Eure Erfahrungen mit breiteren Reifen

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gangsterwarlock

Guest
Hallo,

ich dachte es wäre vielleicht hilfreich wenn Ihr hier eure Erfahrungen bezüglich des Fahrverhaltens nach dem Hinterradumbau posten könntet. Dass die Optik sich dadurch stark verbessert ist ja klar, aber nicht nur das zählt. Wie ist der Unterschied zum dünneren Reifen?

Hier ist nämlich ein interessanter Text:

Breitreifen ohne Ende?


reifenbreite.gif
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Was gibt es beim Motorradreifen zu berücksichtigen, was ist wirklich wichtig, was ist nur Mode?


Zunächst einmal muss man überlegen, welchen Einfluss die Reifenbreite auf das Fahrverhalten des Motorrades nimmt.

1. Je breiter der Reifen, um so stärker muss das Motorrad bei gleicher Kurvenfahrt geneigt werden. Die Reifenaufstandsfläche verschiebt sich nämlich zur Kurveninnenseite, der Schwerpunkt des Motorrades bleibt aber gleich. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Neigungswinkel. Dieser beträgt bei Hinterradreifen:
4 Grad bei Reifenbreite 130 mm,
5 Grad bei Reifenbreite 150 mm,
6 Grad bei Reifenbreite 180 mm,
jeweils gerechnet bei einer Schräglage von 45 Grad (Grenzbereich von Serienmotorrädern, kurzfristig sind sogar 52 Grad möglich) und einer Schwerpunkthöhe von 62,3 cm. Also ein Motorradfahrer mit schmaleren Reifen ist bei gleiche Schräglage schneller unterwegs als ein Motorradfahrer mit Breitreifen.

2. Je breiter der Reifen, um so stärker wird das Lenkmoment, also die Haltekraft, die man am Lenker aufwenden muss, um den Kurvenradius weiter zu verfolgen. Verantwortlich dafür ist die Umfangsverringerung des Reifens in Zusammenwirken mit dem »gezogenen« Rad (Nachlauf). Siehe die Grafik oben.

3. Je breiter der Reifen, desto stärker richtet sich das Motorrad bei einer manchmal notwendigen Kurvenbremsung wieder auf - ein Effekt, den man gar nicht gebrauchen kann, da das Motorrad dann tangential aus der Kurve steuert.

4. Je breiter ein Reifen, um so »kippeliger« kann das Motorrad bei niedrigen Geschwindigkeiten werden. Eine unangenehme Erscheinung besonders im Stadtverkehr. Für eine kurvenreiche Strecke sind somit die modischen Breitreifen ungünstiger. Der Vorteil des Breitreifens liegt in der besseren Haftung beim Herausbeschleunigen aus der Kurve.
 
Hi Vladimir,

etwas sehr akademisch Deine Betrachtung.

Das 17" Fahrwerk hätte die 900R eigentlich schon 1984 haben müssen.
Sie fährt sich wesentlich handlicher und spurgenauer in Kurven und neutraler.
Ich will das 16/18 Fahrwerk nicht schlecht reden, aber mit dem 17er gehts nunmal besser. Mit dem alten Fahrwerk hatte meine immer die Tendenz in Kurven zu übersteuern. Also etwas mehr zum Kurveninneren einzulenken als notwendig ist. Mit dem 17er zieht sie sauber ihre Bahn.
Die positiven Erfahrungen wird dir jeder bestätigen. Geringfügige Unterschiede gibts dann wohl noch durch den verwendeten Reifen.
 
Schön zu hören!

Faierweise muss ich aber noch sagen, dass ich den geringeren HR Durchmesser mit einem ZZR1100(D) Federbein kompensiert habe. Bisher habe ich aber von niemanden mit original Federbein etwas negatives gehört.
Noch ein Nachtrag zum o.g. erhöhten Aufstellmoment. Das kann ich nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil. Meine hat jetzt so gut wie gar kein Aufstellmoment. Das kann aber auch an dem Conti Road Attack liegen. Der ist bekannt dafür.
 
Fakt is nun mal , dass die einzig brauchbaren Reifen für 16"/18" wie du sie hast , die von Bridgestone sind , aber selbst die können mit den heutigen 17" Entwicklungen nicht mithalten.
Die besseren Reifen und die größere Auswahl der fahrbaren Fabrikate ist für mich ein wichtiges Argument. Dazu kommt : Hohe Stückzahl=günstigerer Preis im Allgemeinen.

Meine Kiste vermittelt mir irgendwie mehr Fahr- Sicherheit , was nicht heißt , dass ich jetzt tiefer durch Kurven fliegen kann als vorher.:s041: Ein SB-Lenker tat meiner Meinung nach sein Übriges dazu bei.:s154:
Das ZZR -C Federbein wartet noch auf die Montage:s074: mal sehen wie sie sich dann fährt.
 
Also...

Hai,
also von meiner Seite kann ich sagen das sich eine "alte" 87er mit 16"/18" und
prog. Federn vorne, ZZR-Dämpfer, Telefix - Gabelstabi und SB - Lenker wesentlich
angenehmer fährt als eine 93er mit 17"/18".

Denke mal eine sauber stabile Gabel ist viel wert.

17" alleine ist nicht alles. Mann sollte das Moped als gesamtes incl. Fahrer betrachten.

Gruß
Oliver
 
Also ein Motorradfahrer mit schmaleren Reifen ist bei gleiche Schräglage schneller unterwegs als ein Motorradfahrer mit Breitreifen.

3. Je breiter der Reifen, desto stärker richtet sich das Motorrad bei einer manchmal notwendigen Kurvenbremsung wieder auf - ein Effekt, den man gar nicht gebrauchen kann, da das Motorrad dann tangential aus der Kurve steuert.

Für eine kurvenreiche Strecke sind somit die modischen Breitreifen ungünstiger.

Das sind die wesentlichen Punkte, die gerne uebersehen werden. :s189:
 
Auch ein 16/18 Fahrwerk konnte man noch deutlich verbessern.
Mit der "PVM" Rad-Reifenkombination war das anno 86-87 ein Quantensprung im Vergleich zu den orginal Dunlop bereifeten Rädern.
Hab nie wieder einen solch begeisteren Prüfer gesehen, als ich die hab Eintragen lassen.
Der wollte gar nicht mehr absteigen, eine Runde nach der anderen hat der genascht.


Kurz noch mal gesagt, auch ein 16/18 Fahrwerk ist bei entsprechenden Feder/Dämpfer Elementen in verbindung mit guten Reifen ein brauchbares alltags Fahrwerk....., nur die verfügbarkeit der Reifen ist halt mittlerweile das Problem.
.
 
Ist für mich zweitrangig! Die fahrbare Optik steht für mich an erster Stelle. Aus dem Mix wird dann das Beste rausgeholt. Und Beschleunigung war mir eh schon immer wichtiger wie die Kurvenlage, zumal die mit aktueller Bereifung für die Strasse allemal ausreichend ist und mehr als genügend Reserven bietet... 😉
 
Und was man im Gegenzug zu den breiteren Reifen nicht vergessen darf: Die Felgen sind leichter, d. h. weniger rotierende Masse, läßt sich dadurch wesentlich leichter einlenken. Beim Bremsen aufstellen?? Das kenne ich seit dem Umbau gar nicht mehr, vorher allerdings reichlich. Die aktuellen Reifen können auch mehr.

Gruß, Alex
 
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