Kurbelwelle wuchten usw.

Yo, als Gesamtpaket (mit vielen anderen, teuren Sachen) und als Hobby wenn man flüssig genug ist, völlig legitim wenn man es einfach mal ausprobieren will.

Aber so Geschichten machen wenig Sinn wenn die Serienstreuung eh schon so hoch ist das man mit solchen Maßnahmen manchmal nur die Leistung eines guten Motor's erreicht...

FFDA 😉
 
hm

also ich möchte mal zum Feinwuchten was sagen,alle die nicht so viel Geld haben,sollten das sinnvoller investieren.Bei uns inner Werkstadt,wurde die inne Drehbank gepackt,mit nem Schlitten und nem Dorn zentriert und eingespannt,festgezogen und ne Messuhr danebengestellt.Die Drehbank auf 25 U/min und die gesammte Kurbelwelle mit der Messuhr abgehen.Bei der Kurbelwelle meiner GPZ gabs einen ganz kleine Hieb mit nem Gummihammer auf eins der Schwungräder links aussen und das wars.Zeitaufwand 30 min,Aufwand zu lehrnen wie das geht,30 min und davon ab,hat mein Chef gesagt,das der Hieb nicht nötig gewesen wäre,das die gut ausgewuchtet war,von Werk aus,die "stimmte" halt nun ein wenig mehr,lol.Also das würd ich lassen,wir haben Motorinstandsetzung gemacht ,tuning usw,aber das wuchtet bringt nix,wenn die Welle nicht mal nen Schlag gekriegt hat oder gefallen ist ,oder so...,das macht auch kaum jemand,ausser bei meiner GPZ und zwei Maschinen von Kunden,die bei 200 PS lagen,haben wir das in 1,5 Jahren nie gemacht,da haben wir viel öfter Getriebewellen gerichtet...Gruß Phil
 
Ich weis nicht warum ihr immer so einen Hype um die "Wuchtung" der Kurbelwelle macht.?
Solange man kein Material an den Gegengewichten entfernt und die Masse verringert, sind die Serien-Wellen ganz gut in der Balance. Wenn man andere Pleuel und Kolben einsetzt und die alle auf gleiches Gewicht bringt, muss man auch nicht wirklich was an der Wuchtung der KW verbesseren.

Und da sich im Motor ja weitaus mehr Teile in Rotation befinden welche nicht Gewuchtet sind, ist das mit der KW wahrlich Pille-Palle. Oder einfacher gesagt, eine Feinst-Gewuchtete KW ist sinnlos, wenn der Rest und zwar die Kupplung total daneben ist.

Und wie sowas nach dem Wuchten aussieht, kann man auf den Bildern sehen.
Die Kupplung ist eine ZZR welche ich bei Fa. Falicon hab Umbauen und Wuchten lassen.

Selbst die Zahnräder und auch die Nockenwellen haben eine teils starke Unwucht.

Desshalb werden zumindest in meinen kreisen auch schwungscheibe und kupplung mit gewuchtet. Das "Zahnrad" welches den Zahnriemen antreibt (Weis nicht genau wies heisst) ebenfalls. Und nur mal ne frage. Hast eine nockenwelle schonmal gewuchtet?:s113:Die hat wichtigere aufgaben als gewuchtet zu sein:s127: Ob es sich lohnt soll jeder für sich entscheiden. Bei (Alten) Autos ist halt meist noch mehr potenzial. Und da wird das auch mit erleichtern des ganzen verbunden:s105:
 
Mal´n paar Fragen zur Ausgleichswelle:

- Bringt es was die Ausgleichswelle auszubauen?
- Oder ist das Feinwuchten der Kurbelwelle, was ja dann wohl zwangsweise
nötig ist, nur Geldversenken?
- Läuft der Motor dann besser?
d.h. dreht er dann schneller hoch?
Oder hat er eventuell Drehmomentverlust? (dreht untenrum schlechter und
obenrum besser)

Gruß c-de-ville

Ich würd's nicht mehr machen. Ist ja bei mir auch nur wegen der geänderten Ölversorgung raus geflogen. Ohne Wuchten der KW gibt das erheblich mehr Vibrationen, mit Wuchten ist es gleich bzw. minimal mehr, als bei einem Serien-Motor. Ansonsten hab ich nicht viel Unterschied gemerkt. Das Problem ist halt auch, daß man ja selten sowas prallel probieren kann und bei meinem Motor ja auch noch mehr gemacht war.

