Mal Grundsätzliches zum Lack : Kunstharzlacke und Nitrolacke sind beides (zumindest im Kraftfahrzeugbereich) veraltete Lacksysteme mit relativ langen Trocknungszeiten da diese lediglich durch die reine Lufttrocknung, dem verfliegen der Lösungsmittelanteile im Lack trocknen. Acryllacke härten in der Regel vorwiegend durch chemische Reaktion und im gewissen Bereich durch die recht schnelle Ausdunstung der Lösungsmittel aus und haben eine härtere und widerstandsfähigere Oberfläche. Wasserbasierte Lacke sind ohne Lackierkabine faßt gar nicht vernünftig zu lackieren und benötigen grundsätzlich eine 2. Lackschicht aus Klarlack. Dieser Klarlack ist dann wiederum in der Regel 2 Komponenten Acryllack.
Auch beim Haftgrund muß man schauen ob der Acryllack - Verträglich ist.
Gute Wahl bei Sprühdosenlackierungen ist immer wenn man bei sämtlichen Komponenten bei einem Hersteller bleib da sich dessen Komponenten in der Regel vertragen.
Reiner Haftgrund stellt auch nicht zwangsweise sicher das sich der Altlack unter dem Haftgrund nicht doch durch die im Lack enthaltenen Lösungsmittel hebt.
Wenn man diese Sicherheit haben möchte enpfiehlt sich immer eine Vorbehandlung mit einem Füller (Washfiller oder dergleichen) da dieser Füller in der Regel eine Trennschicht bilden und mit speziellen Lösungsmitteln bzw. Härter angesetzt sind oder werden.
Die meisten Füller können mit faßt allen Lacksystemen überlackiert werden, wichtig ist aber das man die Füllerschicht an keiner Stelle beim Feinschliff durchschleift....
Kleiner Nachtrag zum Lackaufbau : Sollte der Altlack bis auf die Kunststoffoberfläche runter geschliffen worden sein ist es sehr ratsam einen Kunststoff - Haftvermittler vor dem Auftrag von Grundierung oder Füller auf die blanken Kunststoffbereiche aufzuspritzen....
|