Hydraulische Kupplung einstellen?

Knut

Member
Mahlzeit,

soweit ich mich auskenne, lässt sich die Kupplung ja nicht einstellen...
Meine trennt erst, wenn der Griff fast am Lenker ist, also relativ spät. Liegt die Ursache darin, dass sich die Druckstange bei inzwischen >100.000km :s042: in den Druck-Zylinder eingearbeitet hat (ca.2mm)?
Kann man da was zwischenlegen um den Druckpunkt eher zu bekommen?
Hätte da an ein Blech gedacht, was ich ich auf den Druckzylinder klebe...oder keine gute Idee?

Gruß
Knut
 
Einstellen ist nicht, hast recht.
Das sich die Druckstange einarbeitet ist normal, auch verkürzt sich die Stange mit der Zeit. Evtl kannst auch einfach den Ring unter dem Kupplungsnehmerzylinder weglassen
Wenn das zuviel ist, kannst das mit dem Blech versuchen
 
Im Prinzip spielt das mit dem einarbeiten der Druckstange oder dem etwas kürzer werden der Stange keine Rolle.... Ausser der Kupplungskolben wäre soweit aus dem Zylinder raus das der Kolben im Zylinder sich verkanten würde.

Der Kolben schieb sich zwar dabei weiter raus, geht aber andererseits eben nicht soweit zurück.... Den Weg definiert einzig und allein der Kupplungskorb.
Dabei ist es vom Funktionsprinzip so das der Kupplungskolben bei zunehmenden Verschleiß weiter in den Zylinder gedrückt wird.......

Zu spätes Trennen der Kupplung kann in der Regel aus folgenden Gründen zustandekommen:

  1. Luft im System = entlüften
  2. Kupplunggeberzylinder Dichtmanschetten verschlissen und dichten innen nicht richtig ab (Rep Satz)
  3. Kupplungskolben schwergängig (Gangbar machen - Rep Satz)
  4. Kupplungsscheiben bzw. Stahlscheiben haben Verzug (dann reicht der Weg einfach nicht um richtig zu trennen)
  5. Kupplungskorb schiebt sich hin und her, sprich Lagerspiel axial der Getriebewelle (Kupplungskorbwelle) oder eben des Kupplungskorbes auf der Kupplungskorbwelle....
 
Hey,


ich würde erst mal entlüften. Als ich meine Dicke damals gekauft hatte war der Druckpunkt auch fast am Ende.
Nachdem neue Bremsflüssigkeit drin und anständig entlüftet war, war alles wieder i.O. Ist das einfachste und sollte daher als erstes probiert werden.




Grüße


Kevin
 
Im Prinzip spielt das mit dem einarbeiten der Druckstange oder dem etwas kürzer werden der Stange keine Rolle.... Ausser der Kupplungskolben wäre soweit aus dem Zylinder raus das der Kolben im Zylinder sich verkanten würde.

Der Kolben schieb sich zwar dabei weiter raus, geht aber andererseits eben nicht soweit zurück.... Den Weg definiert einzig und allein der Kupplungskorb.
Dabei ist es vom Funktionsprinzip so das der Kupplungskolben bei zunehmenden Verschleiß weiter in den Zylinder gedrückt wird.......

Zu spätes Trennen der Kupplung kann in der Regel aus folgenden Gründen zustandekommen:

  1. Luft im System = entlüften
  2. Kupplunggeberzylinder Dichtmanschetten verschlissen und dichten innen nicht richtig ab (Rep Satz)
  3. Kupplungskolben schwergängig (Gangbar machen - Rep Satz)
  4. Kupplungsscheiben bzw. Stahlscheiben haben Verzug (dann reicht der Weg einfach nicht um richtig zu trennen)
  5. Kupplungskorb schiebt sich hin und her, sprich Lagerspiel axial der Getriebewelle (Kupplungskorbwelle) oder eben des Kupplungskorbes auf der Kupplungskorbwelle....

Hallo ,

Punkte 1-3 habe ich schon hinter mir. Nach der langen Standzeit war der Zylinder etwas inkontinent...

