Hinterrad ausbauen

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schmoelzer

Guest
Hallo zusammen,

Da ich die Achse nicht aufbekomme und auch nicht mit zuviel Gewalt hin fassen möchte, bitte ich um einen Tip, wie man die Verschraubung aufbekommt. Gibt es da einen Trick? Ist es evtl. ein Linksgewinde oder ist meine Verschraubung einfach nur so fest zu?
Die Fixierungen der Kettenspannvorrichtung, kann die denn geschlossen werden, damit beim Aufschrauben der Achse die Kette entlastet wird?

Ich habe schon einen 12er Biteinsatz abgerissen
Vielen Dank für die Hilfe

Martin
 
Hallo Martin,
sofern Du das noch niht gemacht hast, salbe das ganze mit reichlich WD40 o.ä. ein.
Wenns garnicht klappt, probier's mit nem Schlagschrauber. Ich gehe davon aus, dass Du die Sicherungsclips raus hast.
Den nächsten Satz hab ich nicht kapiert:s065:

schmoelzer said:
Die Fixierungen der Kettenspannvorrichtung, kann die denn geschlossen werden, damit beim Aufschrauben der Achse die Kette entlastet wird?

Martin

Gruss
Hajo
 
Hallo Martin,

probier mal:
1. Die beiden Inbusschrauben der Excenter lösen (stehen jeweils senkrecht, 8er oder 10er Inbus)
2. links und rechts der Achse die Sicherungsringe herausnehmen
3. Bremssattel lösen: Kontermutter mit 13er lösen, dann Schraube von oben lösen, dann den waagrechten Bolzen lockern (14er)
4. nun hinter dem Mopped knieend einen stabilen Inbusschlüssel mit Rohr als Verlängerung/Hebel in die rechte Achsmutter stecken und mit einem Ruck lösen. Ist normales Rechtsgewinde.
Beim Lösen verdrehten sich die Excenter und das Rad stüzt sich gegen die Kette ab. Versuch nicht, links gegenzuhalten, Kette hält das locker aus.

viel Erfolg
Stefan
 
Die Exzenter lässt du am besten zu, also nicht lösen, aber vorher die Exzenter wieder ausrichten. Wenn die verdreht sind verkeilt sich das erst recht.
Du solltest einen guten Inbus oder einen Sechskant-Einsatz verwenden evt. auch eine Verlängerung.
Wenn das so nicht geht, nimmts du einen Heisluftfön und machst das gut Warm, das sollte dann gehen. Ein Kriechöl dazu, damit da nichts Frisst.!
Das sind ganz normale Rechtsgewinde, vorausgesetzt da hat keiner was anderes Gebastelt.( man weis ja nie.)

Gruss
Hilmar

PS: sehe Du bist aus Stotternheim, wie gehts denn dem Willi Reschke.?
 
Danke für die schnelle Antwort. Mit 65 cm Verlängerung ging es auf, mußte aber trotzdem richtig zupacken und meine Frau hat auf der anderen Seite mit 1m Verlängerung gegengehalten.
Wer knallt Schrauben so an. Bei 88 Nm, wie im Rep. Buch beschrieben, Anzugsdrehmoment hat man zwar ein Losbrechmoment von ca. 100 Nm, wenn alles angegamelt ist (war es bei mir nicht, top geschmiert) vielleicht mal 120-130 Nm. Aber so fest wie das war, hat da einer ... ich weiß nicht was.

Nochmals Danke für die Hilfe.
Ich dachte einfach ich frag mal, bevor ich was verhunze. In den Rep-Handbüchern ist auch nicht alles Gold was glänzt.
Ich fahre noch eine Savage, da sind falsche Anzugsdrehmomente für die Motorbefestigung angegeben, die Ölmenge stimmt nicht...
Grüße

Martin
 
Last edited:
Hi,

ich dachte vorhin, ""ach, bauste mal das Hinterrad aus, rot sieht ja nicht so prickelnd aus, wenn der Rest silbrig wird" und uff... 12er Inbus gehört irgendwie nicht zu meinem Standardrepertoir. Ich finde die Excentergeschichte ja auch ganz nett, aber daß man solches Werkzeug braucht, habe ich nicht erwartet (hab auch vorher nicht wirklich draufgeguckt). Vielen Dank für diesen Thread, hat mir echt "gehelft", morgen muß ich mir wohl stabiles Werkzeug besorgen.

Gruß Steffen
 
Hmm... entweder ich hab keins oder ich habs noch nicht gefunden...
wo liegt denn das normalerweise? Hinter der Batterie? Dann hab ich keins...
 
Genau, hinter der Batterie. Sollten zwei 12er und ein 10er Innensexkant dabei sein. Das Problem ist das die halt nur recht
kurz sind. Fuer solche Faelle unterwegs empfiehlt es sich z.B mit normalen "Rohr"steckschluesseln Verlaengerungen zu bauen.

@Steffen: Ordentliches Werkzeug ist die halbe Miete und steigert die Produktivitaet erheblich. Am Werkzeug
zu sparen, ist mit der groesste Fehler den man machen kann.
 
Hi,

ja, ich weiß. Ich habe damals (1997) mein Motorradgeschäft mit allem Inventar verkauft und habe gut 10 Jahre nicht geschraubt. Nun komme ich mir richtig behindert vor, weil ich ganz schlecht ausgestattet bin. Jetzt muß ich mir nach und nach alles wieder zusammenkaufen, was ich zum Schrauben so brauche. Ich habe leider auch nur sehr wenig Platz, so daß ich vorläufig auf schwereres Werkzeug (Hebebühne, Schweißgeräte etc.) verzichten muß.

Gruß Steffen
 
Hier meine Erfahrung zum Lösen der Hinterradachse.

Gewalt allein hat hier nicht gereicht, Grund war eine halbfeste Schraubensicherung:s221:
Ging wirklich nur mit warmmachen auf.
 
Hmmm, bei mir war das bei allen immer im Bordwerkzeug dabei...

Wat ? Da liegt bei mir nur ne Kippe und ne Rolle Gaffa drin.

Mit 1.5m Rohr auf dem Inbußscchlüssel ging die Schraube wie Butter auf... kein Thema eigentlich.
 
Hi,

ich habs inzwischen auch draußen. Mit dem 12er Inbus von 1000 Töpfe gings ganz einfach.
Die eine Hälfte hab ich jetzt sauber (Kompliment an den Erfinder des Microfasertuchs), angeschliffen und abgeklebt, aber das mit dem Lackieren gehört in den Umbauten-Thread. Mal sehn, wie weit ich heut noch komme.

Gruß Steffen
 
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