MickZL
Member
moin mädels,
1983 oder 84 irgendwann im frühjahr, ich war 20 und n kumpel ruft mich an, haste gehört? was? hauenstein haut die dicken Kawas für 9990 raus, ich hole mir eine, die 900 R...
am nächsten morgen beim hauenstein eingelaufen und da standen die biester, 1100 UT, 750 Tu und die 900 R im wunderschönem blau - alle für 9990,-. oh mann, was machen? war wie zwischen ner blonden, ner roten und ner schwatten wählen. für mich wars klar, viel hubraum viel bumbum also kam nur die silberne 1100er in frage. die mit den roten gussrädern. bischen papier unterschribbelt und 2 tage später standen die kisten mit unseren nummernschildern zur abholung bereit. ewiges blabla mit erklärungen vom hauenstein und ich denk nur halt die luft an und gib mir die verdammten schlüssel...
irgendwann wars soweit, aufs mofa drauf, schlüssel rein und broaaaaam. ja das ist kawa. aus dem innenhof raus und rechts auf die strasse, mann hatte ich respekt am kabel zu ziehen aber ging alles unspektakulär und ich hab se heil nach hause bekommen. nach 3 tagen und 1000 KM weiter gings dann los, hahn auf und gib ihm. es war abartig für die zeit. ich erinnere mich deutlich das ich öfters im 2ten wheelspin hinten hatte - auch oft in situationen wo es mir nicht so lieb war. es war ein geschoß und es fühlte sich brutal an. es war auch defintiv brutal.
auf die bahn und gucken was geht, bis 210 geiler durchzug und vom FW ok aber dann ging leichtes pendeln und es kam ein wenig angst, egal hahn auf ... 235 km/h ein wahnsinn. die kawa pilotierte mich - nicht ich sie. ich weis noch genau wenn ich sie in die garage fuhr - ich zählte 2 arme, 2 beine alles ist dran.... puuuh überlebt. kein ausritt war normal, jeder war ein abenteuer mit gewaltigen adrenalinschüben. gefühle die heute, fast 30 jahre später, einfach nicht mehr aufkommen. nicht so.
paar monate später, meine frau war auf irgendnem treffen, ich hatte zu hause schon ordentlich was getrunken und um mitternacht fällt mir ein das ich in die altstadt will... kein auto da, nur die Kawa also rauf aufs mofa. ging alle s ziemlich easy bis die ersten kurven kamen, gleichgewichtsgefühl null und n mofa in gradem zustand durch die kurve zu jetten geht gar nicht gut. naja, irgendwie gings und ich kam in düsseldorf an, hatte aber keinen sprit mehr lt. den LED balken auf dem tank (was ein highlight zu der zeit). ich musste tanken. an die zapfsäule und da ist mir die karre fast darein gefallen weil ich so dulli war, ging echt gerade so noch mal gut. hat mich auch ein wenig sehr erschreckt.
bin darauf hin sofort nach hause und hab die gute am nächsten tag in die zeitung gesetzt und ne woche später war sie weg. nicht weil ich sie nicht mochte sondern weil ich nicht reif genug war für sie. die hätte mich umgebracht - davon war ich überzeugt. richtig übersetzt würde es heissen ich hätte uns beide umgebracht.
danach war 20 jahre moped pause und ich hab der guten oft nachgeweint. es war zu der zeit ein extremes geschoss. nicht nur so n bischen sondern richtig. brutal und abartig.
will nix verniedlichen und breit auf dem mofa ist ziemlich das döfste was man machen kann aber gehört halt zu meiner gpz geschichte.
vor 3 jahren hatte ich mir ne silberne 1100 UT in herne angesehen, total runtergeritten, hinten der schmale reifen und ich hab gedacht warum hat sie mir damals soviel respekt eingeflösst? ich hab sie nicht gekauft. alles zu seiner zeit hat in dem moment eine bedeutung bekommen.
wenn man die 1100er in heutigen zuständen sieht bekommt man das grausen und man denkt scheiss alte karre aber glaubt mir, früher, zu lebzeiten waren die UT`s was ganz, ganz grosses....
