Ausfall DZM und Leistungslöcher

Ich habe heute mal eine kleine Probefahrt gemacht. Diesmal lief die RX unauffaellig. Vielleicht ein wenig rauher, aber das kann auch Einbildung sein.

Dann habe ich mal den Deckel auf den Zuendgebern abgenommen. Zu meinem erstaunen kam da so ca 100ml Oel raus. Ich geh mal davon aus das gehoert so weil da ja auch die Kette fuer die Nockenwelle zu sehen ist.
Ausserdem ist mir aufgefallen das auf beiden Zuendgebern so eine feine silberne Paste drauf ist die im ersten Moment wie Alupaste aussieht:

http://www.criseis.ruhr.de/kawa/spule.jpg

Wenn ich das richtig sehe dann ist das Eisenabrieb der auf den Gebern haengenbleibt weil die magnetisch sind. Also so aehnlich wie bei einer magnetischen Oelablasschraube.

Ich gehe mal davon aus das ist vollkommen normal so? (schwitz)

Ich hatte auf einer Seite 0.5mm Abstand zur Scheibe, auf der anderen Seite 0.9mm. Ich hab dann erstmal beide auf 0.5mm eingestellt.

Widerstand der Geber sowohl der Spule wie auch gegen Masse war okay. Allerdings muss das ja nicht viel heissen. Wie schon jemand sagt, sowas tritt auch sehr gerne nur manchmal auf oder nur bei bestimmten Temperaturen.

Ich habe dann mal mein Oszi an die Primaerseiten der Zundspulen gehaengt. (War zu faul mir einen kapatizitiven Spannungsteiler zu bauen)

http://www.criseis.ruhr.de/kawa/zundung.jpg 10V/div 10ms
http://www.criseis.ruhr.de/kawa/zundung2.jpg (Einzelimpuls)

Vielleicht interessiert es ja mal jemanden zum Vergleich....

Ich sag mal bei mir laeuft es derzeit vollkommen normal. Ich haette gerne nochmal einen Blick auf das Zundsteuergeraet geworfen, aber die Sonne hat mein Gehirn so stark zusammengebrutzelt das ich es nicht gefunden habe. Sehe ich das richtig das es vorne irgendwo in der Verkleidung steckt?

Ich warte jedenfalls erstmal bis der Fehler wieder auftritt UND es kaelter ist. Motorrad schrauben mit Sonnencrem Lichtschutzfaktor 50+ auf der Birne ist kein Spass. Jedesmal wenn ich was auf dem Oszi lesen wollte musste ich das abklemmen und in die Werkstatt gehen weil man drausen absolut nichts mehr gesehen hat. 🙂

Interessant finde ich uebrigens die relativ geringe Spannungen auf der Primaerseite der Zuendspule und das man kein Ausschwingen sieht. Aber das ist wohl beabsichtigt. Hat eigentlich schonmal jemand ein Schaltbild des Zuendsteuergeraetes abgemalt?

Olaf

ps: Auf der Rueckfahrt (Autobahn) von meiner Werkstatt nach Hause war so ein doofer Dosenfahre (AudiTT) beleidigt weil ich es gewagt habe ihn zu ueberholen und wollte den Max machen. Manche Birnen lernen es halt nie. Aber jedenfalls ist sichergestellt das mein Motor derzeit ohne Befund ist. Und ab 200 haelt man die Temperaturen ganz gut aus. :-D
 
Also das Klopfen hat bei meiner RX genau das entsprechende Problem gezeigt.

Hast du noch das defekte Steuergeraet und wuerdest es mir gegen Erstattung der Portokosten ueberlassen?
Ich wuerde da gerne mal probieren reinzuschauen. (ich weiss das es vermutlich vergossen ist)
Ich Gegenzug wuerde ich den Schaltplan veroeffentlichen wenn ich den rausbekomme. .-)
Vielleicht kann man sich das Teil ja auch einfach nachbauen. Angesichts der noch eher schlichten Funktionalitaet wuerde ich da noch diskrete Standardbauteile drin erwarten.

Olaf
 
Also defekte Steuergerät habe ich leider nicht mehr. Hatte auch schon versucht ds vergossene von Spezialfirma weg machen zu lassen aber ohne Erfolg. Schaltplan ist nicht so schlimm schätze ich mal aber die Zündkurve welche auf dem EPROM gespeichert ist, ist das wichtige.
 
> Also defekte Steuergerät habe ich leider nicht mehr.

Schade, haette mich wirklich mal interessiert.

> Hatte auch schon versucht ds vergossene von Spezialfirma
> weg machen zu lassen aber ohne Erfolg.

