Obere Steurketten-Führung fest.

Boxer

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Obere Steurketten-Führung fest.

Geschätzte Gemeinde
Bei meiner hassgeliebten GPZ 900 R (Km-Stand 83'000) habe ich jetzt nach 22 Jahren und 40 TKm (niedertourig gefahren) endlich wieder mal das Ventilspiel kontrolliert. Die Spiele sind bei allen Ventilen "genau gleich", nämlich EL: 0.05+ mm und AL: 0.1+ mm. Der Leerlauf war kalt und warm noch gut.
Die gefährlich engen Spiele werde ich wieder auf den Soll-Wert bringen.

Zum Nockenwellen-Antrieb:
- Die NW-Kette hat sich gleichmässig - gemessen jeweils über 20 Glieder - von ca. 159 mm auf 160.5 mm gelängt. Ist also noch 40% von der Verschleissgrenze (161.5 mm) entfernt. Trotzdem läuft sie "hoch über die Zähne" der NW-Räder. Wirklich, kein schönes Bild! Habe das schon vor anderthalb Jahren gesehen, als ich das Ventilspiel kontrollieren wollte. Habe aber den Ventildeckel partout nicht runter gebacht ohne die Dichtung zu beschädigen. Unverrichteter Dinge und mit Frust habe ich den Deckel wieder montiert und bin fröhlich weitergefahren.
- Die Gleitflächen der drei NW-Kettenführungen zeigen praktisch keine Laufspuren.
- Nur die obere, die zwischen den beiden NW-Kettenrädern, ist fraglich.
Die Kette (und gegebenen Falls die obere Führung) werde ich ersetzen.

Nun meine beiden Fragen zur oberen Ketten-Führung:
1) Die vier Imbusschrauben der oberen Ketten-Führung bringe ich nicht los! Wurden seinerzeit mit 10 Nm angezogen. Haben sich "selbstverfestigt"!? Hab's versucht mit dem Schlagschrauber. Geht aber m.E. nicht ohne den Zyl.-Kopf zu beschädigen.
Kennt jemand eine Methode diese Schrauben los zu bekommen?

2) Die gemessene Gleitschichtdicke beträgt 2.0 mm und ragt noch etwa 0.5 mm über die beiden Nieten.
Kennt jemand die Gleitschichtdicke im Neuzustand?

Auf eure hilfreichen Antworten freue ich mich.
Mit bestem Gruss
Boxer
 
n.

Nun meine beiden Fragen zur oberen Ketten-Führung:
1) Die vier Imbusschrauben der oberen Ketten-Führung bringe ich nicht los! Wurden seinerzeit mit 10 Nm angezogen. Haben sich "selbstverfestigt"!? Hab's versucht mit dem Schlagschrauber. Geht aber m.E. nicht ohne den Zyl.-Kopf zu beschädigen.
Kennt jemand eine Methode diese Schrauben los zu bekommen?

Die Imbusschrauben lassen sich eigentlich leicht lösen.
Es gibt aber auch Ängstliche Naturen die alles mit Schraubensicherung einsetzen.

Vielleicht geht´s ja mit anwärmen auf.
Gruß Walter.
 
Das mit den Inbussschrauben hatte ich auch schon, das die nicht wollten, nen vernünftigen Inbusschlüssel rein und einen mim hammer dann warn se los... noch nie was passiert... da zumindest nicht....
 
Ich habe diese Imbus-Schrauben auch nur mit einem Hand - Schlagschrauber los bekommen.
Mit dem normalen Imbusschlüssel und Verlängerung hatte ich bedenken, dass ich den Schraubkopf beschädigen könnte.
Beim drehen hat man das dann im Gefühl ob es geht oder besser nicht weiter geht.

Dann den Handschlagschrauber angesetzt und mit einem richtig schweren Rückschlachfreiem Nylon- Hammer ( glaube meiner hat 500 g ) feste drauf.
Das hatte dann geholfen.
 
Obere Steuerketten-Führung fest.

