Nebenbei mal ne Antwort von einem der größten Ventilhersteller TRW:
Werden die Sitzringe gemäß Vorgabe gefräst ist ein Einschleifen der Ventile nicht notwendig.
Werden neue Ventile in nicht nachgefräste Sitzringe eingesetzt ist ein Einschleifen empfehlenswert um Dichtheit der Ventile zu gewährleisten.
Zu Ihrer Frage über die Härte der Ventile und die Haltbarkeit:
Stahlventile sind grundsätzlich Oberflächenvergütet (Einsatzgehärtet) Schichtdicke bis 0,05 mm diese Härteschicht ist grundsätzlich weicher als der Sitzringwerkstoff um den Verschleiss am aufwendiger zu wechselnden Sitzring zu minimieren.
Eine Verletzung der Härteschicht durch Einschleifen ist nicht zu befürchten.
Einheitlich hellgraues Tragbild zeigt den Dichtsitz an und garantiert eine gleichmässige Wärmeableitung.
Größter Feind der Härteschicht ist die Wärme (Gefügeumwandlung) .
Falsches Ventilspiel,falsche Gemischzusammensetzung oder Undichtigkeiten im Ansaugtrakt sind die Hauptursache für sogenannte "Verbrannte Ventile".
Die Ventile werden durch die extrem hohen Temperaturen die bei der fehlerhaften Verbrennung auftreten wieder weich und verschleissen rasant.
Alternativen und im heutigen Motorenbau viel eingesetzt sind Edelstahlventile aus spezial Legierungen welche wesentlich höhere Temperaturen aushalten können als Stahlventile.
Sonderventile werden ab 100 St. angeboten Preise sind mit Zeichnung oder Muster an zu fragen.Preise richten sich danach ob passende Rohlinge zur Herstellung des Ventils schon gefertigt werden.
Grundsätzlich ist fast alles machbar ABER wie immer eine Frage des Preises.
Ein kurzer Auszug aus einem Telefonat mit TRW.
So jetzt brauch ich nur noch 12 Leute die Edelstahleinlassventile haben wollen.
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