Ich hab mich mal mit einem befreundeten Chemiker darueber unterhalten. Der meinte die Epoxygiessharze lassen sich mit nichts aufloesen, oder jedenfalls mit nichts was nicht auch hinterher die Bauteile angreift.
Allerdings sind die temperaturempfindlich. So ab 130Grad koennten die zerfallen. Ich wollte das Teil daher einfach in einen Topf mit Oel werfen und dann mal 10min auf 130-140Grad aufkochen.

Das ist natuerlich nicht ganz ohne Risiko fuer die restlichen Bauteile. Von daher waere eine defekte Kiste fuer einen ersten Test mal ganz nett.

> Schaltplan ist nicht so schlimm schätze ich mal aber die Zündkurve
> welche auf dem EPROM gespeichert ist, ist das wichtige.

Du hast schonmal reingeschaut?

Ich hatte gedacht es gibt drei Moeglichkeiten:

1. Komplett diskret, also nur Transistoren, Widerstaende usw.

2. Standardhalbleiter. Also NE555 oder irgendwas in der Richtung.

3. Ein nicht mehr zu beschaffendes Spezialteil das sich um die Zuendverschiebung kuemmert und extra fuer Kawasaki hergestellt wurde. Das waere im Todesfall natuerlich boese.

Aber ein Microcontroller mit externen Eprom ist doch wunderbar. Anfang der 90er waren da bei uns noch MCS51er drin. Da koennte es hoechstens sein das man eine bei sehr schwer zu bekommenen japanischen Controller verwendet hat.
Allerdings gehen Controller oder EProm eigentlich selten kaputt. Da ist die Wahrscheinlichkeit VIEL groesser das es nur eine kalte Loetstelle gibt. Falls die Elektronik dann das abkochen<BG> ueberlebt, kein Problem.

Was mich aber an der Eprom-Theorie wundert ist das die Teile auch nur halb ausfallen koennen, also nur zwei Zylinder weg. Bei einem Steuergeraet das von einem Microcontroller gesteuert wird halte ich die Wahrscheinlichkeit fuer groesser das es komplett ausfaellt.

Eprom waere aber aus anderen Gruenden boese. Der Hersteller geben dafuer 20-30Jahre Lebensdauer an. Und der Einsatz in einem Motorrad, grosse Kaelte/Hitze in Winter/Sommer ist eher weniger foerderlich. Irgendwann vergessen die dann naemlich ihr Programm und das wars dann wenn man vorher keine Sicherheitkopie gemacht hat. Bei aelteren Messgeraeten aus den 70-80er Jahren ist das ein haeufiges Problem

Olaf
 
Also da ich das Teil nach dem Versuch ja bekommen habe, habe ich das EPROM ja sofort erkannt. Da war kein Gehäuse (schwarzen Käfer) drum rum. Sichtfenster für das löschen war da. Der Rest war mehr oder weniger diskret aufgebaut. Warum immer ein Kanal ausfällt ist das eben (war bei mir so) das eine Leiterbahn bricht wegen der Vibrationen. Konnte ich bei mir damals auch gut sehen wenn ich das Teil "etwas" gebogen habe. Solltest du was rauskriegen laß es mich wissen. Hab das auch schon mal versucht bei einer Dyna-Zündbox. Ist ebenso vergossen. Die war neu und wollte diese nicht ruinieren...
 
So Leute ich muss es heute wagen und meine Dicke ohne neue Teile heim holen.
Da die Post ja mal wieder per Schildkröte unterwegs ist und ein Brief fast drei tage dauert habe ich keine neuen Pickups bekommen.
Spangenberg->Trendelburg= 60km und zusätzlich noch durch Kassel

Ich hoffe das es funzt, ist ja heute nicht so heiß wie die Tage
 
Joooo wurde was!

Die ersten Kilometer das beschriebene Ruckeln mit DZM Ausfall und dann war ruhe.
Läuft zwar wie ein Sack Nüsse samt Eichhörnchen aber bin gut durch gekommen.
Unter 3000 ruckeln und Buckeln über 4000 das gefühl als will sie drehen aber kann nicht....

Hoffe das die Pickups bald kommen und derzeit mache ich den Gaser nochmal sauber.

Greetz
HJO
 
Unter 3000 ruckeln und Buckeln über 4000 das gefühl als will sie drehen aber kann nicht....

Bei meiner RX ist die Sache bisher nicht mehr aufgetreten, was die Fehlersuche natuerlich nicht gerade vereinfacht. Vermutlich haelt das jetzt genau bis ich in Norwegen an einem Fjord sitze und dann faellt das defekte Teil komplett aus. Grummel.