Herzlichen Dank Walter für deine schnelle Antwort.
Sicher lassen sich Imbusschrauben "eigentlich" leicht lösen. Meine hier leider nicht.
Habe keine Schraubensicherung verwendet. Nur etwas Motorenöl und korrekt 10 Nm.
Mit gewaltiger Kraftanwendung und vergeblichem Warten auf den Loslösungsknall,habe ich bereits einen Schraubenkopf schon etwas beschädigt.

Vllt. werde ich es noch mit Anwärmen mittels eines kleinen Gasbrenners versuchen. Zur Zeit zögere ich noch etwas wegen der öligen Umgebung im Zyl.-Kopf.

Gruss Bruno
 
Tja, dann muß ich dir sagen, das du einen Scheißinbusschlüssel/Nuss was auch immer hast, ich anfangs viele Schrauben nie mit Drehmo angezogen immer fest und ein "Drücker" das war leider oftmals mehr, aber los bekam ich sie immer, wenn nun schon der Kopf versaut ist versuchs entweder mit nem Körner ( Schlüssel rein und aussen auf den Rand der Schraube körnern) oder mit ner Gripzange als Unterstützung....
 
Genau die Schrauben sind gerne sehr fest, wärme ist in meinen Augen an der Stelle der falsche weg.

Mal nen kleiner beherzter Nachschlag mit dem Hammer auf den Schraubenkopf
löst die Verspannung bestimmt eher.

Wegen der Dicke der Schiene kann ich leider nicht helfen.
 
Obere Steuerketten-Führung fest.

Herzlichen Dank Walter für deine schnelle Antwort.
Sicher lassen sich Imbusschrauben "eigentlich" leicht lösen. Meine hier leider nicht.
Habe keine Schraubensicherung verwendet. Nur etwas Motorenöl und korrekt 10 Nm.
Mit gewaltiger Kraftanwendung und vergeblichem Warten auf den Loslösungsknall,habe ich bereits einen Schraubenkopf schon etwas beschädigt.

Vllt. werde ich es noch mit Anwärmen mittels eines kleinen Gasbrenners versuchen. Zur Zeit zögere ich noch etwas wegen der öligen Umgebung im Zyl.-Kopf.

Gruss Bruno
 
In die vergnaddelte Schraube kannste immer noch einen Torx reinkloppen .
Ich würde auch erst mal nen berherzten Schlag auch die Schraubenköpfe geben , dann müssen die kommen , wenn nicht eingeklebt .
 
Obere Steuerketten-Führung fest.

Danke bestens den HH. Dinges und meinem Namensvetter Markus für ihre gute Hilfe.
Bin schlicht ergriffen von so viel Einfühlsamkeit.

Leider biegt sich mein ziemlich gescheiter Imbusschlüssel (nur 5mm !) schrecklich und mit Hammerdraufhauen federt (lacht!) der nur zurück. So etwa habe ich den Imbus eines Schraubenkopfes leicht bis mittelschwer beschädigt, oder etwa mit dem stabileren Steckschlüsselsatz mit 5mm Bit mit grosser Hebelwirkung? Dann habe ich aufgehört.

Mit dem Schlagschrauber und dem 500 gr.-Stahlhammer (nicht rückschlagsfrei), mit "mittelstarken" aber "seccen" Schlägen, hab ich's auch etwa 3 Mal versucht. Leider erfolglos! Ich fürchtete um die Integrität des Zyl.-Kopf Materials.

Bei zeitlicher Gelgenheit werde ich in ein paar Tagen die Kombination Anwärmen (ca. 100° C) und Schlagschrauber probieren.

Mit bestem Gruss
Boxer
 
seltsam, seltsam, hab ich jetzt so wirklich noch nie erlebt, Ok beim normalen lösen ( normaler langer 5er Inbuss) hats den schon ganz schön gebogen, aber mit nem Schlag vonnem normalen hammer ( 500gr) hats bei mir immer wirklich immer "PENG" gemacht und die war offen, daher war und bin ich mir auch so sicher gewesen das das bei dir klappen muß... ne 5er Inbusnuss für ne 1/2" ratsche hats nicht?? aber wenn der schraubenkopf schon etwas ab hat, brauchst eh ne Torx Nuss.