Ich werde mal ein dünnes Blech probieren, den ganzen Plastikring weglassen scheint mir etwas zu viel, zumal die Kupplung ja ordentlich trennt nur halt (für meinen Geschmack) zu spät...

Gruß
Knut
 
Kannst dir auch nen einstellbaren Hebel kaufen und den Einsteller zwischen die Rastpunkte drehen 😉
 
Ich werde mal ein dünnes Blech probieren, den ganzen Plastikring weglassen scheint mir etwas zu viel, zumal die Kupplung ja ordentlich trennt nur halt (für meinen Geschmack) zu spät...

Gruß
Knut


.... denke aber mal dass es, wenn man sich mal technisch mit dem Funktionsprinzip des Kupplungsystems auseinandersetzt nichts wirklich bringt wenn man was zwischen Kupplungskolben und Kupplungsstange unterlegt bzw. die Distanzscheibe zwischen Gehäusedeckel und Kupplungsnehmerzylinder verringert (bringt im übrigen beides den gleichen Effekt....)
Kupplungsflüssigkeitsstand im Geberzylinder steigt weil der Kupplungskolben über die Kupplungsstange durch die Kupplungsdruckplatte lediglich weiter in den Kupplungsnehmerzylinder zurückgeschoben wird.... dadurch ändert sich der Weg zwischen Kupplung gezogen und Kupplung losgelassen in keinster weise....
Man sollte auch immer bedenken dass der Kupplungskolben sowieso schon bei Kupplungsverschleiß zunehmend immer weiter in den Kupplungszylinder hineinschiebt....

Aber kannst es gerne ausprobieren.... würde mich nur sehr wundern wenn sich dadurch was ändert.......

Für eine Änderung des Weges den die Kupplungsstange macht um die Kupplung weiter auszurücken gibt es im Prinzip nur die Möglichkeit das hydraulische Übersetzungsverhältnis zwischen Kupplungsgeber und Kupplungsnehmer zu ändern.....
 
Zuletzt bearbeitet:
.... denke aber mal dass es, wenn man sich mal technisch mit dem Funktionsprinzip des Kupplungsystems auseinandersetzt nichts wirklich bringt wenn man was zwischen Kupplungskolben und Kupplungsstange unterlegt bzw. die Distanzscheibe zwischen Gehäusedeckel und Kupplungsnehmerzylinder verringert (bringt im übrigen beides den gleichen Effekt....)
Kupplungsflüssigkeitsstand im Geberzylinder steigt weil der Kupplungskolben über die Kupplungsstange durch die Kupplungsdruckplatte lediglich weiter in den Kupplungsnehmerzylinder zurückgeschoben wird.... dadurch ändert sich der Weg zwischen Kupplung gezogen und Kupplung losgelassen in keinster weise....
Man sollte auch immer bedenken dass der Kupplungskolben sowieso schon bei Kupplungsverschleiß zunehmend immer weiter in den Kupplungszylinder hineinschiebt....

Aber kannst es gerne ausprobieren.... würde mich nur sehr wundern wenn sich dadurch was ändert.......

Für eine Änderung des Weges den die Kupplungsstange macht um die Kupplung weiter auszurücken gibt es im Prinzip nur die Möglichkeit das hydraulische Übersetzungsverhältnis zwischen Kupplungsgeber und Kupplungsnehmer zu ändern.....

Über die Funktion habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, habe es nur noch nicht wirklich rund...
Wenn ich den Kupplungshebel betätige, wandert ja der Kupplungsnehmer (unten) weiter raus bis er an der Druckstange anliegt. Dann baut sich Druck auf (Hebel geht schwerer, die Kupplung trennt). Soweit so gut. Demnach müsste sich aber der Druckpunkt immer am Anfang des Bremsheblweges befinden. Da ich meinen Kupplungsnehmer auf diese Weise rausgedrückt habe um ihn und den Simmering zu begutachten ist er auch freigängig...somit sollte ich das problem eigentlich gar nicht haben...
Entlüftet habe ich wie ein Weltmeister...evtl klemmt er doch irgendwo oder geht nach dem Kuppeln zu weit zurück, werde mir das Ganze noch mal im ausgebauten Zustand ansehen...