Der Merlin hattte das auch mal erklärt, daß eine gewuchtete KW trotzdem mehr vibrieren kann, wie einer mit Ausgleichswelle.

Gruß, Alex
 
also ich möchte mal zum Feinwuchten was sagen,alle die nicht so viel Geld haben,sollten das sinnvoller investieren.Bei uns inner Werkstadt,wurde die inne Drehbank gepackt,mit nem Schlitten und nem Dorn zentriert und eingespannt,festgezogen und ne Messuhr danebengestellt.Die Drehbank auf 25 U/min und die gesammte Kurbelwelle mit der Messuhr abgehen.Bei der Kurbelwelle meiner GPZ gabs einen ganz kleine Hieb mit nem Gummihammer auf eins der Schwungräder links aussen und das wars.Zeitaufwand 30 min,Aufwand zu lehrnen wie das geht,30 min und davon ab,hat mein Chef gesagt,das der Hieb nicht nötig gewesen wäre,das die gut ausgewuchtet war,von Werk aus,die "stimmte" halt nun ein wenig mehr,lol.Also das würd ich lassen,wir haben Motorinstandsetzung gemacht ,tuning usw,aber das wuchtet bringt nix,wenn die Welle nicht mal nen Schlag gekriegt hat oder gefallen ist ,oder so...,das macht auch kaum jemand,ausser bei meiner GPZ und zwei Maschinen von Kunden,die bei 200 PS lagen,haben wir das in 1,5 Jahren nie gemacht,da haben wir viel öfter Getriebewellen gerichtet...Gruß Phil

Also das würd ich auch lassen, das ist nicht Feinwuchten sondern (beliebigen abwertenden Begriff einsetzen)
Ich hab das bei meiner KW beim Motoreninstansetzer gesehn, wie's gemacht wird.
Hat aber mit dem von Dir beschriebenen Verfahren nichts zu tun.

Davon ab, finde ich daß das endlich mal wieder ein technisch interessanter Thread ist...
Allererdings gehen ein paar Dinge durcheinander: Wuchten und Massenausgleich.

das Feinwuchten der Kurbelwelle (von mir aus auch der Kupplung) dient dem beseitigen von fertigunsgtechnischen Toleranzen währen die Gegenmasse a.d. KW zum Ausgleich der rotierende und oszillierenden Masse des Pleueltriebes gedacht ist.
Die Ausgleichswelle ist für den Ausgleich der Massenkräft 2.Ordnung (also bei doppelter Kreisfrequenz) gedacht also der feineren hochfrquenteren Schwingungen. Diese sind allerdings Betragsmäßig deutlich kleiner weshalb man ebend bei Bedarf und je nach leidenssfähigkeit die Ausgleichswelle auch weglassen kann.

Ich finds im übrigen nicht überflüssig sondern im Gegenteil interessant. Wen's nicht interessiert kann ja auch im BMW-Forum rumsurfen (und sich ne gelbe Warnweste beim fahren anziehen 😉)....


@Gerd:
das mit dem Pleuel auswiegen (oszillierende und rotierende Masse) hab ich so wie von Dir beschrieben auch zunächst probiert. Klappte aber nicht wirklich, da zum einen die Reibung im großen Pleuelauge mit der Aufhängemethode zu groß war und außerdem lies sich der Aufhängepunkt nicht präzise wiederholen so daß es jedesmal mehrere Gramm Differenz gab. Hab's dann so gelöst:




Gruß

Michael
 

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@ gren spirit "Und wie sowas nach dem Wuchten aussieht, kann man auf den Bildern sehen.
Die Kupplung ist eine ZZR welche ich bei Fa. Falicon hab Umbauen und Wuchten lassen.

Selbst die Zahnräder und auch die Nockenwellen haben eine teils starke Unwucht. "

hoffe für dich , das das blech nicht neben der schweißnaht reißt , da bei mir schon passiert .
wenn jemand die nabe neu vernieten könnte währe auf dauer sicherer .
 
das hat mir doch schon weiter geholfen - Danke

Die Ausgleichswelle bleibt drin, die Kolben sind schon ausgewogen, hatten 2g Unterschied und die Pleuel werde ich kontrollieren/ auswiegen, wenn ich die Kurbelwellenlager überprüfe.