VG
Mick
1983 oder 84 irgendwann im frühjahr, ich war 20 und n kumpel ruft mich an, haste gehört? was? hauenstein haut die dicken Kawas für 9990 raus, ich hole mir eine, die 900 R...
am nächsten morgen beim hauenstein eingelaufen und da standen die biester, 1100 UT, 750 Tu und die 900 R im wunderschönem blau - alle für 9990,-. oh mann, was machen? war wie zwischen ner blonden, ner roten und ner schwatten wählen. für mich wars klar, viel hubraum viel bumbum also kam nur die silberne 1100er in frage. die mit den roten gussrädern. bischen papier unterschribbelt und 2 tage später standen die kisten mit unseren nummernschildern zur abholung bereit. ewiges blabla mit erklärungen vom hauenstein und ich denk nur halt die luft an und gib mir die verdammten schlüssel...
irgendwann wars soweit, aufs mofa drauf, schlüssel rein und broaaaaam. ja das ist kawa. aus dem innenhof raus und rechts auf die strasse, mann hatte ich respekt am kabel zu ziehen aber ging alles unspektakulär und ich hab se heil nach hause bekommen. nach 3 tagen und 1000 KM weiter gings dann los, hahn auf und gib ihm. es war abartig für die zeit. ich erinnere mich deutlich das ich öfters im 2ten wheelspin hinten hatte - auch oft in situationen wo es mir nicht so lieb war. es war ein geschoß und es fühlte sich brutal an. es war auch defintiv brutal.
auf die bahn und gucken was geht, bis 210 geiler durchzug und vom FW ok aber dann ging leichtes pendeln und es kam ein wenig angst, egal hahn auf ... 235 km/h ein wahnsinn. die kawa pilotierte mich - nicht ich sie. ich weis noch genau wenn ich sie in die garage fuhr - ich zählte 2 arme, 2 beine alles ist dran.... puuuh überlebt. kein ausritt war normal, jeder war ein abenteuer mit gewaltigen adrenalinschüben. gefühle die heute, fast 30 jahre später, einfach nicht mehr aufkommen. nicht so.
paar monate später, meine frau war auf irgendnem treffen, ich hatte zu hause schon ordentlich was getrunken und um mitternacht fällt mir ein das ich in die altstadt will... kein auto da, nur die Kawa also rauf aufs mofa. ging alle s ziemlich easy bis die ersten kurven kamen, gleichgewichtsgefühl null und n mofa in gradem zustand durch die kurve zu jetten geht gar nicht gut. naja, irgendwie gings und ich kam in düsseldorf an, hatte aber keinen sprit mehr lt. den LED balken auf dem tank (was ein highlight zu der zeit). ich musste tanken. an die zapfsäule und da ist mir die karre fast darein gefallen weil ich so dulli war, ging echt gerade so noch mal gut. hat mich auch ein wenig sehr erschreckt.
bin darauf hin sofort nach hause und hab die gute am nächsten tag in die zeitung gesetzt und ne woche später war sie weg. nicht weil ich sie nicht mochte sondern weil ich nicht reif genug war für sie. die hätte mich umgebracht - davon war ich überzeugt. richtig übersetzt würde es heissen ich hätte uns beide umgebracht.
danach war 20 jahre moped pause und ich hab der guten oft nachgeweint. es war zu der zeit ein extremes geschoss. nicht nur so n bischen sondern richtig. brutal und abartig.
will nix verniedlichen und breit auf dem mofa ist ziemlich das döfste was man machen kann aber gehört halt zu meiner gpz geschichte.
vor 3 jahren hatte ich mir ne silberne 1100 UT in herne angesehen, total runtergeritten, hinten der schmale reifen und ich hab gedacht warum hat sie mir damals soviel respekt eingeflösst? ich hab sie nicht gekauft. alles zu seiner zeit hat in dem moment eine bedeutung bekommen.
wenn man die 1100er in heutigen zuständen sieht bekommt man das grausen und man denkt scheiss alte karre aber glaubt mir, früher, zu lebzeiten waren die UT`s was ganz, ganz grosses....
VG
Mick
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