Moin,
ihr habt natürlich recht. Vorher eine Prüfung zu machen, wäre schön gewesen.
Wir haben uns allerdings dazu entschlossen, den Motor auszubauen und den Kopf herunter zu nehmen, da die Zündkerze von Zylinder1 sich fast vollständig in Rost aufgelöst hat und wir nicht wussten, ob es bereits in Brennraum liegt.
Vielleicht lese ich es nur falsch, aber auf jeden Fall sitzt der Spanner an der Einlassseite, sodass mindestens das im Handbuch falsch ist:

Wir haben es, wie hier auch geschrieben über die kraftschlüssige Seite gemacht. Das hat auch funktioniert (Steuerzeiten passen).
Um ein Update zum Motor zu geben:
Wir haben den Kopf wieder herunter genommen.
Am zusammengebauten Kopf haben wir die Nockenwellen durchgedreht und die jeweils geöffneten Ventile mit Messingbürste und Alkohol/Isopropanol gereinigt.
Wir haben vorher bei geschlossenen Ventilen, im umgedrehten Kopf Wasser auf die Ventile gekippt -> Es ist durch die Ventile gelaufen.
Nach dem Reinigen der Ventil(-sitz)e ist das das Wasser im Kopf stehen geblieben.
Ein paar Tropfen Öl auf die Kolben/an die Kolbenwand der Zylinder und den Kopf wieder montiert. Beim Durchdrehen des Motors mit dem Schlüssel erreichen wir nun auf allen Zylindern notdürftig mit China-Kit gemessen: etwa 2bar. Es bläst nicht mehr in die Ansaugung und man hört auf jedem Zylinder ein "Seufsen".
Das Motorrad ist jetzt vollständig zerlegt. Es sind keine Flüssigkeiten mehr vorhanden.
Das Thermostat werden wir, wie im Handbuch beschrieben auf Funktion testen.
Die Ölwanne werden wir zum Checken und Filtertausch abnehmen, wenn der Motor wieder im Rahmen hängt. Bis dahin wird es aber noch ein paar Wochen dauern, da wir so gut wie alles an dem Motorrad anfassen müssen und auch werden.
vG