Schwingenlager

Jörg1

Member
Hallo, bin nach langer Zeit auch mal wieder im Forum und (nachdem die Suchfunktion wenig brachte) habe ich gleich mal wieder ne Frage:

Nach dem Kauf eines Wilbers Federbeins wurde die Schwinge gecheckt: Ziemlich trocken innen drin, aber die Lager und vor allem die Buchsen sehen eigentlich noch recht ordentlich aus. Spiel konnte ich auch keins feststellen. Schmiernippel oder sowas gibt es da ja nicht. Daher wollte ich die Nadellager auswaschen und dann neues Fett reinschmieren. Gibt es da sonst noch was zu beachten? Und was ist mit dem ganzen Umlenkgedöns für das Zentralfederbein?

Außerdem hats beim Ausbau des alten Dämpfers pling gemacht und auf der Gegenseite hat sich der Kopf der oberen Halteschraube verabschiedet. Leider hat die 84er nur 10mm (später 12), ich wollte da jetzt einfach ne 8.8er Schraube mit M10 reinmachen und hoffe, dass es wieder 20 Jahre hält. Spricht was dagegen?

Im voraus vielen Dank und viele Grüße Jörg!
 
Hallo Jörg,

das abschmieren der Nadellager der Umlenkung sollte alle zwei Jahre passieren, was ich auch gerade bei meinem Federbeinwechsel erfahren habe. Am besten salzwasserbeständiges Gelenkfett für PKW-Antriebswellen verwenden. Das Fett großzügig mit dem Finger in die Nadellager reindrücken bis die Luft rausgedrückt ist.

Der Bolzen sollte ein 10.9 sein, wegen den Scherkräften.


Hallo, bin nach langer Zeit auch mal wieder im Forum und (nachdem die Suchfunktion wenig brachte) habe ich gleich mal wieder ne Frage:

Nach dem Kauf eines Wilbers Federbeins wurde die Schwinge gecheckt: Ziemlich trocken innen drin, aber die Lager und vor allem die Buchsen sehen eigentlich noch recht ordentlich aus. Spiel konnte ich auch keins feststellen. Schmiernippel oder sowas gibt es da ja nicht. Daher wollte ich die Nadellager auswaschen und dann neues Fett reinschmieren. Gibt es da sonst noch was zu beachten? Und was ist mit dem ganzen Umlenkgedöns für das Zentralfederbein?

Außerdem hats beim Ausbau des alten Dämpfers pling gemacht und auf der Gegenseite hat sich der Kopf der oberen Halteschraube verabschiedet. Leider hat die 84er nur 10mm (später 12), ich wollte da jetzt einfach ne 8.8er Schraube mit M10 reinmachen und hoffe, dass es wieder 20 Jahre hält. Spricht was dagegen?

Im voraus vielen Dank und viele Grüße Jörg!
 
Außerdem hats beim Ausbau des alten Dämpfers pling gemacht und auf der Gegenseite hat sich der Kopf der oberen Halteschraube verabschiedet. Leider hat die 84er nur 10mm (später 12), ich wollte da jetzt einfach ne 8.8er Schraube mit M10 reinmachen und hoffe, dass es wieder 20 Jahre hält. Spricht was dagegen?

Im voraus vielen Dank und viele Grüße Jörg!
Nö....
Ich mach sogar Edelstahl rein. Der Dämpfer ist ja auch noch da...
 
Nö....
Ich mach sogar Edelstahl rein. Der Dämpfer ist ja auch noch da...
Ne 8.8er is Ok, hält zwar weniger aus als ne 10.9er ist aber um einiges zäher, also die wirds wenn übehaupt erstmal biegen und das ist erstmal nicht schlimm, ne 10.9er kann mehr ab, aber bricht dann eher, aber wenn Patrick ne Va Schraube verbaut, die so ca die Güte 7.2 haben und ja ain optimales "Fahrwerkstestgewicht" hat und das hält, dann braucht man sich keine Sorgen zu machen:s185:😕:s081:
ZUm Fetten:
Lager auswaschen, und reichlich fetten sollte reichen, nen Schmiernippel wäre keine schlechte Idee, wenn man die Schwinge schon draussen hat, dann könnte man immer wieder mal das alte Fett rausdrücken. Die Japaner kannten das wohl damals noch nicht, im Umlenkhebel meiner Z sind solche Nippel drin, in der Schwinge widerum verließen sie diese Kenntnis wieder.
Normales Fett langt aber vällig aus, das Gelenklagerfett ist ne Nummer zu gut, weil auch hitzefest usw, sone Schwinge dreht na nur ein paar Grad, da tuts normales Fett, Wälzlagerfett usw ist eigentlich schon Perlen für die Säue und nur gut zur Gewissensberuhigung..
 