Wär doch gelacht, wenn ich keinen haltbaren und laufruhigen Motor zustande bringen würde. Hat beim Auto schließlich schon vor 20 Jahren geklappt.

Gruß c-de-ville
 
das hat mir doch schon weiter geholfen - Danke

Die Ausgleichswelle bleibt drin, die Kolben sind schon ausgewogen, hatten 2g Unterschied und die Pleuel werde ich kontrollieren/ auswiegen, wenn ich die Kurbelwellenlager überprüfe.

Wär doch gelacht, wenn ich keinen haltbaren und laufruhigen Motor zustande bringen würde. Hat beim Auto schließlich schon vor 20 Jahren geklappt.

Gruß c-de-ville

Also in den letzten 5 Jahren sind hier fast ausschliesslich Motoren vereckt an denen rumgebastelt wurde, so schlecht können die Serienmotoren also nicht sein.
 
Also in den letzten 5 Jahren sind hier fast ausschliesslich Motoren vereckt an denen rumgebastelt wurde, so schlecht können die Serienmotoren also nicht sein.

Das unterschreib ich mal, an meinem Motor wurde ( bis auf die üblichen Sachen) noch nie rum gebastelt und der läuft, seit er 2002 in meinen Besitz gekommen ist ohne jegliche Probleme :s056:
 
hoffe für dich , das das blech nicht neben der schweißnaht reißt , da bei mir schon passiert .
wenn jemand die nabe neu vernieten könnte währe auf dauer sicherer .

Wer hat das bei dir gemacht.?

Falicon macht sowas eigentlich täglich, auch für stärkste Turbomotoren. Die machen da auch grössere Bolzen rein, um den Lochleibungsdruck zu reduzieren.
 
Mit anderen Worten, völliger Unsinn für Strassenmopeds Vibrationen wirken ja nicht nur auf die Hände, denkt an die Harleys 🙂

nein, so kannste das nicht sagen.
Der Gpz-Motor ist von Hause aus schon kein grosser "Vibrator", man wollte halt damals die technischen "High-End" Möglichkeiten in dem Motor mit drin haben. Macht ja auch Sinn, da der nicht in Gummi-Blöcken im Rahmen gelagert ist. Es wirkt sich auf jeden Fall positiv auf die Tourentauglichkeit aus.
Was ich aber sagen wollte, meiner Erfahrung nach ist er Ausbau der Ausgleichswelle nicht mit unangenehmen Erscheinungen verbunden. Das mag beim einen oder anderen vieleicht anderes sein.

Modere Motoren haben das ja alle drin, aber da wird ja auch gegeizt mit den Massenausgleich an den Kurbelwellen.
 
Desshalb werden zumindest in meinen kreisen auch schwungscheibe und kupplung mit gewuchtet. Das "Zahnrad" welches den Zahnriemen antreibt (Weis nicht genau wies heisst) ebenfalls. Und nur mal ne frage. Hast eine nockenwelle schonmal gewuchtet?:s113:Die hat wichtigere aufgaben als gewuchtet zu sein:s127: Ob es sich lohnt soll jeder für sich entscheiden. Bei (Alten) Autos ist halt meist noch mehr potenzial. Und da wird das auch mit erleichtern des ganzen verbunden:s105:

Ja, ich hab schon Gpz-Wellen gewuchtet.

Aber wenn du Ahnung hättest und wüstet, dass diese Wellen schon von Hause aus mit einer Unwucht gefertigt werden, dann hättest dir den doofen Smilie sparen können.

Oder hast du sonst noch ein Problem.??
 
nein, so kannste das nicht sagen.
Der Gpz-Motor ist von Hause aus schon kein grosser "Vibrator", man wollte halt damals die technischen "High-End" Möglichkeiten in dem Motor mit drin haben. Macht ja auch Sinn, da der nicht in Gummi-Blöcken im Rahmen gelagert ist. Es wirkt sich auf jeden Fall positiv auf die Tourentauglichkeit aus.
Was ich aber sagen wollte, meiner Erfahrung nach ist er Ausbau der Ausgleichswelle nicht mit unangenehmen Erscheinungen verbunden. Das mag beim einen oder anderen vieleicht anderes sein.

