Alex, ich will es mal von der anderen Seite betrachten
Wer bremst verliert, ich habe gerade mal wieder verloren, weil die max. Bremsleistung der 1-Kolbenbremse durch einen Zebrastreifen zum blockieren des Vorderrades geführt hat und das war während der leichten Lenkbewegung suboptimal.
Ich behaupte einfach mal, das die meisten Mitglieder hier im Forum, mich eingeschlossen, selbst die max. Bremsleistung der Originalbremsanlage gar nicht nutzen können. Zum Einen weil sie es nie probiert oder gelernt haben und zum Anderen weil sie einfach Schiss haben. Die original Anlage ist schon zu einer erstaunlichen Bremsleistung in der Lage, aber man muss auch den Mut und das Können haben das zu nutzen. Ist die Bremse gut gewartet mit entsprechenden Belägen und Stahlflexleitungen, dazu noch griffige Reifen, ist die halbe Miete schon im Sack. Das Problem ist aber, das man über das Stück Asphalt auf dem man nun die max. Verzögerung erreichen möchte, nur aus seinem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz, mutmaßen kann. Will damit sagen das der Asphalt einen erheblichen Anteil an der max. Verzögerung und dessen Erfolg hat.
Auf der Rennstrecke ist das was ganz anderes da kennen ich nach mehreren Runden den Asphalt und da kann ich dann auch über eine bessere Bremsanlage noch gewaltig was rausholen. Aber sogar hier gibt es Unwägbarkeiten, mit denen man einfach rechnen muss, die aber gern ausgeblendet werden. Ich denke hier an Sand, Dreck, Kies, Öl oder Benzin auf der Fahrbahn, was in der Runde zuvor eben noch nicht da war und schon sind wir wieder bei These eins, wer bremst verliert.
Meiner Meinung nach, das einzig Vernünftige ist eine Weichei-Bremsanlage mit ABS, aber das hatten wir ja gerade gestern am Telefon schon für gut befunden.
Gruß Micha, der viel besser bremsen könnte als er sich traut.