Zitat:
Zitat von Rubino
das Wasser durch die unterschiedliche Temperatur zwischen den Zylindern zirkuliert,
selbst wenn die Pumpe nichts fördert, oder deren Förderleistung durch das Thermostat begrenzt wird.
Das Prinzip kann man leicht beobachten und kennt der ein oder andere warscheinlich:
Ein Glas mit Wasser erhitzen und vorsichtig einen tropfen Tinte auf die Oberfläche geben,
dann kann man beobachten wie das Wasser in dem Glas zirkuliert.
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das ist ein alter Hut, und daher hat der schlaue Mensch die "Thermosyphonkühlung" erfunden. Also Kühlkreislauf ohne Pumpe, und nutzt den Effekt, dass warmes Wasser immer nach oben steigt, und kaltes immer nach unten strömt.
in der "Neuzeit" hatte das zuletzt Zündapp mit der "KS 50 wc" mitte der 70er in Serie hergestellt.
Wenn man einen Motor richtig ran genommen hat und stellt den dann ab, dann steigt die Wassertemperatur zunächst erst einmal an, weil wie hier schon erwähnt, es noch heiße Stellen im Zylinderkopf (vorwiegend im Ausslassbereich) gibt, die ihre Wärme ins Kühlwasser abgeben.
Und weil es ein Temperaturgefälle innerhalb des Kühlsystems gibt, beginnt dort auch ohne Pumpe eine Zirkulation. Und dann macht es auch Sinn, wenn der Lüfter eine Nachlaufsteuerung hat, um eventuelle Dampfblasen zu vermeiden.
Das alles braucht man aber nicht, wenn man den Motor vor dem abstellen zunächt "Kühl" fährt. Was bei Wassergekühlten Flugmotoren ein zwingendes muss darstellt, da dort keine Lüfter verwendet werden.