Dicke Wintermotorradhandschuhe, lange Unterbux, von Mutti gestrickte Wollkniestrümpfe
mit noch ein paar Wollsocken drüber sofern es in die Stiefel paßte, war ja meist noch ne
Lammfellsohle drin. Wollpulli über dem Pulli.
Heizgriffe war was für XT/SR Fahrer, an der Ampel wurde an die Zylinder gelangt zum Pfoten
wärmen, ging ja beim Lustgekühlten noch.
Meine Moppedfahrerei bei kaltem Wetter in der Übergangszeit war eher meiner Faulheit
geschuldet. Als ich mit 19 nach Stuttgart versetzt wurde, erreichte ich alles fußläufig oder
bequem mit Öffis. Gefahren bin ich 2-3 mal im Monat 70 km zu meinen Eltern und das war
gerade mal ne knappe Stunde auf der Karre. Im Zug saß ich genauso lange, mußte aber
nochmal 3/4 bis Stunde für zum und vom Bahnhof einplanen. Dazu kam auch das ich irgend
wann immer die Weiber abbekam, die außerhalb Stuttgarts wohnten. Zu ihr wars dann meist
auch bequemer Fr. abend mit der Kiste hin und So. nach dem Totort wieder zurück.

Ex-Ganzjahresfahrer Dirk