RX Vergaser einstellen

  • Ersteller Ersteller wilfriedruess
  • Erstellt am Erstellt am
W

wilfriedruess

Guest
Hallo Schrauber

Wer kann mir sagen wie man an der RX die Vergaser syncronisiert.
Wie, und welche Werte brauche ich auf der Uhr ?

Grüße Wilfried
 
Hallo,

vereinfacht ausgedrückt:

Benzinzufuhr bei abgenommenen Tank sicherstellen.
Standgas etwas höher einstellen, so ca. 1800 Umdr. ( im Standgas fährt ja keiner ;-) und etwas darüber soll´s sie ja stimmen )

Linkes Pärchen mittels Verstellschraube zwischen den Vergasern angleichen.
Rechtes Pärchen wie oben mit einander angleichen.
Dann beide Pärchen mit der mittleren Verstellschraube zueinander angleichen.

Absoluter Wert ist egal, es ist der unterschiedliche Unterdruck der lediglich angeglichen werden soll.

Mein TIP: Kauf eine 2er Böhmuhr, die reicht aus.Muß man halt Schläuche umstecken und die offenen Stutzen verschließen.
Kaufe keine Billigteile von Louis und Co. habe ich auch am Anfang gehabt, taugt nichts im Vergleich.
Schlauchwagen habe ich keine Erfahrung.

Schaue mal hier.
https://www.youtube.com/watch?v=Nuut8xQrTHE
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

vereinfacht ausgedrückt:

Benzinzufuhr bei angenommenen Tank sicherstellen.
Standgas etwas höher einstellen, so ca. 1800 Umdr. ( im Standgas fährt ja keiner ;-) und etwas darüber soll´s sie ja stimmen )

Linkes Pärchen mittels Verstellschraube zwischen den Vergasern angleichen.
Rechtes Pärchen wie oben mit einander angleichen.
Dann beide Pärchen mit der mittleren Verstellschraube zueinander angleichen.

Absoluter Wert ist egal, es ist der unterschiedliche Unterdruck der lediglich angeglichen werden soll.

Mein TIP: Kauf eine 2er Böhmuhr, die reicht aus.Muß man halt Schläuche umstecken und die offenen Stutzen verschließen.
Kaufe keine Billigteile von Louis und Co. habe ich auch am Anfang gehabt, taugt nichts im Vergleich.
Schlauchwagen habe ich keine Erfahrung.

Schaue mal hier.
https://www.youtube.com/watch?v=Nuut8xQrTHE


Ich kann Markus bestätigen. Konnte live daran teilhaben und meine Vergaser stimmen perfekt!!!!
2 Böhmuhren reichen völlig aus und ein Garagenbier dazu ist die optimale Bestückung für eine richtig synchronisierte Vergaserbatterie.

Greets aus NRW

Lutz
 
Muss Dich mal besuchen.
send mr scho zwoi Schwoba.
Verstärkung.........

Gruß Wilfried
 
Und außerdem bin ich Schreiner und bissle Holzmacher.
Hab immer was zum Schleifen.
 
Moin moin,

hört sich vielleicht bekloppt an ( also bitte nicht steinigen), aber ich habe damals meine 900er mit einer Vakuumuhr und einem Werkstattstaubsauger synchronisiert.

Eine digitale Ausführung von 0 bis -3bar reicht vollkommen, wenn sie 2 Dezimalstellen hinter dem Komma anzeigt. Man dreht sich vorher einen Becher aus Alu oder Stahl der einen Aussenduchmesser von +5 mm und einen Innendurchmesser von -2mm des Ansaugdurchmessers des Vergasers an der Luftfilterseite hat. Ein Seite muss also geschlossen sein. Dann wird ein Loch von 3mm an der Aussenseite gebohrt und mit einem Schlauchadapter versehen. Becher und Messgerät werden dann mit einem Schlauch verbunden.

Soviel zu den Vorarbeiten. Danach baut man die Vergaser aus und der Staubsaugerschlauch (vielleicht vorher passenden Adapter aus POM drehen) wird auf die Zylinderseite des Vergasers gesteckt und eingeschaltet. Dann wird mit der Unterdruckuhr auf der Luftfilterseite gemessen. Begonnen wird mit Zylinder 2 als fester Wert. Dann die Zylinder 1, 3 und 4. Nach dem ersten Einstellen drei oder viermal die Drosselklappe auf und ab bewegen und ein zweiter Messvorgang folgt.

Der Staubsauger hat den Vorteil das er einen konstanten Unterdruck hat und keine Wellenbewegung wie ein laufender Motor produziert.

Das ganze funktioniert natürlich auch mit einer manuellen Uhr aus einem Synchontester.