Modere Motoren haben das ja alle drin, aber da wird ja auch gegeizt mit den Massenausgleich an den Kurbelwellen.

R4er sind alles Vibratoren nur die Art des Ausgleichs unterscheidet sie.

Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Der Motor ist Teil des Rahmens und deshalb (zwangsläufig) starr verschraubt. Vibrationen sind in einer tragenden Struktur aber möglichst zu vermeiden, ergo hat Kawa da etwas eingebaut um sie zu vermindern.

Mag alles Theorie sein, die Nachteile beim Ausbau überwiegen auf jeden Fall im Stassenbetrieb.
 
Also in den letzten 5 Jahren sind hier fast ausschliesslich Motoren vereckt an denen rumgebastelt wurde, so schlecht können die Serienmotoren also nicht sein.

der Serienmotor ist ja auch gut, nur gibt es nach 20 Jahren nur leider keine mehr, die von einem zuverlässigen Erstbesitzer mit ehrlich geringer Laufleistung verkauft werden. Die gebrauchten Motoren sind doch alle aus 5. Hand und haben alle zufällig nur 40.000 km gelaufen.
Auch so ein Motor mag lange halten ist aber erstens Glücksache und 2. vom Fahrstil abhängig. Wenn man das Moped aber so fährt, wie es gedacht ist, nämlich als ehemals schnellstes Serienmotorrad der Welt, dann nähert man sich dem Haltbarkeitsdatum mit großen Schritten und die Schlampereien der letzten 20 Jahre werden ruckzuck offen gelegt.
TUNING heißt für mich, aus einem Motor das Optimum rausholen, OHNE irgendwelche Teile zu wechseln und ohne die Laufleistung einzuschränken, so einen Motor baue ich mir.
Denn wenn ich Motor und Fahrwerk auf den Stand der heutigen Zeit bringe, ist das mit Sicherheit ein tolles Bike aber eben auch KEINE GPZ 900R mehr.

Mir persönlich macht es viel mehr Spaß mit einem "alten" Moped den Besitzern aktueller Modelle um die Ohren zu fahren, als mit einem neuen Moped mit klassischer Beschriftung am Besten mir 1200er Motor eingebaut und 900er Beschriftung aufgeklebt. Respekt erzeugt viel eher ein 140er oder noch besser 130er Reifen.

Gruß c-de-ville
 
der Serienmotor ist ja auch gut, nur gibt es nach 20 Jahren nur leider keine mehr, die von einem zuverlässigen Erstbesitzer mit ehrlich geringer Laufleistung verkauft werden. Die gebrauchten Motoren sind doch alle aus 5. Hand und haben alle zufällig nur 40.000 km gelaufen.
Auch so ein Motor mag lange halten ist aber erstens Glücksache und 2. vom Fahrstil abhängig. Wenn man das Moped aber so fährt, wie es gedacht ist, nämlich als ehemals schnellstes Serienmotorrad der Welt, dann nähert man sich dem Haltbarkeitsdatum mit großen Schritten und die Schlampereien der letzten 20 Jahre werden ruckzuck offen gelegt.
TUNING heißt für mich, aus einem Motor das Optimum rausholen, OHNE irgendwelche Teile zu wechseln und ohne die Laufleistung einzuschränken, so einen Motor baue ich mir.
Denn wenn ich Motor und Fahrwerk auf den Stand der heutigen Zeit bringe, ist das mit Sicherheit ein tolles Bike aber eben auch KEINE GPZ 900R mehr.

Mir persönlich macht es viel mehr Spaß mit einem "alten" Moped den Besitzern aktueller Modelle um die Ohren zu fahren, als mit einem neuen Moped mit klassischer Beschriftung am Besten mir 1200er Motor eingebaut und 900er Beschriftung aufgeklebt. Respekt erzeugt viel eher ein 140er oder noch besser 130er Reifen.

Gruß c-de-ville

Jo Jeder wie er mag. Viele Wege führen zum Glücklichsein :s026:
 
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