Zusammenfassung Verkleidungsreperatur

hjo

Member
Wenns nun passiert ist und Risse in der Verkleidung sind, gibt es viele wege sie in den Ursprungszustand zu versetzten.
Als erstes sollte man durch eine kleine Bohrung den Riss stoppen.
Und dann kommt die Qual der Wahl:

Kunststoffschweißen mit Heißluft:
Hier wird der Riss mit einem Kegelfräser aufgefräst und dort mit einer Heißluftpistole mit paasendem Aufsatz heißes ABS eingefüllt. Dabei ist so vorzugehen das das ABS der Verkleidung mit dem neuen verschmilzt.
Infos :http://steinel.de/de/thermo_fuer_heimwerker/heissluftgeblaese/zubehoer_hl2010
Beidseitig vorgehen.

Kunststoffschweißen mit Heißluft und Va Gewebe:
Hier wird der Riss tief angeschliffen und mit Hilfe von Heißluft mit passendem Aufsatz ein Stück VA Gewebe eingeschmolzen und anschließend mit einem Universalkunststoff versiegelt.
Infos: http://steinel.de/de/thermo_fuer_fachkunden/heissluftgeblaese/kfz_rep_set
oder als Video: http://www.youtube.com/watch?v=4t3rOrPbQj0

Kunststoffschweißen mit Lötkolben:
Hier wird der Riss mit einem Kegelfräser aufgfräst und mit einem Lötkolben heißes ABS eingeschmolzen. Dabei ist so vorzugehen das das ABS der Verkleidung mit dem neuen verschmilzt.
Beidseitig vorgehen.

Kunststoff kleben:
Hier wird der Riss mit einem Kegelfräser aufgefräst.
Die Verkleidung sollte mit Hilfsmittel exakt fixiert werden.
In die entstandene Nut wird Kleber eingefüllt.
Beidseitig vorgehen.

Laminieren:
Hier wird der Riss mit Sekundenkleber fixiert.
Danach wird auf beiden Seiten des Risses material abgetragen und anschließend mit
Glasgewebe und Harz schicht für schicht aufgefüllt.
Die letzte Lage sollte großflächig die schadhafte Stelle abdecken.
Bitte kein 5min Harz verwenden.

Je nach Geschick und Geldbeutel hat jede Art und Weise seine Vorteile.
Die verschiedenen Möglichkeiten können auch untereinander kombiniert werden.

Greetz
HJO
 
zum Kleben sei noch gesagt, das es einige Kunststoffe gibt, die sich nur sehr schwierig oder überhaupt nicht kleben lassen. Dazu gehören z.B. Polyethylen, Polypropylen, Polyamide, also alles was zähe Kunststoffe sind. Diese kann man nicht unbedingt kleben, aber man kann mit z.B. Reca Klebt + dichtet (ein Zwischending von Acryl/ Silikon/ Montagekleber) was hinterkleben und so den Riss stabilisieren.
Styrole wie Polystyrol (PS), ABS (AcrylButadienStyrol). Acryl, Polycarbonat, Lexan, Makrolon usw. lassen sich sehr gut verkleben. PS lässt sich schon mit Universalverdünnung verkleben, beide Seiten anlösen und zusammendrücken - fertig.
Am Besten ist es erstmal den Materialstempel zu suchen, dann weiss man was man vor sich hat und kann den entsprechenden Kleber aussuchen.

Zum Schweißen, da gibt es bei den bekannten Werkstattausrüstern diverse Schweißstäbe für die einzelnen Kunststoffe und eine Spezialdüse für den Heißluftfön, wo der Schweißstab eingesteckt wird.

Alles klar?

Gruß c-de-ville
 
Hatte vor 3 Jahren meine Verkleidung einer ZZR, die plötzlich aus drei Teilen bestand,
mit Hilfe von einer Leister "triac S" wieder zusammen gebraten. Hält bisher Super und schweiße auch mal was für meinen Dealer da es schon manche Teile nicht mehr gibt.

Hatte es vorher auch in MacGiver Manier probiert, war aber alles Schrott.

Kurzum die 150€ haben sich gelohnt.