Zusätzlich kann man dann noch die Krümmer 30cm hinter dem Stutzen mit einem 6mm Loch versehen, eine Mutter aufschweißen und mit einer Schraube verschliessen. Dann kann man die Vergaser auch nach Abgas einstellen. Die Werte hatte ich damals bei Kawasaki erfragt.

Das Endergebnis ist ein Motorlauf bei dem die Zylinder einen optimales Gemisch entsprechend ihres Wirkungsgrades erhalten.

Bei mir war dadurch das Drehzahlloch bei 3500 und bei 7000 U/min weg und der Moor zog sauber bis Enddrehzahl hoch.

Jetzt dürft ihr mich steinigen.
 
Moin moin,

hört sich vielleicht bekloppt an ( also bitte nicht steinigen), aber ich habe damals meine 900er mit einer Vakuumuhr und einem Werkstattstaubsauger synchronisiert.

Eine digitale Ausführung von 0 bis -3bar reicht vollkommen, wenn sie 2 Dezimalstellen hinter dem Komma anzeigt. Man dreht sich vorher einen Becher aus Alu oder Stahl der einen Aussenduchmesser von +5 mm und einen Innendurchmesser von -2mm des Ansaugdurchmessers des Vergasers an der Luftfilterseite hat. Ein Seite muss also geschlossen sein. Dann wird ein Loch von 3mm an der Aussenseite gebohrt und mit einem Schlauchadapter versehen. Becher und Messgerät werden dann mit einem Schlauch verbunden.

Soviel zu den Vorarbeiten. Danach baut man die Vergaser aus und der Staubsaugerschlauch (vielleicht vorher passenden Adapter aus POM drehen) wird auf die Zylinderseite des Vergasers gesteckt und eingeschaltet. Dann wird mit der Unterdruckuhr auf der Luftfilterseite gemessen. Begonnen wird mit Zylinder 2 als fester Wert. Dann die Zylinder 1, 3 und 4. Nach dem ersten Einstellen drei oder viermal die Drosselklappe auf und ab bewegen und ein zweiter Messvorgang folgt.

Der Staubsauger hat den Vorteil das er einen konstanten Unterdruck hat und keine Wellenbewegung wie ein laufender Motor produziert.

Das ganze funktioniert natürlich auch mit einer manuellen Uhr aus einem Synchontester.

Zusätzlich kann man dann noch die Krümmer 30cm hinter dem Stutzen mit einem 6mm Loch versehen, eine Mutter aufschweißen und mit einer Schraube verschliessen. Dann kann man die Vergaser auch nach Abgas einstellen. Die Werte hatte ich damals bei Kawasaki erfragt.

Das Endergebnis ist ein Motorlauf bei dem die Zylinder einen optimales Gemisch entsprechend ihres Wirkungsgrades erhalten.

Bei mir war dadurch das Drehzahlloch bei 3500 und bei 7000 U/min weg und der Moor zog sauber bis Enddrehzahl hoch.

Jetzt dürft ihr mich steinigen.


Alles schön und gut, mal abgesehen von dem Aufwand....
Was dabei aber nicht bedacht ist bzw. in die Synchronisation einfließt ist die tatsächlichen Vacumverhältnisse des Motors die eben auch davon abhängig vom Motorverschleiß (Unterschiede zwischen denm Zylindern-Kolben-Kolbenringen) sowie Ventileinstellungen und eventuelle Toleranzwerte der Nocken der Nockenwellen....Auch diese haben Fertigungs- und Verschleiss- Toleranzen (sind sogar im WHB angegeben)
Diese Werte können nur bei Synchronisation am laufenden Motor bei entsprechender Betriebstemperatur berücksichtigt werden.
Will heissen wenn man die Vergaser wie beschrieben extern synchronisiert sind diese zwar mechanisch aufeinander abgestimmt, diese Art der Synchronisation läßt aber die mechanischen Gegebenheiten des Motors vollkommen ausser acht....
Kann passen muß aber nicht....
 
Moin moin,

interessanter Einwand. Aber nach meiner bescheidenen Meinung nicht ganz richtig.

Bei der Synchronisation sollen ja nur die Drosselkappen auf ein exaktes, über alle Vergaser gleiches Spaltmaß zwischen Drosselklappe und Ansaugquerschnitt eingestellt werden. Damit soll ja nur erreicht werden, das die Schieber exakt bei der gleichen Drosselklappenstellung nach oben gehen. Die unterschiedlichen Wirkungsgrade der Zylinder sind dabei irrelevant. Die kommen nämlich erst bei den Einstellungen der Gemische über die Düseneinstellungen für die jeweiligen Zylinder zum Tragen. Es wird also erst einmal eine exakt identische Basis für alle Zylinder geschaffen, bevor man individualisierte Einstellungen vornimmt. Und die habe ich damals bei der 900er eben durch die Abstimmung mit einem Abgastester erreicht.