BTW: Kann mir mal einer sagen wo das verdammte Steuergeraet sitzt? Ich glaub ich bin zu bloed das zu finden. <schaehm>

Allerdings habe ich bei meiner Suche danach einen grossen weissen Stecker unter dem Tank gefunden der wohl fuer das Zuendschloss ist und da waren ein paar Kontakte mit Gruenspan angelaufen. Wenn man den Tank sowieso schonmal ab hat dann sollte man da vielleicht mal einen Blick drauf werfen....

Olaf
 
Hallo Zusammen,

so die neuen Picjups sind nach anfänglichen postalischen Schwierigkeiten endlich da, und umgehend verbaut worden.
Luftspalte pi mal Daumen eingestellt und fest angezogen.

Uuuund siehe da.... läuft net.....:s173:

Gut den Fehler für das Unrunde laufen habe ich gefunden... Zündkabel an Zylinder 1 am NGK Stecker angegammelt und wie üblich.... Aquarium im Schacht.
Jetzt dreht sie wieder vernünftig aber die Aussetzter sind immer noch da.

Merlin:s185: hast ne PN

Greetz
HJO
 
:s141: Tja nachdem ich von Merlin ne neue Box bekommen hatte dachte ich es lööft....
Leider nur ein paar Kilometer bis ich die Dicke aus Zeitmangel erst mal ein paar Wochen abgestellt hatte.
Letzte Woche war gutes Wetter und wir wollten raus, also ganz galant die 900kubik geflutet und los... nach 10km war empty.
Der Nusssack war wieder da.....
Remember: Pickups neu, Box neu, Kerzenstecker gesäubert, Spulen untereinander getauscht und Kabel nachgesehen

Und nu....?
 
Mir würden spontan da noch ein paar Sachen einfallen:

- Kerzenstecker und Kabel mal komplett erneuern. Hast Du mal die Widerstände der Stecker gemessen? Wenn die höher als 5 Kohm sind weg damit. Sind das noch die orginalen Stecker und Kabel?

- Vielleicht Rotz im Vergaser, daß es Dir da die Düsen zusetzt?

Gruß, Alex
 
:s132:

Mit dem Scheiß hatte ich auch Theater. Waren letztendlich die Pickups.
Hau neue Kerzenstecker samt Kabel rein. Idealerweise Silikonkabel oder nimm gleich die NGK-Racingstecker mit vergossenen Silikonkabel, bei Tante Louise für nen 20er, je versteht sich. Brauchst die wo dann das Hütchen auf die Kerze muß. Sind zwar knallrot, aber seit dem hab ich Ruhe.

Wenn das nicht hilft, du schreibst ja der DZM fällt aus oder zittert, dann sind beide Zündspulen hinüber. Zum Testen kann dir bestimmt jemand ein paar Gebrauchte zukommen lassen. :s185:Der Patrick zum Bleistift hat nen Karton voll davon.

:s105: Dirk
 

Schaltplan raus und denken. Dann Messgeraet raus und messen. Aber nicht einfach planlos Teile tauschen!

Du hast bereits die ganze Zuendaufbereitung ausgetauscht. Ein Fehler an Kerze, Kabel oder Stecker ist zwar grundsaetzlich denkbar, ich habe an meiner RX all das direkt nach dem kauf getauscht weil die Sachen schon allein aufgrund des Alters indiskutabel waren, aber ein Fehler dort wuerde nicht deinen Drehzahlmesser ausfallen lassen. Aehnliches gilt fuer Zuendspulen. Eine defekte Zuendspule kann zwar ein Quell stetiger und intensiver Freude sein, aber auch das sollte den Drehzahlmesser nicht beinflussen. Die Geber und das Steuergeraet hast du ja getauscht.
Daher wuerde ich den Fehler in der Stromversorgung der Zuendung erwarten oder in der restlichen Verkabelung zwischen OT-Gebern und Steuergeraet. Ich wuerde jetzt meinen Oszi rausholen und mir sowohl Spannung wie auch Masse am Steuergeraet anschauen. Jeweils gemessen gegen Masse direkt an der Batterie.
Ausserdem waere es interessant was dein Drehzahlmesser im Fehlerfalle anzeigt wenn du dann mal den Voltmeterknopf drueckst. Wenn der dann naemlich auch rumspinnt dann bestaetigt das meine Theorie. Sollte er richtig anzeigen kann es aber immer noch die Stromversorgung des Steuergeraetes sein.

Olaf
 
Moin,

wie's Dir passt, momentan ist ja auch schlecht mit Mopedfahren, da kommt's ja auf ein paar Tage oder Wochen nicht an.

Aber nächstes WE passt schon...


Grüße

Michael
 
Wollte mal nachfragen, ob ihr mit dem beschriebenen Problemfall noch vorwärts gekommen seid.
Meine Dicke hat seit kurzem nämlich genau die gleiche Verhaltensweise.

Gruß Jörg
 
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