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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stimmt das ? Teilsynthetisch und Gabelschlepphebel


Green Ninja
04.08.2020, 08:21
Habe bei meiner RX einen Ölwechsel mit dem Polo teilsynthetisch 10W-40 gemacht (20,- Euro/5 Liter). Jetzt lese ich diesen Satz hier in einem anderen Forum:

"Gerade die Kawasakis mit Gabelschlepphebeln wie die GPZ500S reagieren auf die Synthetiköle mit eingelaufenen Schlepphebeln und Nockenwellen."

Was haltet ihr davon ?

c-de-ville
04.08.2020, 10:57
Aah hier ist die Frage.


Die GPZ 500 ist ein halber RX Motor, sprich da sind die gleichen Bauteile drin, nur eben halb so viele. Wir haben hier vier 500er und die fahre ich mit 20W50 teilsynthetisch, weil der 2-Zylinder etwas ruppiger läuft und das dickere Öl etwas besser dämpft. Außerdem neigt der 500er Motor zum Ölverbrauch und mit dem dickeren Öl ist es etwas besser.

Das 10er teilsynthetische Öl geht aber auch, das fahre ich in der 900er seit über 140tsd km, da ist nix eingelaufen.


Das sind echte Erfahrungswerte und nix zitiertes von jemanden der einen kennt dessen Kumpel da mal folgendes erlebt hat.


Gruß c-de-ville

Green Ninja
04.08.2020, 21:32
Okay, danke. Dann lass ich das Polo teilsynthetisch 10W-40 drin. Hier ist der ganze Thread zum nachlesen.

https://www.motor-talk.de/forum/gpz-500s-nach-oelwechsel-geaendertes-schaltverhalten-t6914344.html

Die Aussage von dem einem Beitrag, hat mich etwas stutzig gemacht, ob mineralisch nicht besser wäre für die GPZ.

c-de-ville
05.08.2020, 00:12
Motor-Talk, da unterhält sich die geballt Intelligenz, wenn ich da mal was gesucht habe, dann hab ich meist abgebrochen weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Was da so an Flachwissen verbreitet wird, genau wie in diesem Artikel.
Also wenn ich ein modernes Öl nehm, auch teilsynthetisch, denn das gab es in den 80ern auch schon, dann ist dieses moderne Öl auf jeden Fall besser als das damals und es schadet dem Motor bestimmt nicht. Man sollte nur die vorgegebene Viskosität einhalten und Vollsynthetiköl meiden. Das wird bei warmen Motor einfach zu dünn und wenn der Motor dafür nicht ausgelegt ist, dann nimmt er halt Schaden, früher oder später.
Das mit dem Motorradöl ist auch so eine Geschichte, auf der gern rumgeritten wird, in der Zeit als ich mit dem Motorradfahren angefangen habe, da war Jaso-Öl noch gar nicht erfunden, da gab es z.B. 10W40 Öl für Auto und Motorrad und auch damals hatten Motorräder schon eine Ölbadkupplung.
Also mit 10W40 teilsynthetisch kannst Du nix falsch machen, ich glaube das fahren die meisten hier.

Gruß c-de-ville

kawamannsane
05.08.2020, 07:56
Ich glaube Micha hat alles gesagt. Ich kaufe auch immer die Hausmarke bei der Tante. Dirk hat mal den Hinweis für die jährlichen Aktionen bei der Tante Louise gepostet. Zurzeit is das Öl dort wieder im Angebot.
KAUFEN :-)

Heiko
05.08.2020, 11:26
Letztendlich liegt der Unterschied zwischen mineralisch, teilsyntetisch und vollsyntetisch einfach nur im Herstellungsprozess. Grundlage ist immer mineralisches Öl welches im Labor optimiert wird und so einfach nur stabiler gemacht wird für alle Jahreszeiten und hochgezüchtete Motoren.
Ist ja auch alles mischbar untereinander, von daher ist es fast egal was man da rein kippt.
Viskositätsunterschiede gibt es in allen Produkten, da kann man variieren, ebenso liegt es an den Zusätzen ob es für eine Ölbadkupplung geeignet ist oder eher nicht.
Ich bin der Meinung das das Thema völlig überbewertet ist und uns die Hersteller nur damit verunsichern wolle um Ihr Öl zu kaufen, die ganzen bescheuerten Bezeichnungen die es mittlerweile gibt sind doch nur Marketing, sonst nix also letztendlich heisse Luft.
Ich kippe eigentlich immer das rein was gerade da ist, auch Mischungen und hatte noch nie Probleme mit rutschender Kupplung oder verklebten Lamellen, zum Glück.:s164:

Kosak
05.08.2020, 12:58
Letztendlich liegt der Unterschied zwischen mineralisch, teilsyntetisch und vollsyntetisch einfach nur im Herstellungsprozess. Grundlage ist immer mineralisches Öl welches im Labor optimiert wird und so einfach nur stabiler gemacht wird für alle Jahreszeiten und hochgezüchtete Motoren.
Ist ja auch alles mischbar untereinander, von daher ist es fast egal was man da rein kippt.
Viskositätsunterschiede gibt es in allen Produkten, da kann man variieren, ebenso liegt es an den Zusätzen ob es für eine Ölbadkupplung geeignet ist oder eher nicht.
Ich bin der Meinung das das Thema völlig überbewertet ist und uns die Hersteller nur damit verunsichern wolle um Ihr Öl zu kaufen, die ganzen bescheuerten Bezeichnungen die es mittlerweile gibt sind doch nur Marketing, sonst nix also letztendlich heisse Luft.
Ich kippe eigentlich immer das rein was gerade da ist, auch Mischungen und hatte noch nie Probleme mit rutschender Kupplung oder verklebten Lamellen, zum Glück.:s164:


Kupplungsprobleme hatte ich nur in den 90er Jahren als ich mal Castrol Öl genommen hatte. Seitdem nehme ich nur das ProCycle 20W40 bzw. 20W50 von Louis. Viskösität ist für mich als Schönwetterfahrer in Ordnung. Wer auch im Winter fährt sollte besser 10W40 nehmen.
Wie du schon richtig erklärt hast, spielt es dabei keine Rolle ob es nun mineralisch, teil- oder vollsynthetisch ist.

c-de-ville
05.08.2020, 13:40
20W50 geht eigentlich auch im Winter, zumindest in Wintern wie sie die letzten Jahre waren. Der angegebene Temperaturbereich für 20W50 wird mal bis 0° und mal sogar -10° angegeben. Da meine Mopeds fast immer in der Halle stehen, komme ich seltenst an die angegebene Grenze von 0°, bezieht sich ja immer auf den kalten Motor. Aber auch auf "Winter"-Treffen wo es nachts mal kälter war gab es keine Probleme. Bei geringen 1-stelligen Temperaturen fährt meine Tochter noch regelmäßig mit der 500er zur Arbeit auch das funktioniert, aber man merkt dann schon, das der Motor dann schon etwas schwerer durchdreht.


Gruß Micha

Supereli
08.08.2020, 17:43
Ich fahre 20/50 Sommer, leiser Lauf.
Bei der ZL ist das Winkelgetriebe zum Kardan die stärkste Belastung.
Da hat das Jaso seine Berechtigung.

Sonst spielt (Zephyr 750) das Rutschen der Kupplung gerne bei Synthetik eine Rolle.

Sonst behaupte ich kann man fast alles reinkippen.
Was heute im Supermarkt an Ölen steht, fuhr vor 25 Jahren die Formel 1.

Kosak
08.08.2020, 21:49
..............Was heute im Supermarkt an Ölen steht, fuhr vor 25 Jahren die Formel 1.
Da hat's aber auch bei jedem GP einen Motor zerrissen. :D

Kawazuki
09.08.2020, 08:57
Da hat's aber auch bei jedem GP einen Motor zerrissen. :D
Passiert ja auch heute noch...s. Vettel (so wird man seinen Fahrer 'los');)

ZL-Dirk
14.08.2020, 09:29
Was heute im Supermarkt an Ölen steht...

Ist ja bekannt das diese "Baumarkt"öle meist gute Öle von Fuchs-Öl oder Pentosin sind.
Hat ja damals schon der Alex vor 11 Jahren hier (https://900r.de/gpz-forum/showthread.php?t=11935) geschrieben das laut Datenblatt ein REAL-Öl das gleiche war wie das Procycle.
Der 5 L. Kanister sogar billiger als der Louiskanister mit nur 4 Liter!

:s105: Ex-ZL-Dirk

eastendpower
31.05.2023, 14:20
Das Öl spielt beim Pitting fast keine Rolle. Das Problem (beim Pitting) ist, das sich der Öldruck an der Einlassnocke erst nach ca.2min, dann auch wenig sinnvoll, aufbaut. Die Auslassnocke kriegt auch sehr zeitverzögert Öl (eigene Messung)
Lösung des Problems: eine externe Ölleitung (analog ZX...) mit paralleler Ölzufuhr bauen lassen, am Kopf aussen rechts anschrauben.
Die originale Ölzufuhr totlegen.
Damit ist schon ab Kaltstart ein vernünftiger Öldruck (Verschleissschutz) da.