Ich gebe natürlich zu, das der Aufwand bei der 900er nicht ohne ist. Bei meiner RX ist das ein bisschen einfacher. Man macht das allerdings auch nicht jede Woche.

So wie ich die Einstellung immer gemacht habe soll natürlich nicht das NonPlus Ultra sein. Aber ich bin eigentlich immer gut damit gefahren. Ich wollte damit auch nur einen anderen Lösungsansatz bieten.
 
Alles schön und gut, mal abgesehen von dem Aufwand....
... diese Art der Synchronisation läßt aber die mechanischen Gegebenheiten des Motors vollkommen ausser acht....
.

Und: das ist das gleiche Prinzip, wie die mechanische Synchronisation mittels Kugelfallmethode. Die ist aus den o.a. Gründen genauso wenig geeignet, wie Du schon beschrieben hast.
Grüße

Michael
 
> Der Staubsauger hat den Vorteil das er einen konstanten Unterdruck hat > und keine Wellenbewegung wie ein laufender Motor produziert.

Interessantes Konzept. DAs sieht man mal wofuer der Heinzelmann so gut ist. 🙂
Allerdings kann man ja die Schwinungen daempfen. Waere das aus irgendeinem Grund ein grosses Problem das sich mit den Schrauben an den Uhren nicht loesen liesse dann koennte man das auch mit Elektronik machen. Von daher scheint mir dein Aufwand uebertrieben.

Ausserdem wuerde ich mir Sorgen machen das man Benzinreste aus dem Vergaser in den Staubsauger reinsaugt und man ploetzlich kein Dach mehr auf der Werkstatt hat.

Olaf
 
Dann aber nur mit dem Dyson,
der hat ja keinen Saugkraftverlust 😉

Mal ernsthaft:
Messungen macht man immer auf dem direkten Weg und nicht über drei Ecken.
Messungen bei den man das Ergebnis über theoretische Annäherungen ohne das eigentliche Objekt bzw. ohne eine wichtige Einflussgröße macht sind zwangsläufig immer ungenau.
4 Uhren ran und messen, das ist und bleibt der genaueste Wert.
Natürlich bekommt man auch anders einen relativ guten Motorlauf hin, ich stelle die Vergaser z.B. immer erstmal hach Augenmaß ein und der Motor läuft damit auch gut, aber perfekt wird es dann erst mit der Synchronisation durch Uhren.
 
Also ohne das unterschiedliche Saugverhalten des Motors zu berücksichtigen, kann es nicht ganz so genau werden.
Wie Michael schon geschrieben hat, sind die unterschiedlichen Toleranzen oder Verschleißzustände für den Unterdruck mitverantwortlich.
Das Synchronisieren ist ja nicht dazu da die Drosselklappen genau synchron zu bekommen, das könnte man ja auch einfacher lösen.
Es geht genau darum, die Druckverhältnisse im Ansaugtrakt anzugleichen, wenn die Drosselklappen und Schieber im unteren Öffnungsbereich noch sehr den Querschnitt verengen.( Darüber wirkt sich die Angleichung im Verhältnis immer weniger aus )
Und die sind wie oben geschrieben, eben von den mechanischen Teilen abhängig, die diese erzeugen.

Im Umkehrschluss könnte man die Vergaser ab Werk ja auch mit festen Drosselklappen ausliefern - wäre für Mikuni und Co kein Problem.
 
Wenn man denn als Antrieb gern einen Staubsauger hätte, wäre das sicherlich eine angemessene Methode.
Für diejenigen, die lieber mit einem Verbrennungsmotor fahren, ist das synchroniseren der Vergaser unter Betriebsbedingungen sinnvoller.
Und mit "Flowbench" hat das schonmal gar nichts zu tun. Das ist ein Hilfsmittel, um Strömung im Zylinderkopf zu simulieren.

Es geht genau darum, die Druckverhältnisse im Ansaugtrakt anzugleichen, wenn die Drosselklappen und Schieber im unteren Öffnungsbereich noch sehr den Querschnitt verengen.....

Ja, aber nicht nur. Es geht vor allem darum, das sich beim öffnen der Drossel die Drücke aller Ansaugrohre gleich ändern.

Grüße

Michael
 
Ja das heisst ja, daß Du doch geizig bist. Müsstest Du nich eigentlich 6 Uhren haben, wegen der Z 1300 ? Du geiziger Schwoab ! :s191:

Bei der 13ner ist perfekte Technik verbaut, da brauchst du gar kein Werkzeug.
Würde von einem Japanischen Schwaben konstruiert. Selbst der Verbrauch liegt unter einem Liter. ( Öl) :s215:
 
Zurück
Oben