Nochwas zu nem Inbusschlüssel:
Wenn die schon recht leicht reingehen, sind die Mist, die, die ich benutze gehen recht schwer rein und für Problemschrauben, die nicht sofort gehen, nehme ich welche, die richtig was können, die muß man fast mit nem Hammer reinklopfen so stramm sind die aber sofern das eine gute Schraube ist kriegt man die damit gelöst... das alles nützt dir grad nix, ich wollte aber nur mal deutlich machen, das Inbus ( schlüssel) nicht gleich Inbus ist.
 
Boxer,

Wenn das mit Erwärmen und Grippzange als Unterstüztzung nichts nützt, und
sollte wieder Erwarten der Imbus innen oder gar der Schraubkopf abreissen, so schweisse etwas an den Kopf / Schraubenschaft der Schraube als Hebel an und drehe daran.

Der Tipp mit dem Torx einschlagen ist gut, aber mit Vorsicht zu genießen!
Ich habe hier von einem Freund ein Motor zur Überholung liegen bei dem genau das gemacht wurde.
Der abgebrochene Torx steckt jetzt in der Schraube, ausbohren unmöglich.
Das Gehäuse ist jetzt zum Erodieren weg. :s075:
 
Und zu Deiner Kette:

So sieht eine nagelneue Kette aus:

Vielleicht hilft es Dir weiter.

Gruß, Alex
 

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Wenn du schon wärmen willst dann nicht mit Flamme sondern mit Heißluftfön und nicht am Schraubenkopf sondern das Material mit dem Innnengewinde desweiteren gibt es Imbuss die Konisch sind die gehen sehr stramm rein und helfen zumeist auch noch bei leicht beschädigten Schraubenkopf.Damit sollte es gehen dann hast du auch kein Spiel mehr im Schraubenkopf.
 
Obere Steuerketten-Führung fest.

Schlicht und einfach: Ich bin komplett überwältigt.
Ich danke euch allen für die ausserordentlich vielen hilfreichen Ratschläge.
Muss mich jetzt vorerst sammeln; meine besch...enen "Schrauberkenntnisse" ordnen, überprüfen und das weitere Vorgehen bestimmen.

Sicher Alex, dein Bild der neuen Kette hilft mir sehr. Habe soeben meine gebrauchte Kette nochmals übers NW-Kettenrad gelegt und siehe da, sie läuft nur unwesentlich (ca. 0.5 bis 1.0 mm) höher auf den Zähnen als die neue!

Meinen sehr wahrscheinlich idiotischen Trick mit dem kleinen Flammenwerfer vergesse ich sofort; nicht aber den viel plausibleren Heissluftfön!

In ca. einer Woche werde ich über Erfolg oder Misserfolg (nur kein abgerissener Schraubenkopf oder zertrümmerte "Schraubenaufname!) berichten.

Mit bestem Gruss
Boxer
 
Das mit den Inbusschrauben der oberen Kettenführung kenne ich, granatenfest, mit allen Tricks und vernünftigem Werkzeug nicht los zubekommen. Im eingebauten Zustand kann man an den inneren Schrauben auch kein richtiges Gewaltwerkzeug ansetzen.
Hab dann die Köpfe abgemeisselt und die Gewindereste mit einer Zange rausgedreht.

Und bei 0,5mm Rest auf der Schiene würde ich diese ersetzen.

Grüße

Michael
 
Das Material der Originalschrauben ist recht weich, ich würde entweder einen 5er Inbus anschweissen oder einen 6er reindreschen. Die Schraube ist eh im Arsch, von daher ist das wurscht. Und der Zylinder kann das ab, was soll da kaputt gehen, der ist ja nicht aus Knete.
 
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