Gruß
Knut
 
Es könnte bei der Laufleistung auch daran liegen, daß sich die Scheiben in den Führungen im Korb eingearbeitet haben. Dann hast Du da sogenannte Rattermarken. Da trennt die Kupplung dann auch schlecht...


Gruß, Alex
 
Es könnte bei der Laufleistung auch daran liegen, daß sich die Scheiben in den Führungen im Korb eingearbeitet haben. Dann hast Du da sogenannte Rattermarken. Da trennt die Kupplung dann auch schlecht...


Gruß, Alex

Danke für den Tipp: Schaue ich mir danach auch an...evtl. muss ich doch mal eine neue Kupplung spendieren

Gruß
Knut
 
Über die Funktion habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, habe es nur noch nicht wirklich rund...
Wenn ich den Kupplungshebel betätige, wandert ja der Kupplungsnehmer (unten) weiter raus bis er an der Druckstange anliegt. Dann baut sich Druck auf (Hebel geht schwerer, die Kupplung trennt). Soweit so gut. Demnach müsste sich aber der Druckpunkt immer am Anfang des Bremsheblweges befinden. Da ich meinen Kupplungsnehmer auf diese Weise rausgedrückt habe um ihn und den Simmering zu begutachten ist er auch freigängig...somit sollte ich das problem eigentlich gar nicht haben...
Entlüftet habe ich wie ein Weltmeister...evtl klemmt er doch irgendwo oder geht nach dem Kuppeln zu weit zurück, werde mir das Ganze noch mal im ausgebauten Zustand ansehen...

Gruß
Knut
Theoretisch liegt der Kupplungskolben immer an der Kupplungsstange an da hinter dem Kolben eine Feder sitzt die den nach vorne drückt.... und Luft zwischen Stange und Kolben kann eigentlich wenn überhaupt nur entstehen in dem Bereich den der Kolben ggf. durch den rechteckigen Dichtring für den Kolben, durch das zurückgehen nach dem geringfügigen verkanten des Dichtringes in seinen entspannten Zustand.
Die Dichtringe verkanten im geringen Bereich beim ausfahren des Kolben durch die Reibung und wenn der Druck weg ist versucht der Ring diese Verspannung wieder rückgängig zu machen..... ist eigentlich das gleiche Prinzip wie es auch beim Bremssattel (Scheibenbremse) genutzt wird um eine völlige Entlastung der Bremsklötze zur Bremsscheibe zu erreichen.... Nur bei den Bremssätteln verzichtet man auf Federn bei den Kolben da diese ja nicht durch, wenn auch geringfügigen Druck, an den Bremsscheiben anliegen sollen...
 
So, habe gestern mal auf die Schnelle einfach den Plastikring zwischen Nehmerzylinder und Motorgehäuse weggelassen. Und was soll ich sagen? Druckpunkt war nun schön weit vorn...
Das ist aber keine Lösung, da sich dabei der Nehmerzylinder verkantet, schein ein wenig konisch zu sein.
Werde heute mal ein Stück Gewindestange abdrehen und ein Loch reinbohren und eine Art Hülse herstellen. Diese dann über die Kupplungsstange stülpen.

Ich melde mich wieder...

Gruß
Knut
 
Hallo ,
denke da wie Alex bei der hohen Laufleistung 😱wirst du wahrscheinlich nicht drumm
rumm kommen :s197:deiner GPZ eine neue Kupplung zu spendieren.
lg rod
 
Bei Rattermarken hatte ich allerdings schon verschiedene Symptome, einmal ließ sich der Hebel fast garnicht ziehen, weil die Scheiben in den Rattermarken verkanteten und einmal war es ähnlich der Hebel ging zu ziehen, aber die Kupplung packte nicht...also man konnte durchschalten, nur nicht fahren....
Je nach Km Leistung des Motors und Nutzung der Kupplung wäre es auch an der Zeit da etwas zu überholen, ein spätes kommen der Kupplung ist ja auch beim Auto ein Zeichen von fertiger Kupplung, aber bei der 900r auch ein Zeichen dafür, das der Nehmer oder Geber nicht mehr ganz astrein sind, aber so wie beim Zug, das man das einstellen kann, das sie hebelmäßig ganz früh kommt, geht nicht, dafür bräuchte man ne größere Pumpe, anstatt 14 dann 16 oder so... aber dadurch nimmt dann die Handkraft wieder zu, das mag dann auch nicht jeder... ich hab mir damals verstärkte Federn in die Kupplung gebaut, was dann auch die benötigte Kraft am Hebel erhöhte, was mir zwar nix ausmachte aber manchen ist das zuviel Kraftaufwand...

