Ventile einschleifen

Ich habe gerade "schlagtmichjetzt" die alten Ventile eingeschliffen. Gerade habe ich erst gelesen das man diese aber fräsen soll! Oder nur bei neuen Ventilen?

Zur Not habe ich hier noch nen anderen Motor stehen zum ausschlachten. Dieser ist jedoch Bj. 84 und mein jetziger Bj. 87. Sollte und kann ich den Zylinderkopf wechseln oder ist das eher nicht nötig?


Lucky
 
Zuletzt bearbeitet:
Das heisst?

Reicht es wenn ich die Federn wieder einbaue und die Kanäle mit Benzin fülle? Wos undicht ist kommts an den Ventilen raus, da muss ich nachschleifen. Oder gibts noch ne andere Möglichkeit?
 
Das heisst?

Reicht es wenn ich die Federn wieder einbaue und die Kanäle mit Benzin fülle? Wos undicht ist kommts an den Ventilen raus, da muss ich nachschleifen. Oder gibts noch ne andere Möglichkeit?

Optisch, mit einer Taschenlampe. Bei ausgebauten Federn das Ventil am Schaft mit zwei Fingern unter leichtem Zug langsam im Sitz drehen. Dann sieht man im Kanal sehr schön anhand des Lichtspaltes, ob der Sitz dicht ist und ob er auch rund ist. Ggf. mal mit der feinen Schleifpaste nachläppen. Die leicht graue Dichtfläche dient natürlich zum dichten ist aber auch dafür notwendig, daß die Wärme vom Ventil über den Sitz an den Kopf abgegeben werden kann.
Ich hab bisher alle Ventile geläppt (oder geschliffen, wie man's nimmt), bisher ohne Probleme.


Grüße

Michael
 
Hm, ich habs gerade mal Benzin versucht. ALLE sind undicht 🙁

Evtl. sollte ich doch mal den anderen Kopf versuchen...

läuft der Sprit durch oder schwitzt es nur?

Ich habe die Ventile, die unter der Lupe leicht eingeschlagen waren, vom Kawa Händler, der auch eine Motoreninstandsetzung betreibt, abrichten und die Sitze nachfräsen lassen. Das läuft seit über 20.000 km problemlos. Messe beim Ventileeinstellen erstmal das Istmaß und trage es in eine Tabelle ein, habe bis heute nicht eine negative Veränderung (zu geringes Ventispiel) festgestellt.

Ventile prüfe ich übrigens, indem ich Kreidestriche auf die Dichtfläche mache, dann das Ventil einsetze und und es unter Druck 90° hin und her bewege. Dann sieht man ob es rundum trägt, und man sieht auch die Breite der Dichtfläche, diese sollte ca. 1 mm betragen.

Gruß c-de-ville
 
Es läuft richtig. Hätte ich mehr Zeit, dann würde ich das ja fräsen lassen. Nur muss ich Freitag schon damit nach Bremen fahren. Mittwoch ist schon TÜV und Anmeldetermin...

Habe eben mal den anderen Kopf ausgebaut, kann keine baulichen Unterschiede feststellen. Und wenn die Ventile dieser Baujahre nicht die Besten sind, naja, ewig kann ich die Maschine eh nicht fahren.

Aber möglich sollte es doch schon sein das das klappt, oder? Lieber die zum Kopf gehörige Nockenwelle und Lagerschalen verwenden oder die "neueren"?

Lucky


EDIT: Der "alte" Kopf lief Problemlos, obwohl er schon 86.000 Km auf dem Buckel hat...
 
Es läuft richtig. Habe eben mal den anderen Kopf ausgebaut, kann keine baulichen Unterschiede feststellen. Und wenn die Ventile dieser Baujahre nicht die Besten sind, naja, ewig kann ich die Maschine eh nicht fahren.

Aber möglich sollte es doch schon sein das das klappt, oder? Lieber die zum Kopf gehörige Nockenwelle und Lagerschalen verwenden oder die "neueren"?

Lucky

Die Köpfe sind alle gleich.

Es sind nicht alle Ventile der angegebenen Baujahre schlecht.

Wenn die Nockenwellen noch ok sind, dann immer die nehmen, die im Kopf gelaufen sind.

Die Lagerschalen sind mit dem Kopf in eins gebohrt, die sollten weder vertauscht noch getauscht werde. Deshalb sind sie auch durchnumeriert. Grob gesagt, jede Lagerschale (Lagerbock) hat ein anderes Maß.

In den Köpfen sind je 2 Rohrleitungen eingebaut, wenn die unterschiedlich dick sind, dann immer die dickeren nehmen, das wurde bei späteren Modellen mal nachgebessert.

Gruß c-de-ville
 
Super, dann werde ich morgen früh loslegen, jetzt seh ich nix mehr draußen^^

Werde dann mal berichten ob alles geklappt hat!


Danke 🙂
 
So, ´müssen die Ventile eigentlich gefräst werden wenn die einmal draußen waren? Wollte die Ventilschaftdichtungen ja neu machen.


Lucky
 
Die Sitze werden mit 3 Winkeln gefräst, die Ventile nicht.
Das hat aber mit den Schaftdichtungen nichts zu tun.

Grüße

Michael
 
scheinst mir ein wenig Fräsgeil zu sein 😀
Fräsen muss man nur wenn die Sitze beschädigt sind.
Von einmal rausnehmen passiert da nichts, da reichts die Ventile leicht zu läppen.
Die Schleifspuren an Ventil und Sitz zeigen dir danach was zu tun ist 😉
 
Sooo, eben angemacht und alles einwandfrei.

Habe das mit den Ventilen folgendermaßen gemacht:

Zylinderkopp aufn Tisch gelegt, Ventile nach unten und etwas unterlegt. Dann Federn ausgebaut, Schaftdichtungen über die Schäfte abgestreift und neue drauf. Ventile haben sich keinen mm nach unten, oben links oder rechts bewegt. So hab ich mir das gespart 🙂


So, jetzt noch Kühlsystem prüfen, nur wie? Dazu mach ich aber nen neuen Fred auf.


Danke an alle!
 
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