Fakt ist da man an den Kolben eigentlich nicht viel machen kann um eventuelle Gewichtsunterschiede zwischen den einzelnen Kolben auszugleichen (Der Gewichtsunterschied bei den Kolben ist fertigungstechnisch zumindest bei gleichen Massen sowieso recht gering) liegt das Potential zum Gewichtsausgleich sowieso eher bei den Pleuel.
Bei diesen findet man die größten Gewichtsunterschiede. Daher sollte man die Kolben samt Pleuel nehmen und diese jeweils auf das gleiche Gewicht bringen.
Die Kurbelwellen werden in der Regel (ausser bei verpreßten Pleuel - Kurbelwelleneinheiten) einzeln (bei PKW Motoren am besten mit Schwungscheibe und vorderer Riemscheibe bzw. Schwingungsdämpfern) ausgewuchtet.
Dabei kommt es lediglich auf den sauberen runden Lauf ohne Unwucht an. Wenn dann die Kolben-Pleuel Einheiten alle identisches Gewicht haben passt das.
Ansonsten stellen die Kurbelwangen der Kurbelwelle lediglich eine Schwungmasse dar die für einem gleichmässigen runden Lauf sorgen sollen.
Natürlich kann man Kurbelwellen auch erheblich leichter machen, was zwar einerseits der Drehfreudigkeit dienlich ist aber andererseits haben so erleichterte Kurbelwellen meist den Nachteil haben, das die Motoren erst in höheren Drehzahlbereichen rund laufen.
Daher macht man das mit leichteren Kurbelwellen vorwiegend bei Rennmotoren die sowieso vorwiegend in hohen Drehzahlbereichen gefahren werden.
Hab in meinem alten C-Kadett GT/E so einen Motor drin wo die Kurbelwelle erheblich erleichtert (aber auch gewuchtet) ist.
Bei Leerlaufdrehzalen unter 1500 U/min² läuft der wie ein alter Traktor.
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