Vergaserschieber bleibt nach Vollgas hängen

c-de-ville

Well-known member
Vergaserschieber bleibt nach Vollgas hängen

Moin Leute,

hatte das Problem vor ca. 100.000 km schon mal, immer wenn ich mal richtig am Kabel ziehe und Vollgas fahre bleibt ein Schieber oben hängen. Durch Zugabe von 2-Taktöl hab ich besagte km Ruhe gehabt, jetzt geht es wieder los.

Hat das Problem auch schon mal jemand gehabt und untersucht?

Warum klemmt der Schieber jetzt wieder und weshalb hat er 100.000 km 1A funktioniert?

Klar sind die Vergaser nach über 160.000 km nicht mehr ganz neu, aber sie funktionieren insgesamt wie sie sollen, ohne Auffälligkeiten.

Wäre nett wenn da jemand eine Info hätte, ob man da was begradigen kann, einen neuen Schieber nehmen sollte oder das Gehäuse ausgelutscht ist.

Bin mal gespannt ob´s schon mal einer untersucht hat.

Gruß c-de-ville
 
An den Schiebern bilden sich auf der Vorderseite (also Stromabwärts) Grate. Kann man mit Schleifpapier wieder schön glatt machen.

War glaub ich auch mal als Tip in irgendeinem Motorrad Langstreckentest.

Grüße

Michael
 
Hallo Michael,
mir erscheint es unwahrscheinlich, daß 4 Gasschieber gleichzeitig (womöglich noch in der selben Position) hängenbleiben. Ich hätte da eher die Gaszüge/den Gaszug bzw. die Übertragungsmechanik am Vergaser im Verdacht. Lässt sich ja eigentlich auch ganz einfach prüfen:
Bei stehendem Motor Gas geben bis Vollgas, Gasgriff loslassen und schauen, was passiert. Wenn´s hängen bleibt, ist es wohl ein Fehler in der Mechanik. Vielleicht schleift irgendwas bei Vollgas oder verklemmt sich was.
Hatte das Problem bei meiner FJ 1200. Da gibt es 2 obere und 2 untere Gaszüge, die über Schieber, die in einem Gehäuse gelagert sind, verbunden werden. Wenn die Schieber nicht leichtgängig sind, verhindern die auch das Schließen der Vergaser, daher der Gedanke.

Wünsche gutes Gelingen, Gruss, Stephan
 
Vergaser kühlen bei hoher Strömungsgeschwindigkeit ab.
Wenn da jetzt einer etwas enger in den Nuten läuft, und sich das Gehäuse zusammen zieht, könnte das ein klemmen des Schiebers verursachen.
Ober aber , es haben sich gleich Eiskristalle gebildet, und der Schieber ist angefroren.



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Vergaser kühlen bei hoher Strömungsgeschwindigkeit ab.
Wenn da jetzt einer etwas enger in den Nuten läuft, und sich das Gehäuse zusammen zieht, könnte das ein klemmen des Schiebers verursachen.
Ober aber , es haben sich gleich Eiskristalle gebildet, und der Schieber ist angefroren.



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Der Ideeansatz ist gut, gestern nacht waren nur 5° C und beim letztes Mal waren es vielleicht 8°.
Der Schieber fällt ja auch irgendwann wieder runter, kann aber bis zu 20 km dauern. Lässt sich auch durch Gasgeben, oder längere Zeit im Standgas laufen lassen nicht beeinflussen, sondern er fällt runter wann er will. Wenn der Motor wieder kalt geworden ist, dann ist er garantiert unten, würde Green Spirit seine Idee unterstreichen.

Vielleicht sollte ich nachts zu dieser Jahreszeit nicht so schnell fahren, aber da war vor mir auf der Bahn ein Wagen ziemlich zügig unterwegs und ich wollte unbedingt wissen was es für einer war. Als ich ihn hatte war ich enttäuscht, irgend so´n Franzose, aber schnell war er schon, ok nicht schnell genug.

Ich werde erstmal das Laserthermometer einpacken und beim nächsten Mal messen welcher Zylinder es ist und später mal den Schieber rausnehmen und beäugen.

@Stephan - ich habe doch geschrieben Vergaserschieber bleibt hängen und nicht bleibeN hängen. Da hätte ich schon die Mechanik ins Visir genommen.

Gruß Micha
 
Hi Michael.
Merlins Tipp mit dem Grat an den Schiebern ist ok.
Ich hatte das bei meiner, aktuell verbauten RX Vergaserbank auch. Nach Vollgasorgien blieben zwei Schieber hängen.
Zerlegt, geschliffen und seit Jahren ruhe.
Na gut bin schon 2,5 Jahre nicht mehr gefahren 😢😨😭😤 😂😂😂
 
@Stephan - ich habe doch geschrieben Vergaserschieber bleibt hängen und nicht bleibeN hängen. Da hätte ich schon die Mechanik ins Visir genommen.

Gruß Micha
Richtig, wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Bleibt wohl nichts anderes übrig, als zerlegen und nachschauen. Ich würde vor dem Zusammenbauen die "Laufflächen" mit Teflonspray oder Gleitlack behandeln.
Mit dem Teflonspray hatte ich das mal bei meiner KTM gemacht und hat geholfen.

Gruss, Stephan
 
Ja ich werde mal nachschauen, zum Glück kommt man ja im eingebauten Zustand dran. Teflonspray habe ich da, bin mir aber nicht sicher ob das lange hält, oder ob das durch die Benzindämpfe abgewaschen wird, Schmierung kommt bei mir ja mit dem Sprit.

Gruß Micha
 
Ich vermute dass du schon die Vergaserdeckel mit der "anti-hängebenbleib" Version verwendest.
Kawa hat damals mit geänderten Deckel reagiert die nicht mehr plan sind oben.

Auch ausgedrehte 100PS Deckel saugen die Membran gerne an, weil sie ebenfalls Vakuum ziehen.
 
Also ich mach das immer so, alle Schieber rausnehmen Nassschleifpapier und Motorenöl, schleife damit die Schieber und reinige dann mit WD40 und wiederhole diesen Vorgang solange bis sie von alleine reinfallen (kein grobes Schleifpapier nehmen sondern feines)

Gruß Thomas
 
nimm vergaser mit der kleinen Wasserheizung und Gut ist es :s60:.
ich habe es schon bis 10-12° im Plusbereich erlebt , das ein Vergaser wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit und hoher Strömungsgeschindigkeit zufriert und das sogar bei ner Dose,. Da sieht man es wenigstens nach Lufideckelabbau, aber auch schon von außen , da is Rauhreif angesagt.
ansonsten sind ja nur die kleinen Brücken über dr Nadel und unter der Feder noch da , welche ab und an mal ein Löchlein zudecken .
 
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