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Alt 06.05.2014, 22:29   #24
merlin
Ninja Defcon 4
 
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Ich habe in den letzten 30 Jahren vielleicht 2 oder 3 Kerzen gehabt, die richtig im Eimer waren. Meist sahen sie schon optisch runtergenudelt aus, so das ich sie freiwillig ersetzt habe. Im Auto hatte ich mal eine mit abgebrochenem Mittelisolator, das Keramikbruchteil hat dann auch gleich ein Auslaßventil geschrottet und den Kolbenboden vermackt.

Neben den offensichtlichen Fehlern wie runtergebrannte oder abgeschmolzene Mittelelektrode oder sichtbare Defekte im Isolator kann ich mir aber auch Fehler "innen drin" vorstellen, die die Zündenergie teilweise oder gänzlich gegen Masse ableiten.
Der Isolator ist ja aus Aluminiumoxyd, also ein Stoffgemenge, das zu Keramik gebrannt wird. Wenn das Gemenge z.B. verunreinigt wäre, vielleicht auch 2. Wahl bei der Produktion ist, würde die Wahrscheinlichkeit eines Durchschlages früher oder später sicherlich ansteigen.
Dazu kommt noch, da das Klima extrem aggressiv ist: bis zu 2000°C Brennraumtemperatur, bis zu 50 Bar Gasdruck bei 30 kV anliegender Spannung und ständiges erhitzen und abkühlen im Arbeitstakt. Wenn sich dann im Isolator ein Nebenschluß bildet, fließt ein Teil der Zündenergie ab. Weiterhin kommt nach hinzu, daß die meisten Kerzen einfach zu fest angeknallt werden, was das ganze Bauteil zusätzlich mechanisch belastet.
Wenn vorne gar nichts mehr ankommt, also auch im ausgebauten Zustand kein Funke überspringt, ist möglicherweise der innere Leiter aus leitfähigem Glas unterbrochen.

Viel wahrscheinlicher finde ich aber Fehler im Kerzenstecker, im Kabel oder der Zündspule. Speziell der Kerzenstecker neigt mit zunehmendem Alter zu Unterbrechungen, weil die Kontaktflächen zwischen Kerzenanschluß-Feder-Widerstand-Anschlußdorn korrodiert sind. Den kann man übrigens zerlegen, reinigen und wieder zusammenbauen. Der NGK-Stecker aus dem Zubehör ist fast baugleich, läßt sich aber nicht zerlegen und rottet deshalb heimlich vor sich hin.


Grüße

Michael
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