Anleitung zum Kunstsoffschweißen


Hier auch was dazu
http://www.900r.de/gpz-forum/showthread.php?p=93948 post 15

und hier ein Ergebnis .
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muß auch zugeben, das die Klebetechnik die letzten Jahre große Fortschritte gemacht hat, Hab zwar nicht so ein Set von HG, sondern von unsrem Laden, aber es gehen damit Kunststoffe zu kleben, an die man sich vor eingen jahren noch nicht rangetrau that, bzw wo nix gehalten hat. Allerdings ist der Kram recht teuer.
 
Ich muß auch zugeben, das die Klebetechnik die letzten Jahre große Fortschritte gemacht hat, Hab zwar nicht so ein Set von HG, sondern von unsrem Laden, aber es gehen damit Kunststoffe zu kleben, an die man sich vor eingen jahren noch nicht rangetrau that, bzw wo nix gehalten hat. Allerdings ist der Kram recht teuer.

Noch teurer als der Set von Herrn Gerippe den Armin gepostet hat?
Den Preis finde ich auch schon recht stolz.
Aber wenn´s funzt bleibt einem ja kaum ne Wahl.

PS: hab auch mal beim Prolo geguckt. Da gibts nen Set für 69,95 (wenns denn überhaupt funzt) dagegen ich Herr Gerippe ja richtig billig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch teurer als der Set von Herrn Gerippe den Armin gepostet hat?
Den Preis finde ich auch schon recht stolz.
Aber wenn´s funzt bleibt einem ja kaum ne Wahl.

PS: hab auch mal beim Prolo geguckt. Da gibts nen Set für 69,95 (wenns denn überhaupt funzt) dagegen ich Herr Gerippe ja richtig billig.
Jepp! Hab auch geschluckt! Aber der Kleber ist wirklich Klasse, hab damit schon einiges geklebt und das hält wie Bombe, aber trotzdem muß man sagen, dass manchmal einfach nur schweißen hilft, je nach Bruch....
Den Fortschritt bei Klebstoffen sieht man ja im KFZ Bau, dort wird ja vieles nur noch geklebt und ja solch Kleber hab ich auch schon getestet, hab damit die Beinprothese eines Kollegen geklebt ( unter anderem ) hält auch wie Bombe.
 
Wenn ich mir die Zusammenfassung so ansehe, halte ich das Schweißen mit VA-Matte für die beste Variante. Dagegen sprechen nur die Kosten für Werkzeug und Material.
Wie teuer Kleben sein kann haben wir ja oben gesehen wenn man gute Klebstoffe verwenden will.
Für die günstigste Lösung halte ich die GFK-Variante, weil man die Materialien auch für weitere Zwecke einsetzen kann (natürlich nur wenn man sowieso andere GFK-Arbeiten vorhat).
Aber welches GFK sollte man einsetzten? Es gibt ja die Möglichkeit mit Polyesterharz oder Epoxidharz zu laminieren.
Ich meine mal gelesen zu haben, das Epoxidharz für Reparaturzwecke an Verkleidungsteilen am geeignetsten ist.
Wer hat denn Erfahrungen mit den beiden Harzen?
 
Wirklich toll ist ne Reparatur mit GFK nicht da es sich nicht mit dem ABS der Verkleidung verbindet.

OK, wenn ich aber bedenke wie viele gecleante Verkleidungen hier rumfahren...
Ich denke das wurde auch mit GFK gemacht.
Auch für das Spachteltn geänderter Verkleidungsteile kommen Kunstharzspachtel vorm Lackieren zum Einsatz.
Oder werden dafür spezielle Haftvermittler eingesetzt?
 
Bei der gecleanten Verkleidung arbeitet man auch von beiden Seiten und dann haelt das auch , aber mal eben innen was Gegenkleben ist suborptimal.

Diese Spezialkleber sind teuer nur was nuetzt es wenn spaeter die Stelle einreisst oder einfaellt?
Dann lieber die 40Euro zum HG getragen und gut. Meine Verkleidungsoberschale ist auch damit geflickt, bin mit der mal 88 abgeflogen.... und die Oberschale war ein Puzzle.
 
Es gibt natürlich die Möglichkeit mit GFK zu arbeiten, aber dabei ist zu bedenken, wie Rudi schon schrieb, das es keine Vebindung eingeht. Also muß man die Klebefläche vergrößern, das erreicht man entweder mit sehr grobem Anschleifen und oder die Nähe der Klebeflächen noch durch Einbohrungen zu perforieren so bekommt man das zum Halten.
Epoxyd Harz ist besser als Polyesterharz aber auch teurer und stinkt nicht so. Doch ehrlich gesagt, kann ich es nicht mehr so freihand erklären, aber da gibts ja zum Glück http://www.r-g.de/ da steht alles über das Verarbeiten der Harze.
 
