GPX 600 R und Vergaser

heikoap

New member
Hallo Leutz,

ich weiß das das hier ein 900er Forum ist :s145: aber leider gibt es nix vergleichbares für meinen Bock.

Ich habe mir vor ein paar Wochen eine GPX 600 (BJ:88, 72 tsd auf der Uhr) im halb zerlegten Zustand gekauft. Vom Vorbesitzer gab es kaum Infos da ich ihn nicht angetroffen habe und die Verhandlungen und anschließenden Kauf mit seiner Frau geführt habe die nicht wirklich viel wusste.

Der Bock wurde 2005 stillgelegt und stand seit dem unter einer Plane im Freien. Flüssigkeiten waren die ganze Zeit keine drauf, auch kein Öl. Ich hoffe das das nicht zu einem Problem wird, ich hab mal gehört das das nicht besonders gut ist für die Motoren.

Nun aber zu meinem Problem, ich denke das wird nicht das letzte sein. Aber immer eins nach dem anderen.

Die Vergaser hat der Vorbesitzer laut Aussage seiner Frau Ultraschallreinigen lassen aber dann nie eingebaut. Ich habe die Vergaserbatterie also in einem Karton mitgenommen.

Ich habe die Gaser so wie sie waren eingebaut, denn ich gehe einfach mal davon aus das sie ordnungsgemäß wieder zusammengesetzt wurden.

Der Motor läuft soweit auch und auch relativ rund. Ich hab mit schlimmerem gerechnet.

Allerdings tropft nach einiger Zeit der 3.Gaser. (Fahrtrichtung der zweite von Links).

Hier gibt es ja einige Threads zum Thema, ich weiß aber nicht ob bei einem defekt der Schwimmernadelventile alle Gaser tropfen oder ob das auch nur bei einem der Fall sein kann.
Ich meine erkannt zu haben das der Sprit irgendwo an der Schwimmerkammer austritt.

Beim beobachten ist mir auch aufgefallen das im Benzinschlauch mal mehr mal weniger Luftblasen sind.

Soviel erstmal von mir.

Helft einem 600er Fahrer der die alte Oma wieder fit machen will.....büdde... :s147:
Danke und Gruß

Heiko
 
Defekte Nadelventile würden meist nur einen einzelnen Vergaser betreffen, hat ja jeder ein eigenes. Kann aber auch an falsch eingestelltem schwimmer oder der dichtung liegen. Würd die Batterie ausbauen, den tropfenden zerlegen und nach Originaleinstellung wieder zusammen bauen.
 
Hallo,

ja ich dachte mir das ich um den Ausbau nicht rum komme. Mir graut jetzt schon wieder vor den sch... Gummis zum Luffi....

Danke
Heiko
 
Ich meine erkannt zu haben das der Sprit irgendwo an der Schwimmerkammer austritt.

Beim beobachten ist mir auch aufgefallen das im Benzinschlauch mal mehr mal weniger Luftblasen sind.

Wenns unten an der Kammer ist, ist die Ablasschraube nicht richtig zu oder am Sitz verdreckt :s209:
Aber ich vermute jetzt mal eher das die Kammerdichtung oder n O-Ring von den "Verteilerröhrchen" undicht ist.
Um den Ausbau wirst du kaum rumkommen.

Und zu deinem letzen Punkt: Da sollte eher gleichmäßig keine Luft drin sein ...
 
So, ich hab mal die Gaser ausgebaut und die Schwimmerkammern abgenommen. Da das für mich auch das erste mal war das ich einen Vergaser aufgeschraubt habe wars für mich natürlich auch nicht so einfach da nun was zu erkennen.

Ich habe allerdings vom Vorbesitzer auch ein kleines Tütchen mit Schwimmernadeln und Düsen bekommen. Das sind alte. Ich gehe also mal davon aus das die Teile nach der US erneuert wurden.

Als ich dann die Vergaser mit Sprit befüllt habe um den Kraftstoffstand zu messen ist es unten so raus gelaufen wie oben rein. Zumindest an den beiden rechten, die beiden linken blieben trocken. Ich schätze ich muss die Dichtungen der Schwimmerdeckel erneuern. Allerdings ist auch Sprit aus der Ablassschraube gelaufen. Also wird auch hier was faul sein.

Nicht so einfach für einen Laien, aber mich treibt ja keiner. Würde zwar gerne mal wieder ne Runde drehen, aber was nich is das is nich.

Kann mir vielleicht mal jemand erklären wie das genau mit der Schwimmerhöhe funktioniert? Ich habe die Gaser mit geöffneter Schwimmerkammer nacht unten in den Schraubstock gespannt und den Schwimmerstand gemessen. Der lag über 20 mm. In dem Reparaturhandbuch steht allerdings 17 mm. Wie stellt man die nun ein ?
Hab ich das so richtig gemacht oder is das komplett falsch.
Eine Anleitung für dummys würde mir da echt weiterhelfen...;-))

Gruß
Heiko
 
Kann mir vielleicht mal jemand erklären wie das genau mit der Schwimmerhöhe funktioniert? Ich habe die Gaser mit geöffneter Schwimmerkammer nacht unten in den Schraubstock gespannt und den Schwimmerstand gemessen. Der lag über 20 mm. In dem Reparaturhandbuch steht allerdings 17 mm. Wie stellt man die nun ein ?
Hab ich das so richtig gemacht oder is das komplett falsch.
Eine Anleitung für dummys würde mir da echt weiterhelfen...;-))

Gruß
Heiko


So rum gehts nicht, da fallen die Schwimmer einfach nach unten.

Du nimmst die Vergaserbank in die Hand und drehst sie quasi um die Drosselklappenachse bis die Schwimmer senkrecht nach unten hängen. Dann etwas weiter drehen, bis die Federblättchen beginnen, auf die Schwimmerventile zu drücken.
In dieser Position soll die Differenz zwischen Schwimmergehäuse und Vergasergehäusekante 17mm betragen.
Das ist aber nur ein grober Näherungswert. Anschließend sollten die Pegel mittels Schlauchwaage kontrolliert bzw. eingestellt werden:
Vergaser zusammenbauen, befüllen und nach Anleitung mittels klarem Schlauch die Kraftstoffhöhe messen. Heißt also ggf., daß die Schwimmerkammer nochmals geöffnet und nachgebogen werden muss.


Grüße

Michael
 
Hallo,

Danke. Werde erstmal wieder sehen das alles dicht wird und dann die Schwimmerhöhe messen.

Mal sehen ob ichs hinkriege, aber ich denke schon.

Danke und Gruß

Heiko
 
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