Wenn die Lager ausgewaschen hast und neues Fett rein schmierst, schön mit dem Fingernagel oder einem dünnem Schraubendreher die Nadeln durchdrehen, damit das Fett überall hin kommt.

Gruß, Alex
 
Erstmal danke an alle, für die umfangreichen Tipps. Dieses Forum ist eines der besten in Sachen Moped, das ich kenne. Weil: Hier werden sie wirklich geholfen .:s030:

Zur Schraube: Ich wollte oben auch nur ne 8.8er nehmen, weil ich das genauso sehe: 10.9 ist zwar härter aber genau hier liegt auch das Problem, die bricht nämlich wesentlich schneller. Die alte Schraube hat sich beim Öffnen auf der Gegenseite ja auch plötzlich mit einem "Pling" verabschiedet. Trotzdem wäre mir M12 (wie ab 1985) lieber, aber ich denke wird auch so weiter halten.

Zum Edelstahl: Ich bin zwar auch ein V2A Fan, aber beim Fahrwerk vertraue ich doch lieber auf deutsche 8.8 Wenn überhaupt käme A4 in Frage, aber das ist eigentlich auch nur teuer.

Nochmals danke und viele Grüße, Jörg!
 
Gibt auch Edelstahl in 80er Festigkeit. V4A ist auch nicht fester wie V2A, hat aber andere, "bessere" chemische Beständigkeiten. Einfach ausgedrückt ohne hier jetzt ne technische Dissertation vom Stapel zu lassen...
 
Wenn der Kopf abreist, dann war die Schraube überdehnt, sprich zu fest Angezogen.

Hab grad mal nachgerechnet:

Schraube M10 8.8 müsste mit einer Last von 10048 kg belastet werden, damit die da am oberen Dämpfer-Auge abschert.

Das ist die Theoretisch max. Scherkraft die nötig währe, ohne Sicherheiten und Dauerfestigkeiten zu berücksichtigen.

:s092:
 
Wenn der Kopf abreist, dann war die Schraube überdehnt, sprich zu fest Angezogen.

Hab grad mal nachgerechnet:

Schraube M10 8.8 müsste mit einer Last von 10048 kg belastet werden, damit die da am oberen Dämpfer-Auge abschert.

Das ist die Theoretisch max. Scherkraft die nötig währe, ohne Sicherheiten und Dauerfestigkeiten zu berücksichtigen.

:s092:
Interessant wäre natürlich noch zu sehen was die ganzen Rahmenteile in dem Bereich machen wenn man da 10to belastet 😉
 
Wenn der Kopf abreist, dann war die Schraube überdehnt, sprich zu fest Angezogen.

Hab grad mal nachgerechnet:

Schraube M10 8.8 müsste mit einer Last von 10048 kg belastet werden, damit die da am oberen Dämpfer-Auge abschert.

Das ist die Theoretisch max. Scherkraft die nötig währe, ohne Sicherheiten und Dauerfestigkeiten zu berücksichtigen.

:s092:
Hab ich ohne rechnen gewußt.. wenns den Dicken mit ner va Schraube hält, was soll dann noch passieren...:s045::s045::s045:
 
Interessante Ausführungen zur "Tonnentheorie". So gut die Mopeds auch sein mögen, Jap-Schrauben sind der letzte Mist. Wenn ich dran denke, wie oft mir der Schraubenkopf rund ging oder sogar einfach abscherte :s015: Daher liebe ich dt. 8.8er und selbst die weichste V2A hat wahrscheinlich noch mehr Qualitäten als die meisten Jap-Schrauben (ob Kawa, Honda, Yam: egal).

Übrigens habe ich die Umlenkung nochmal intensiver gecheckt. Leider hat die Buchse des mittleren Nadellagers doch deutliche Rollenabdrücke. Ich fürchte, ich komme um einen Austausch nicht herum. Keine Ahnung ob man das alte Lager da so einfach raus pressen kann und was der Kram bei Kawa wieder kostet.

Gruß der Jörg!
 
Hallo Joerg,
also mir hat fuer den Lagertausch der Umlenkroedelei ne Zahnstangenpresse, ein paar passende Rohrstuecke und das Backrohr locker ausgereicht...

Nur bei der Schwinge ging die Backofentuer definitv NICHT zu !

Axo, VWMT bietet uebrigens ein "Lagerset" mit entsprechenden Dichtringen an - da laesst sich famos die ganze Fuehrung der Hinterhand revidieren. Einzig die Lagerbuchsen muessen noch innerhalb der Toleranz(en) sein, aber da hab ich bei den Kawas (im Gegensatz zu diversen Suzis und Yams) noch nie verschlissenen/unbrauchbare gehabt.

Soweit von hier...
 
Zurück
Oben