen durch die deutlich höheren Außentemperaturen auffällt)

Ich habe ja gestern geschrieben das ich deutliches Spiel hatte nachdem ich den Nehmerzylinder losgeschraubt habe. Als ich dann eine Stunde spaeter in die Garage kam um mal eine Proberunde zu drehen war das Spiel weg. Die Kupplung hat sich also nachgestellt und war wieder komplett spielfrei geworden. Das geht aber wohl nicht in wenigen Minuten sondern braucht laenger. Das alleine ist schon bemerkenswert!

Ich bin dann etwa 2h gefahren. Am Anfang wieder kein Problem, nach etwa 30min konnte ich gelegentlich ein rutschen beobachten. Allerdings musste ich da schon bewusst nach suchen. (also wirklich brutal mit dem Messer zwischen den Zaehnen fahren) Es war aber am Sontag etwas kuehler wie am Samstag. Oder vielleicht war die Strecke auch guenstiger (weniger Ampeln) und deshalb der Motor leicht kuehler wie vorher. Jedenfalls war es deutlich besser.

Ich werde den Geberzylinder spaetestens naechstes Wochenende nochmal zerlegen.

Allerdings steht noch ein weiterer interessanter Versuch aus. Ich habe gestern den Nehmerzylinder wieder richtig festgeschraubt. Dadurch stand die Kupplung natuerlich wieder deutlich staerker unter Druck weil der Zylinder jetzt laenger ausgefahren ist. Ich pruefe gleich mal ob sich das wieder zurueckgebildet hat.

Ich habe den Eindruck als wenn sich die Temperaturen im Motor und damit im DOT4 schneller aendern koennen als die Ausgleichsbohrung den Druck abbauen kann. Und das ist nur SEHR schwer zu glauben. Selbst wenn da nur eine Bohrung von 0.1mm waere, so sollte der Druck in Sekunden abgebaut sein.
Ich habe ja die ganzen Dichtungsmanchetten im Geberzylinder bei mir erneuert. Nehmen wir mal an die letzte waere nicht ganz passgenau und wuerde die Ausgleichsbohrung ueberdecken. Dann koennte die wie ein Ventil wirken. Das ist einer der Punkte die ich mir anschauen will.

Olaf
 
So.. ich war gerade nochmal am Motorrad.

Der durch das festschrauben des Nehmerzylinders zusaetzlich aufgebrachte Druck ist ueber Nacht verschwunden. Das System ist wieder so schlecht wie zuvor. Kurzes Losschrauben zeigt das man wieder Spiel bekommt.


Wenn ich den Kupplungshebel ganz am Ende druecke so biegt er sich etwa 1-2mm bevor sich der Hebel im Gelenk bewegt. Er steht also unter erheblichen Druck!
Ich habe dann mal SEHR kurz den Entlueftungsnippel aufgeschraubt. Es gab einen sehr kleinen Fleck auf dem Taschentuch. Schaetze mal so 1-2ml.
Jetzt kann ich den Hebel etwa 2-3mm bewegen und merke nur das mechanische Spiel des Kolbens im Geberzylinder. Erst danach merkt man das man kraeftiger druecken muss um die Kupplung zu trennen.
Ich bin mal gespannt ob sich dieses Spiel auch bis morgen abbaut.

Auf jedenfall aber muss die Ausgleichsbohrung durch irgendwas blockiert sein sonst koennte man keinen Druck auf dem System haben.

Olaf
 
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