Da mich das mit dem Versatz auch interessiert habe ich deine Frage einfach mal bei Google eingegeben und bin in einem KTM-Forum fündig geworden:
Hauptgrund für den versetzten Einbau der ersten Lamelle ist, dass es durch den Versatz zu einer besseren Druckverteilung auf die Lamellenbeläge kommt. Insbesonders wenn man die Reibscheiben nicht mittauscht wird so verhindert, dass die neuen Beläge durch leichte Verformungen/leicht stärker verschlissene Stellen an den Reibscheiben/ oder auch eine sich leicht biegende Druckstange nur punktuell anliegen und somit der Kraftschluss nicht ideal ist. Auch wird ein Verkanten der aufgestapelten Beläge im Korb so hintangehalten/die Kupplung schließt schneller mit optimalem Kraftschluss.
Zudem gehören sowohl die innerste-, als auch die äußerste Lamelle zu jenen, welche durch das Anfahren und Kupplung schleifen lassen am meisten Belastung ausgesetzt sind. Die Innerste noch mehr als die Äußerste. Da die Innere generell etwas weniger Reibfläche hat als die anderen Lamellen (Stichworte: Anfahrdosierbarkeit und Zentrierung/Vorspannung des Kupplungspaketes auf dem mitnehmer), ist hier auch eine speziell behandelte Reibscheibe ab Werk von KTM verbaut um eine thermische Überlastung im kupplungsintensiven Fahrbetrieb zu verhindern. Die Äußerste Lamelle hat dies jedoch nicht, bekommt aber als 2. belastetste "Paket-End-Lamelle" fast gleich viel ab wie die innerste Lamelle. Daher macht es auch Sinn sie versetzt zu montieren. So kommt es zu einer besseren Kühlung der ersten Reibscheibe/ersten Lamellenbeläge durch das Motoröl, da die erste Reibscheibe nicht von beiden Seiten an der gleichen Stelle von den Belägen berührt wird - ergo mehr erhitzte Fläche der Reibscheibe für das Öl dank des Versatzes zum Kühlen rankommt.
Btw. nicht nur Antihoppingkupplungen haben diesen Versatz der ersten Scheibe. Ich kenne das dann doch auch von anderen Herstellern.
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Wenn ich sterbe dann friedlich im Schlaf wie mein Opa - und nicht hysterisch kreischend wie sein Beifahrer...
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