Aber der Pilot hat dir ja auch schon so ziemlich die gleichen Hinweise gegeben...
die Stange zu verlängern bringt IMHO nix, das ist für mich nur Pfusch
 
Zu spätes Trennen der Kupplung kann in der Regel aus folgenden Gründen zustandekommen:

  1. Luft im System = entlüften
  2. Kupplunggeberzylinder Dichtmanschetten verschlissen und dichten innen nicht richtig ab (Rep Satz)
  3. Kupplungskolben schwergängig (Gangbar machen - Rep Satz)
  4. Kupplungsscheiben bzw. Stahlscheiben haben Verzug (dann reicht der Weg einfach nicht um richtig zu trennen)
  5. Kupplungskorb schiebt sich hin und her, sprich Lagerspiel axial der Getriebewelle (Kupplungskorbwelle) oder eben des Kupplungskorbes auf der Kupplungskorbwelle....

Bei mir iss es 5, der Korb schiebt sich hin und her.
So'n scheiß, Motor raus. :s156:
 
Das einzigste Problem sind die Abziehwerkzeuge, da find ich eine Lösung.

Der Rest iss LEGO.
hab Dir gerade ne PN geschickt.... Im Prinzip geht's auch ohne spezielle Abzieher....Zahnräder von der Welle nehmen (sind nur ein paar Sprengringe) und dann geht das mit nem normalen 2 - oder 3 Arm Abzieher, oder ner Hydraulikpesse sogar noch besser....
Wichtig halt sich anzuschauen wie die Nuten (nicht die mit 2 T) anzusehen da das Seitenspiel durch eingelegte Stahlringe im Motorgehäuse in die sich die Nut im Lager setzt fixiert wird.
Sollten die Stahlringe da zuviel Luft haben kann man die dort ggf. mit Lagersicherung, (Loctite oder dergleichen) fizieren. Ich setz die Stahlringe meistens mit Lagersicherung ins Motorgehäuse dann bleiben sie wenigstens da wo sie hingehören und können sich nicht mehr bewegen und das weichere Alugehäuse ausnudeln.
 
hab Dir gerade ne PN geschickt.... Im Prinzip geht's auch ohne spezielle Abzieher....Zahnräder von der Welle nehmen (sind nur ein paar Sprengringe) und dann geht das mit nem normalen 2 - oder 3 Arm Abzieher, oder ner Hydraulikpesse sogar noch besser....
Wichtig halt sich anzuschauen wie die Nuten (nicht die mit 2 T) anzusehen da das Seitenspiel durch eingelegte Stahlringe im Motorgehäuse in die sich die Nut im Lager setzt fixiert wird.
Sollten die Stahlringe da zuviel Luft haben kann man die dort ggf. mit Lagersicherung, (Loctite oder dergleichen) fizieren. Ich setz die Stahlringe meistens mit Lagersicherung ins Motorgehäuse dann bleiben sie wenigstens da wo sie hingehören und können sich nicht mehr bewegen und das weichere Alugehäuse ausnudeln.

Jo, die Stahlringe sind mir auch schon durch den Kopf gegangen.
Ich werd erst mal auf machen und rein schauen bevor ich Geld versenk.
Wenn ich dann schon dabei bin werd ich eh gleich alles checken und auf jeden Fall den Anlasserfreilauf neu machen.
Ich würd mich erschießen wenn der dann in einem halben Jahr die Flügel streckt.
 
So, Kupplung läuft wieder zufriedenstellend.
Habe (für diesen Sommer) einfach ein Blech in den Zylinder geklebt.
Möchte jetzt erst mal fahren, nachdem ich entlich das TÜV Problem gelöst habe :s124:
Ich Winter werde ich dann mal nach der Kupplung sehen.

Gruß
Knut
 
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