OK, wenn ich aber bedenke wie viele gecleante Verkleidungen hier rumfahren...
Ich denke das wurde auch mit GFK gemacht.
Auch für das Spachteltn geänderter Verkleidungsteile kommen Kunstharzspachtel vorm Lackieren zum Einsatz.
Oder werden dafür spezielle Haftvermittler eingesetzt?
Hab ich so gemacht, vor dem Spachteln bzw. Lackieren auf dem blanken Kunststoff aus der Spühdose Kunststoffhaftvermittler aufgesprüht. Bis jetzt hälts...
Auch die mit Harz und Gewebe geklebten Teile halten jetzt schon etliche Jahre. Die Flächen habe ich dann auch voher mit dem Fräser bearbeitet, damit die Oberfläche schön rau wird.


Grüße

Michael
 
Ich habe die Risse in meiner Verkleidung mit dem Lötkolben repariert. Von hinten das Metallgeflecht eines Koaxkabel mit den Lötkolben in den Kunststoff gedrückt, von vorne die Risse aufgeweitet und mit ABS (Stück alte Verkleidung) verschmolzen. Überstand habe ich abgefeilt und anschließend verspachtelt. Das hält bisher.
Zum Spachteln verwende ich Mipa P35 Elastic. Damit habe ich auch die Blinkerausschnitte gecleant.

Gruß Jürgen
 
Dafür das wir in einer Zeit leben in der komplette Autokarosserien zusammengeklebt werden, und nicht geschweißt,
macht ihr euch finde ich ganz schön Gedanken.

Moderner "normaler" Kleber macht fast alles, die Oberfläche muss nur ordentlich vorbereitet sein.
So hält z.B. an meiner Verkleidung ein versteckter Schalter ... mit Flüssigmetall :s189:

Aber am Kunststoffschweißen wollt ich mich demnächst auch mal versuchen,
mal sehn was sich damit noch so alles retten lässt.

@Hjo: Kann es sein das du deine Zusammenfassung aus der Feb. Motorrad News abgekupfert hast ?
Klingt identisch :s100:
 
Hey Rubino....

ne ich habe nichts abgekupfert.
Ich habe mich nur intensiv mit dem Thema beschäftigen müssen, aber danke für den Tipp, muss Montag mal unser Zeitschriftenregal umgraben.

Anscheinend haben hier viele Ihre eigenen Rezepte.... schon faszinierend auf welche Arten unsere Dicke so schön gemacht wird.

Was mich jetzt Interessiert: Welchen Kleber nehmt Ihr?
Viele haben mir auch schon erzählt, das sie alles mit Aceton verschweißen?

Da ich ja Modellbauer bin tendiere ich persönlich zum Schweißen mit dem Lötkolben und anschließender Laminierung mit CFK/GFK.
Ein Kumpel von mir wird evtl das Steinel Profi KFZ Set kaufen, das werde ich mal testen wenn ich meine Blinker verschwinden lasse ;-)
 
Hey Rubino....

ne ich habe nichts abgekupfert.
Ich habe mich nur intensiv mit dem Thema beschäftigen müssen, aber danke für den Tipp, muss Montag mal unser Zeitschriftenregal umgraben.

Anscheinend haben hier viele Ihre eigenen Rezepte.... schon faszinierend auf welche Arten unsere Dicke so schön gemacht wird.

Was mich jetzt Interessiert: Welchen Kleber nehmt Ihr?
Viele haben mir auch schon erzählt, das sie alles mit Aceton verschweißen?

Da ich ja Modellbauer bin tendiere ich persönlich zum Schweißen mit dem Lötkolben und anschließender Laminierung mit CFK/GFK.
Ein Kumpel von mir wird evtl das Steinel Profi KFZ Set kaufen, das werde ich mal testen wenn ich meine Blinker verschwinden lasse ;-)

Laminieren mit CFK?
Hat das nen besonderen Grund? Die klebenden Materialien sind die gleichen wie beim GFK, nur dass das "C" deutlich teurer ist und bei ner Reparatur wohl kaum einen Gewichtsunterschied macht.
 
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